David Alaba: Hohe Erwartungshaltung als Anspruch

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David Alaba hat Verständnis dafür, dass im Nationalteam von ihm mehr als von anderen erwartet wird, weil er dies selbst auch tut.

"Es ist mein Anspruch, dass die Erwartungen hier zu Hause sehr hoch sind. Das kommt auch nicht von ungefähr, weil ich schon glaube, dass ich die Latte irgendwo hoch gelegt habe. Das war auch immer mein persönliches Ziel. Ich will ganz oben sein und auf höchstem Niveau spielen."

Dass die Erwartungshaltung von außen sehr hoch sei, sei also auf der einen Seite verständlich: "Auf der anderen Seite muss man nicht immer nachvollziehen können oder verstehen, wie das dann von außen kommt."

Alaba als Zielscheibe

Der Bayern-Star spielt damit auf die zum Teil heftige Kritik an seinen jüngsten ÖFB-Leistungen an. Dass er ein wenig zur Zielscheibe geworden ist, spielt für Alaba keine große Rolle: "Damit beschäftige ich mich nicht so sehr, weil ich meine Qualitäten kenne. Wenn ich sie auf den Platz bringe, weiß ich auch, wie ich der Mannschaft helfen kann."

Ins Visier geriet vor allem seine Performance im zentralen Mittelfeld, wo er im ÖFB-Team im Falle des gewohnten 4-2-3-1-Systems gesetzt ist. "Ich habe schon öfter bewiesen, dass ich diese Position spielen kann", verteidigt sich der 25-Jährige.

Für das richtungsweisende WM-Qualifikations-Spiel in Wales ist allerdings auch ein System mit Dreierkette ein Thema, in welchem der Bayern-Linksverteidiger wie schon beim Heimspiel gegen Moldawien im März auf der linken Seite eine Option ist.

Eine System-Präferenz lässt Alaba nicht durchblicken: "Es kommt immer auch auf den Gegner an. Sicherlich wollen wir in erster Linie auf uns schauen und auf unsere Stärken bauen, aber der Trainer analysiert den Gegner und versucht, Lösungen für unser Spiel zu suchen und dementsprechend aufzustellen."

Alaba will Verantwortung übernehmen

Wo auch immer er in Cardiff positioniert werden wird, der 57-fache A-Teamspieler möchte sich als Führungsspieler beweisen: "Ich versuche mich in erster Linie auf mein Spiel zu konzentrieren und damit der Mannschaft zu helfen. Natürlich ist es mein Anspruch, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das versuche ich in erster Linie mit meinem Spiel. Der Rest kommt dann von selber."

Dass Marko Arnautovic nach seiner Sperre in Irland wieder Teil des ÖFB-Teams ist, begrüßt Alaba: "Dass Marko ein überragender Spieler ist, ist kein Geheimnis. Er hat das Format für einen Spieler, der Spiele entscheiden kann und wird auch in Wales eine wichtige Rolle spielen."

Der Neo-West-Ham-Kicker avancierte in diesem Sommer zum teuersten österreichischen Fußballer aller Zeiten. Ambitionen, seinem Kumpel diesen Rekord abzujagen, hat Alaba nicht: "Nein, das ist nicht mein Ziel."

"Krasser" Transfermarkt

Der verrückt spielende Transfermarkt lässt jedoch auch den Bayern-Star nicht kalt: "Das ist schon krass. Sicherlich hat sich das an einen Punkt entwickelt, wo brutal viel Geld im Spiel ist, aber ich mache mir nicht groß Gedanken darüber, wo das hinführt."

Der Wiener ist bei einem Verein angestellt, der sich sehr kritisch über Ablösen wie die 222 Millionen Euro für Neymar äußert. Gerade Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ist öffentlich bemüht, Regelungen herbeizuführen, damit die Preise nicht derart in die Höhe schnellen.

Dass die Bayern bezüglich Ablösesummen auf die Bremse treten, befürwortet Alaba: "Das ist sicherlich auch gut für den Fußball in Deutschland, aber ich denke, dass Bayern München immer schon sehr, sehr clever agiert hat, was das Geld betrifft."

Der deutsche Rekordmeister ist mit zwei Siegen in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Noch sei die Saison sehr jung: "Sicherlich ist man noch nicht bei 100 Prozent, aber ich persönlich fühle mich ganz gut."





Textquelle: © LAOLA1.at

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