Hinteregger weiter Option als Linksverteidiger?

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Das Gedankenspiel, dass Martin Hinteregger in Irland eine Option als Linksverteidiger sein würde, konnte man schon während des Lehrgangs in Stegersbach anstellen.

Der Augsburg-Legionär war schließlich eines der wichtigsten Puzzlestücke im ÖFB-Verwirrspiel, ob man in Dublin mit Vierer- oder Dreierkette antreten würde.

"Ich habe diese Woche viele Gespräche mit dem Teamchef geführt und schon gewusst, dass ich dort spielen werde", verrät der 24-Jährige.

Koller wiederum entwickelte diesen Plan seit Ende März, nachdem Hinteregger im Test gegen Finnland links in der Viererkette aushalf: "Ich habe ihn damals gefragt, ob er sich das vorstellen könnte und er hat zugesagt. Er hat es gut umgesetzt und zufriedenstellend gelöst."

Die Highlights der Partie:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Der nächste Erbe von Fuchs

"Das größte Potenzial habe ich natürlich als Innenverteidiger, aber wenn mich der Trainer links hinten braucht, kann ich auch dort gute Leistungen bringen. Ich bin zurzeit sehr gut in Form, habe eine gute Saison gespielt. Ich denke, ich habe meine Aufgabe ganz gut gemeistert", erklärt Hinteregger.

Der Kärntner ist der nächste in der Liste der Erben von Christian Fuchs, der durch seinen Rücktritt die größte Problemzone im ÖFB-Aufgebot geschaffen hat. Sein langjähriger Backup Markus Suttner durfte zum WM-Quali-Auftakt in Georgien ran, entsprach nicht und ist inzwischen zurückgetreten.

Tottenham-Legionär Kevin Wimmer ist wie Hinteregger Innenverteidiger. Der Oberösterreicher wurde im Herbst ausprobiert, seine Stärken liegen jedoch fraglos woanders. Salzburg-Kicker Stefan Stangl muss sich erst einmal auf Vereinsebene etablieren und im Falle eines Verbleibs in der Mozartstadt an Platzhirsch Andreas Ulmer vorbeikommen. Der wiederum ist spätestens nach "Wedding-Gate" kein Thema mehr im Nationalteam. Und David Alaba? Tja...

Weitere Zukunft als Linksverteidiger?

Da das 4-2-3-1-System in den Plänen von Koller offenbar nach wie vor das größte Vertrauen genießt, drängt sich also die Frage auf, ob Hinteregger sich diese Rolle weiterhin vorstellen kann - zumindest bis mittelfristig eine andere Lösung aufgebaut wird.

Die Abwehrkraft ist spürbar zwiegespalten. Einerseits gibt er zu bedenken: "Es wäre natürlich schon ein Vorteil, wenn man die Position auch im Verein spielt und nicht nur alle zwei Monate als Linksverteidiger einspringt."

Andererseits fühlt er sich der Aufgabe gewachsen: "Natürlich habe ich das Selbstvertrauen, dass ich sage, ich würde es mir zutrauen. Wenn mich die Mannschaft dort am besten brauchen kann, dann bin ich da. Mein Potenzial ist in der Innenverteidigung am größten, aber ich kann auch links hinten gute Leistungen bringen."

Freude über Tor und Trick

Abgerundet wurde Hintereggers gute Leistung in Dublin durch seinen Treffer zum 1:0, wenngleich der ob der originellen Eckball-Variante nichts mit seiner Position zu tun hatte.

"Diesen Trick haben wir schon gegen Moldawien probiert, da hat es nicht ganz so funktioniert. In Stegersbach haben wir ihn wieder trainiert, diesmal ist er aufgegangen", verrät der "Neo-Goalgetter", für den es bereits das zweite Tor im Rahmen der WM-Qualifikation ist, auch in Georgien durfte er jubeln.

"Wenn man die Wichtigkeit des Tors betrachtet, war die Freude schon riesig. Durch das späte 1:1 ist sie ein wenig gedämpft worden, aber natürlich ist ein Tor immer etwas Schönes", betont Hinteregger.

Warum ÖFB den Vorsprung verspielte

"Siegtorschütze" wäre natürlich das wesentlich erstrebenswertere Attribut gewesen als "Schütze des 1:0". Das Remis nach spätem Ausgleich bezeichnet der Blondschopf als "bitter".

Seine Begründung, warum Rot-Weiß-Rot den Vorsprung nicht über die Zeit retten konnte? "Wir haben im Laufe der zweiten Halbzeit immer mehr das Spiel der Iren angenommen, den Ball nicht mehr flach gehalten, sondern nur noch hoch von hinten raus gespielt. Das hat Irland natürlich in die Karten gespielt, da sie viele große Spieler haben. Trotzdem hatten wir Chancen auf Tore. Bei einem 2:0 wäre die Luft draußen gewesen, so sind sie von Minute zu Minute stärker gworden, haben noch längere Bälle gespielt - gefühlt sind die Stürmer und andere Spieler noch um weitere Zentimeter größer geworden. Natürlich ist es bitter, aber der Druck wurde immer größer und wir konnten die hohen Bälle letztendlich nicht mehr verteidigen."

Dazu kam, dass die Atmosphäre im Aviva Stadium zunahm, je näher die irischen Fans ihre Mannschaft am Ausgleich wähnten. Vom Hocker haute Hinteregger die Stimmung im "Hexenkessel" jedoch nicht: "In der ersten Halbzeit ist es mir gar nicht so extrem vorgekommen. Natürlich, als die Bälle hoch in den Sechzehner gekommen sind, waren auch die Fans da, und die sind schon richtig gut. Aber beeindruckt hat es mich keineswegs."

"Die WM-Chance ist nicht besser geworden"

Nicht gerade beeindruckend ist auch die ÖFB-Ausbeute im Verlauf der bisherigen Qualifikation - acht Zähler aus sechs Partien. "Die Chance ist nicht besser geworden, aber sie ist immer noch am Leben", betont der 25-fache Internationale.

Jetzt hilft nur noch ein Siegeszug: "Natürlich wissen wir, dass es in den letzten vier Spielen nichts anderes als vier Siege geben muss, wenn wir noch um Platz eins mitreden wollen. Aber ein X ist besser als eine Niederlage, wir haben die Chance gewahrt."

Was seine Hoffnung nährt, dass es schon am 2. September in Wales mit drei Punkten klappt? "Wir haben Qualität in der Mannschaft, und schon für das nächste Spiel kommen viele Spieler zurück, vor allem Marko Arnautovic ist ein entscheidender Spieler."

Bleibt Hinteregger in einer Viererkette auf der linken Seite, wäre der Stoke-Legionär sein unmittelbarer Vordermann.


Der bittere Ausgleich:


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Textquelle: © LAOLA1.at

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