Personalpoker: Das Rätselraten setzt sich fort

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Nach einer konstanten Phase der relativ leichten Ausrechenbarkeit der Personalplanungen dank einer eingespielten Stammelf ist es inzwischen ein Kennzeichen des Länderspiel-Jahres 2017, dass außerhalb des ÖFB-Teams niemand so ganz genau weiß, was Teamchef Marcel Koller bezüglich Aufstellung im Schilde führt.

Die ÖFB-Verantwortlichen freut dieses Verwirrspiel, macht es die Sache für den gegnerischen Teamchef schließlich nicht gerade leichter.

Vor dem Showdown in Irland (Sonntag, 18 Uhr LIVE) erschwert neben dem Geheimnis um das System die angespannte Personalsituation das Rätselraten zusätzlich.

Junuzovic zur Lage der Nation:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Die System-Frage

Durch das Fehlen der gesperrten Marko Arnautovic und Stefan Ilsanker, sowie der verletzten Marcel Sabitzer, Marc Janko und Alessando Schöpf wird sich die Startelf Österreichs zwangsläufig in einem veränderten Gesicht präsentieren. Optionen hat Koller diverse:

Der Schweizer hatte in der Vergangenheit nicht unbedingt die Neigung, allzu viele ungeprüfte Kräfte in die Anfangsformation zu stellen. Ganz dürfte dies diesmal nicht ausbleiben. Aber es gibt durchaus eine Variante, in welcher der Teamchef gar nicht einmal so viel ändern müsste.

Die Möglichkeit, erneut auf eine Dreierkette zu setzen, erscheint durchaus plausibel, schließlich zählen gerade die drei Innenverteidiger Dragovic, Prödl und Hinteregger zu den international erfahrensten Vertretern dieses Kaders.

Andererseits könnten die Erfahrungen des Testspiels gegen Finnland für Unsicherheit im ÖFB-Betreuerstab gesorgt haben. In der ersten Halbzeit funktionierte das System mit Dreierabwehr nicht wirklich, während nach der Pause die Rückkehr zum gewohnten 4-2-3-1 eine Leistungssteigerung mit sich brachte.

Problem: Jede Variante mit Viererkette bringt die leidige Frage des Linksverteidigers mit sich. Gegen Finnland musste Hinteregger diese Rolle ausfüllen. Bis zum Beweis des Gegenteils wäre wohl auch der Augsburg-Legionär auf dieser Position nur eine Notlösung, aber gegen die kampfstarken Iren wäre es womöglich eine Überlegung wert.

Für alle Eventualitäten gerüstet?

Unsere zweite Aufstellungs-Grafik dient zur Illustration, dass sich dasselbe Personal wie in der Dreierketten-Variante problemlos in einem 4-2-3-1 anordnen ließe, falls die Antwort auf die Linksverteidiger-Frage Hinteregger wäre.

Koller ließ während dieses Lehrgangs sowohl Dreier- als auch Viererkette trainieren. "Falls etwas nicht klappen sollte, kannst du reagieren. Ich glaube, dass wir uns auf alle Eventualitäten eingestellt haben", betont Zlatko Junuzovic.

Zur Erinnerung: Drei Mal schickte Koller die ÖFB-Elf bislang mit einer Dreierkette in ein Spiel - bei der EURO gegen Island sowie zuletzt in den beiden März-Länderspielen gegen Moldawien und Finnland, zwei Mal (Island und Finnland) musste er zur Pause zu einem 4-2-3-1 zurückkehren, weil es schlicht und einfach nicht nach Wunsch funktioniert hatte.

Einzig komplett ungeprüfte Personalie in diesem Lineup wäre Kainz, der bisher über eine Länderspiel-Erfahrung von acht Minuten aus dem Testsiel gegen die Schweiz im November 2015 verfügt. Der Steirer erntete unter der Woche Lob von Koller und zeigt sich auch durchwegs zuversichtlich bezüglich seiner Einsatz-Chancen.

Kaum erfahrene Alternativen

Einzig erfahrene Personalie auf der Ersatzbank wäre in diesem Lineup Florian Klein, der es bislang auf 45 Länderspiele gebracht hat. Nachdem es der Noch-Stuttgarter erst durch die Sabitzer-Absage in den Kader geschafft hat, wurden seine Trainings-Leistungen mit Lob bedacht. Es ist nicht auszuschließen, dass Koller auf der rechten Defensivposition auf seine Erfahrung setzt - vor allem da Valentino Lazaro aufgrund einer Knöchelblessur erst im Lauf der Woche voll trainieren konnte. Als Favorit gilt jedoch Lazaro.

Ansonsten strotzt die vermeintliche zweite Garde nicht gerade vor internationaler Routine: Bachmann (0 Länderspiele), Kuster (0), Lainer (1), Stangl (1), Wimmer (8), Danso (0), Grillitsch (1), Laimer (0), Schaub (2), Gregoritsch (2), Alar (0).

Der "50er" von Marcel Koller als ÖFB-Teamchef. LAOLA1 benotet vor dem Jubiläum seine bisherigen 49 Länderspiele:

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#1 UKRAINE - ÖSTERREICH 2:1 (Lviv, 15. November 2011): Aller Anfang war zumindest ergebnistechnisch schwer, aber das Siegtor der Ukraine fiel erst in der Nachspielzeit und von der Leistung her war in der Kälte von Lviv schon absehbar, wohin es in Folge gehen könnte. NOTE 3.

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#2 ÖSTERREICH - FINNLAND 3:1 (Klagenfurt, 29. Februar 2012): Ein Fehler von Finnland-Goalie Hradecky brachte das ÖFB-Team auf die Siegerstraße, Marc Janko sagte artig Danke. Das Spiel war alles nur kein Feuerwerk, aber letztlich gut fürs Selbstbewusstsein. NOTE 2.

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#3 ÖSTERREICH - UKRAINE 3:2 (Innsbruck, 1. Juni 2012): Im dritten Länderspiel unter Koller ging es zum zweiten Mal gegen die Ukraine - und es war eine entscheidende Partie, um den Glauben an den Schweizer wachsen zu lassen. Sicherlich funktionierte noch nicht alles, aber der Last-Minute-Sieg war definitiv ein Fortschritt. Arnautovic bejubelte einen Doppelpack, musste dann aber lange auf seine nächsten ÖFB-Tore warten. NOTE 2

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#4 ÖSTERREICH - RUMÄNIEN 0:0 (Innsbruck, 5. Juni 2012): Eine Nullnummer der akzeptableren Sorte. Österreich stand im letzten Länderspiel von Paul Scharner defensiv gut, agierte jedoch nicht effizient genug. NOTE 3

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#5 ÖSTERREICH - TÜRKEI 2:0 (Wien, 15. August 2012): Das ÖFB-Team überrollte die Gäste von Beginn an mit aggressivem Pressing und zwei frühen Toren von Kavlak (2.) und Ivanschitz (6.). Auch dieses Spiel half, das Vertrauen in Koller größer werden zu lassen. NOTE 2

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#6 ÖSTERREICH - DEUTSCHLAND 1:2 (Wien, 11. September 2012): Zum Auftakt in die WM-Quali gleich gegen den Erzrivalen und Topfavoriten. Das Spiel ging verloren, aber das ÖFB-Team spielte richtig stark und wenn Arnautovic seine Mega-Chance verwertet hätte... Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. NOTE 2

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#7 KASACHSTAN - ÖSTERREICH 0:0 (Astana, 12 Oktober 2012): Das ÖFB-Team probierte, fightete, erspielte sich Chancen, war aber zu ineffizient und letztendlich auch nicht clever genug - zwei verlorene Punkte, die schmerzten. NOTE 4

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#8 ÖSTERREICH - KASACHSTAN 4:0 (Wien, 16. Oktober 2012): Schon vier Tage nach der Enttäuschung von Astana bot sich die Gelegenheit zur Revanche und die ÖFB-Kicker schossen sich den Frust so richtig von der Seele. Letztlich ein Pflichtsieg, aber kein unwichtiger im Hinblick auf die Aufbauarbeit Kollers. NOTE 2

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#9 ÖSTERREICH - ELFENBEINKÜSTE 0:3 (Linz, 14. November 2012): Noch deprimierender als das ÖFB-Team war eigentlich nur noch das mucksmäuschenstille Publikum auf der Gugl. Aber gut, es gab auch wirklich nichts zu bejubeln... NOTE 5

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#10 WALES - ÖSTERREICH 2:1 (Swansea, 6. Februar 2013): Gut, dass es den Länderspiel-Termin Anfang Februar nicht mehr gibt, denn die ÖFB-Kicker waren beim Gastspiel auf der Insel noch ein wenig im Winterschlaf. NOTE 4

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#11 ÖSTERREICH - FÄRÖER 6:0 (Wien, 22. März 2013): Österreich machte mit den Insel-Kickern kurzen Prozess. Die ersten beiden Tore erzielte Philipp Hosiner, der mit der Austria am Weg zum Meistertitel war. Es blieben bis dato seine einzigen Länderspiel-Treffer. NOTE 1

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#12 IRLAND - ÖSTERREICH 2:2 (Dublin, 26. März 2013): Stark begonnen, nach einer Verletzung von Junuzovic stark nachgelassen, am Ende stark zurückgeschlagen. Der Ausgleich von Alaba in Minute 92 ist unvergessen. Viel Licht und viel Schatten ergeben: NOTE 3

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#13 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 2:1 (Wien, 7.Juni 2013): Vor dem Spiel regierten ob der fehlenden Spielpraxis diverser ÖFB-Kicker und der Angst vor Ibrahimovic die Panikmacher, danach der kollektive Jubel über einen denkwürdigen Erfolg. Das zweite Tor erzielte Janko, der bei Trabzonspor auf dem Abstellgleis stand. NOTE 1

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#14 ÖSTERREICH - GRIECHENLAND 0:2 (Salzburg, 14. August 2013): Das Nationalteam und Testspiele - zu diesem Zeitpunkt gar keine Liebesbeziehung. Mitroglou knockte eine schwache ÖFB-Elf per Doppelpack aus. NOTE 4

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#15 DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH 3:0 (München, 6. September 2013): Leistungstechnisch möglicherweise das schlechtste Länderspiel unter Koller, Österreich hatte nicht den Hauch einer Chance. Zwei Ausreden: Erstens ging es gegen den angehenden Weltmeister, zweitens war das Spiel vier Tage später gegen Irland viel wichtiger. NOTE 5

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#16 ÖSTERREICH - IRLAND 1:0 (Wien, 10. September 2013): Was für ein Krimi! Was für eine schwere Geburt! Lange spannte das ÖFB-Team die Fans auf die Folter, das Goldtor von Alaba in Minute 84 brachte letztlich doch das erträumte "Finale" um den zweiten Gruppen-Platz in Schweden. NOTE 2

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#17 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 2:1 (Stockholm, 11. Oktober 2013): Gefühlt die Mutter aller Niederlagen, weshalb man unsere gute Note vielleicht erklären muss. Zum einen war die erste Halbzeit richtig stark, zum anderen war es genau dieses Schockerlebnis, das den Fokus schärfte und somit der Ursprung für den Erfolgslauf der folgenden zwei Jahre war. NOTE 2

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#18 FÄRÖER - ÖSTERREICH 0:3 (Torshavn, 15. Oktober 2013): Es gibt Lustigeres, als nach dem Schock von Stockholm ein bedeutungsloses Spiel auf den Färöer zu bestreiten. Letztlich war es auch dieser souverän bestandene Charaktertest, der Koller überzeugte, doch ÖFB-Teamchef zu bleiben. Deshalb angesichts der Umstände: NOTE 1

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#19 ÖSTERREICH - USA 1:0 (Wien, 19. November 2013): Nach einem langen Spanien-Trainingslager sorgte ein Goldtor von Janko für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Wichtiger war jedoch, das in besagtem Camp die Weichen für die kommende Quali gestellt wurden. Randnotiz: ÖFB-Rekordspieler Andreas Herzog diente als Co-Trainer der US-Boys. NOTE 2

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#20 ÖSTERREICH - URUGUAY 1:1 (Klagenfurt, 5. März 2014): Vor der Pause gut, nach dem Seitenwechsel nicht mehr so. Zu diesem Zeitpunkt fehlte der Koller-Elf bisweilen die Konstanz, ein Spiel über 90 Minuten durchzuziehen. Die Partie gegen den damaligen Weltranglisten-Siebten stand sinnbildlich dafür. Aber kein schlechter Auftritt. NOTE 2

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#21 ÖSTERREICH - ISLAND 1:1 (Innsbruck, 30. Mai 2014): Ein aufregender Tag für Marcel Sabitzer: Tagsüber wurde sein Wechsel von Rapid in den Red-Bull-Konzern (von Leipzig nach Salzburg verliehen) bekannt, am Abend brachte er Österreich in einem typischen Testspiel in Führung. NOTE 3

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#22 TSCHECHIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Olmütz, 3. Juni 2014): Leckerbissen war es wahrlich keiner, den das ÖFB-Team in Olmütz servierte. Aber immerhin war es der erste Auswärtssieg in einem Testspiel seit 2006, zudem jubelte Baumgartlinger über sein erstes und bis dato einziges Länderspiel-Tor. NOTE 3

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#23 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 1:1 (Wien, 8. September 2014): Die Leistung war besser als das Ergebnis, das zum damaligen Zeitpunkt als Enttäuschung wahrgenommen wurde. Letztlich sollte dieses Remis beim Auftakt jedoch der einzige Punkteverlust in der EM-Qualifikation bleiben. NOTE 2

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#24 MOLDAWIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Chisinau, 9. Oktober 2014): Es war eine unglaublich hektische Partie, in der sich das ÖFB-Team bewähren musste und letztlich auch den ersten Sieg auf dem Weg zur EURO einfuhr. Janko köpfte Rot-Weiß-Rot zu selbigem und flog in der Schlussphase vom Platz. NOTE 3

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#25 ÖSTERREICH - MONTENEGRO 1:0 (Wien, 12. Oktober 2014): Das Goldtor von Janko-Ersatz Okotie und eine Glanzparade vom Almer ermöglichten den nächsten Schritt in Richtung Frankreich. Angesichts einer starken Leistung war der Sieg auch mehr als verdient. NOTE 1

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#26 ÖSTERREICH - RUSSLAND 1:0 (Wien, 15. November 2014): Es ging auch ohne David Alaba. Freilich war in einer umkämpften Partie auch ein wenig Glück dabei, die Russen trafen die Stange. In Minute 73 war es abermals Okotie, der Österreich jubeln ließ und einen goldenen Quali-Herbst vollendete. NOTE 2.

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#27 ÖSTERREICH - BRASILIEN 1:2 (Wien, 18. November 2014): Man darf Testspiele weder über- noch unterbewerten, aber die Leistung in dieser Partie hätte sich einen Achtungserfolg verdient. Firmino hatte mit seinem Traumtor kurz vor Schluss etwas dagegen. NOTE 2

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#28 LIECHTENSTEIN - ÖSTERREICH 0:5 (Vaduz, 27. März 2015): Dass Österreich dieses Spiel gewinnen muss und wird, war angesichts des Klassenunterschieds klar. Die Art und Weise ließ indes auf beeindruckende Art und Weise wenig Fragen offen. Wichtiger Bonus: In Minute 93 traf Arnautovic erstmals seit 2012 im Nationalteam. NOTE 1

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#29 ÖSTERREICH - BOSNIEN-HERZEGOWINA 1:1 (Wien, 31. März 2015): So dominant das ÖFB-Team durch die Quali rauschte, so durchschnittlich war auch in dieser Phase der Euphorie so manches Testspiel. Diese Partie bleib keine Ausnahme. NOTE 3

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#30 RUSSLAND - ÖSTERREICH 0:1 (Moskau, 14. Juni 2015): Die Art und Weise, wie Österreich in Moskau dominierte, sich durch den traumhaften Fallrückzieher von Janko belohnte und eigentlich noch höher hätte gewinnen können/müssen, sorgte für Staunen. Ein heißer Kandidat auf das beste Länderspiel unter Koller. NOTE 1

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#31 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 1:0 (Wien, 5. September 2015): Vor dem Anpfiff wurde ein Geduldsspiel befürchtet, es wurde auch eines. Junuzovic erlöste das ÖFB-Team in Minute 52. Pflicht erfüllt. NOTE 3

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#32 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 1:4 (Stockholm, 8. September 2015): Die Krönung! (Mehr muss man zu dieser Sternstunde, in der die Reise zur EURO nach Frankreich souverän gebucht wurde, wahrlich nicht sagen). NOTE 1

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#33 MONTENEGRO - ÖSTERREICH 2:3 (Podgorica, 9. Oktober 2015): Mit dem EM-Ticket in der Tasche legte die ÖFB-Elf eine miese erste Halbzeit hin, in der sie diverse Tugenden vermissen ließ. Nach der Pause riss man sich am Riemen, konzentrierte sich und feierte einen Last-Minute-Sieg. Immerhin. NOTE 3.

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#34 ÖSTERREICH - LIECHTENSTEIN 3:0 (Wien, 12. Oktober 2015): Das Spiel war wurscht, es zählte nur die Party. Fürs Protokoll die Torschützen: Arnautovic (12.), Janko (54., 57.). Ohne ihre Tore wäre das Fest womöglich weniger rauschend gewesen. NOTE 2.

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#35 ÖSTERREICH - SCHWEIZ 1:2 (Wien, 17. November 2015): Im letzten Länderspiel des Jahres setzte es doch noch die erste Niederlage, und das ausgerechnet gegen Kollers Heimatland. Das erste der beiden Tore von Seferovic fiel unter die Kategorie Slapstick - und weitere sollten in den kommenden Monaten folgen. NOTE 3.

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#36 ÖSTERREICH - ALBANIEN 2:1 (Wien, 26. März 2016): Österreich überrollte die Gäste zu Beginn mit zwei schnellen Toren von Marc Janko und Martin Harnik, danach folgte viel zu viel Leerlauf, sodass die Koller-Elf sogar noch ins Wanken kam. Aber immerhin war es der erste Testspiel-Sieg seit dem 2:1 in Tschechien im Juni 2014. NOTE 3.

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#37 ÖSTERREICH - TÜRKEI 1:2 (Wien, 29. März 2016): Keine schlechte Leistung, aber der kapitale Aussetzer von Goalie Ramazan Özcan zum 1:2 war nicht gerade ein Vorteil für den Spielverlauf. NOTE 4.

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#38 ÖSTERREICH - MALTA 2:1 (Klagenfurt, 31. Mai 2016): Ein Probegalopp nach Schweiz-Trainingslager. Marko Arnautovic und Alessandro Schöpf mit seinem Debüt-Tor machten früh alles klar, danach viel Leerlauf. Der Konzentrationsfehler beim Eigentor von David Alaba war der nächste Slapstick-Gegentreffer und sollte sinnbildlich für das sein, was folgen sollte. NOTE 4.

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#39 ÖSTERREICH - NIEDERLANDE 0:2 (Wien, 4. Juni 2016): Auch die verpatzte Generalprobe für die EURO brachte die Alarmglocken nicht laut genug zum Schrillen. NOTE 4.

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#40 ÖSTERREICH - UNGARN 0:2 (Bordeaux, 14. Juni 2016): In dieser Partie ging alles, wirklich alles, schief. Der Anfang vom EURO-Ende. NOTE 5.

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#41 PORTUGAL - ÖSTERREICH 0:0 (Paris, 18. Juni 2016): Das verunsicherte ÖFB-Team zittert sich mit großem Einsatz, ebenso großem Glück und einem Cristiano Ronaldo in Spendierlaune zu seinem einzigen EM-Punkt. Eine Ausnahmeleistung von Goalie Robert Almer hebt die Note. NOTE 4.

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#42 ISLAND - ÖSTERREICH 2:1 (Paris, 22. Juni 2016): Das Dreierketten-Experiment vor der Pause ging schief. Bis auf Alessandro Schöpf hatte auch kein ÖFB-Kicker sein Visier richtig eingestellt. Auf der "Haben-Seite" steht, dass die zweite Halbzeit die beste beim Turnier war. Aber mehr Pflichtsieg wäre nicht gegangen, deshalb ein gefühlter Tiefpunkt. NOTE 5.

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#43 GEORGIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Tiflis, 5. September 2016): Tiflis ist ein hartes Pflaster. Das ÖFB-Team meisterte diese Aufgabe bis auf eine holprige Schluss-Viertelstunde letztlich souverän und fühlte sich nach der verpatzten EURO wieder auf Kurs. Ein Irrtum. Die Partie ging übrigens als Markus Suttners einziges Pflichtspiel von Beginn an in Österreichs Fußball-Geschichte ein. NOTE 2.

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#44 ÖSTERREICH - WALES 2:2 (Wien, 6. Oktober 2016): Koller überraschte mit Kevin Wimmer als Linksverteidiger, der bei einem Eigentor Pech hatte. Dumme Gegentreffer egalisierte ein Marko Arnautovic in Überform mit einem Doppelpack. Die Partie bot Licht und Schatten, daher: NOTE 3.

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#45 SERBIEN - ÖSTERREICH 3:2 (Belgrad, 9. Oktober 2016): In der Offensive eine ansprechende Leistung, man hätte mehr Tore erzielen können. Aber in der Rückwärtsbewegung war das teils stümperhaft. Auswärts solche Tore zu kassieren, ist nur schwer verständlich. NOTE 4.

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#46 ÖSTERREICH - IRLAND 0:1 (Wien, 12. November 2016): Der "Kniefall" von Kevin Wimmer, der als Linksverteidiger einmal mehr unglücklich agierte, leitete diese bittere Heim-Pleite ein. Nach vorne hin agierte das ÖFB-Team viel zu ideenlos. NOTE 5.

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#47 ÖSTERREICH - SLOWAKEI 0:0 (Wien, 15. November 2016): Die B-Elf des ÖFB legte einen Langeweiler hin. Ein mühsamer Test, der unterm Strich nur für Debütanten wie Andreas Lukse, Michael Madl oder Stefan Stangl von großem Wert ist. NOTE 4.

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#48 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 2:0 (Wien, 24. März 2017): Koller setzte auf eine Dreierkette, seine Schützlinge auf Geduld. Dank zweier Tore in der Schlussphase wird die Pflicht letztlich erfüllt. Zwar glanzlos, aber nur die drei Punkte zählen. NOTE 3.

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#49 ÖSTERREICH - FINNLAND 1:1 (Innsbruck, 28. März 2017): Die erste Halbzeit geht mit der Dreierkette ziemlich daneben, nach der Pause bringen die Rückkehr zum 4-2-3-1 und Joker Marko Arnautovic Schwung. Alles in allem ein biederer Test. NOTE 4.

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Abgesehen von Tottenham-Legionär Wimmer tendiert die ÖFB-Erfahrung gegen null, was zu gleichen Teilen die Chance auf neue Impulse sowie Risko mit sich bringt. Bezüglich der Einsatz-Chancen dieser Herrschaften sind der Fantasie im Prinzip keine Grenzen gesetzt, Varianten gibt es zur Genüge.

Kann man es ausschließen, dass sich zum Beispiel der in Topform befindliche Shootingstar Konrad Laimer, dessen Verhalten in der Balleroberung gut zu dieser Partie passen könnte, oder der bei seinem Debüt gegen Finnland solide Florian Grillitsch im Training aufgedrängt haben? Natürlich nicht. In einem 3-5-2-System mit Burgstaller/Harnik an vorderster Front und Alaba auf der linken Seite wäre auch ein Platz im Zentrum frei.

Wo spielt Alaba?

Wie überhaupt - systemunabhängig - die Positionierung Alabas eine der spannenderen Fragen ist. Denn je nachdem, wo der Allrounder aufgeboten wird, könnte woanders eine Planstelle frei werden. Bei der Dreierketten-Variante gegen Moldawien spielte er links, bei jener gegen Finnland im Zentrum.

Im 4-2-3-1 ist der letztgültige Stand, dass der Bayern-Star der Mannschaft im Mittelfeld-Zentrum am besten helfen kann. Den 24-Jährigen am Ende doch in seiner Vereins-Position als Linksverteidiger aufzubieten und diese ewige Diskussion zu beenden, wäre freilich eine wirkliche Überraschung - gerade jetzt, wo diese Frage ausnahmsweise einmal nicht intensiv debattiert wird.

Aber gänzlich ausschließen kann man im Länderspiel-Jahr 2017 wenig bis gar nichts.

Alle Debütanten in der Teamchef-Ära von Marcel Koller in der LAOLA1-Zeitreise:

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ROBERT ALMER - 15. November 2011: Ukraine - Österreich 2:1 - 33 Länderspiele/0 Tore

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MARKUS SUTTNER - 29. Februar 2012: Österreich - Finnland 3:1 - 20/0

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GUIDO BURGSTALLER - 29. Februar 2012: Österreich - Finnland 3:1 - 10/0

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HEINZ LINDNER - 1. Juni 2012: Österreich - Ukraine 3:2 - 10/0

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PATRICK BÜRGER - 1. Juni 2012: Österreich - Ukraine 3:2 - 2/0

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MARCEL SABITZER - 5. Juni 2012: Österreich - Rumänien 0:0 - 27/4

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ANDREAS WEIMANN - 12. Oktober 2012: Kasachstan - Österreich 0:0 - 14/0

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MARTIN HINTEREGGER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 24/1

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LUKAS HINTERSEER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 12/0

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PHILIPP ZULECHNER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 1/0

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KEVIN WIMMER - 19. November 2013: Österreich - USA 1:0 - 8/0

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STEFAN ILSANKER - 30. Mai 2014: Österreich - Island 1:1 - 23/0

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VALENTINO LAZARO - 30. Mai 2014: Österreich - Island 1:1 - 7/0

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MICHAEL LIENDL - 3. Juni 2014: Tschechien - Österreich 1:2 - 1/0

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MARCO DJURICIN - 27. März 2015: Liechtenstein - Österreich 0:5 - 2/0

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KARIM ONISIWO - 17. November 2015: Österreich - Schweiz 1:2 - 2/0

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FLORIAN KAINZ - 17. November 2015: Österreich - Schweiz 1:2 - 1/0

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ALESSANDRO SCHÖPF - 26. März 2016: Österreich - Albanien 2:1 - 12/2

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MICHAEL GREGORITSCH - 5. September 2016: Georgien - Österreich 1:2 - 2/0

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LOUIS SCHAUB - 6. Oktober 2016: Österreich - Wales 2:2 - 2/0

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ANDREAS LUKSE - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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MICHAEL MADL - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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STEFAN STANGL - 15. November 2016: Österreich - Slowakei 0:0 - 1/0

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FLORIAN GRILLITSCH - 28. März 2017: Österreich - Finnland 1:1 - 1/0

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STEFAN LAINER - 28. März 2017: Österreich - Finnland 1:1 - 1/0

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