Einzelkritik zu Irland gegen Österreich

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Lange sah es nach einem Sieg für das ÖFB-Team aus, am Ende wurde es ein bitteres 1:1 im WM-Quali-Spiel in Irland.

Die Chance auf eine Teilnahme an der WM-Endrunde in Russland 2018 wird immer kleiner, Österreich müsste wohl die letzten vier Quali-Spiele gewinnen, um auf den WM-Zug aufzuspringen.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend):

Die Highlights der Partie:

HEINZ LINDNER (Eintracht Frankfurt/11 Länderspiele), 90 Minuten, Note: 3

Dass der Frankfurt-Legionär zur Nummer 1 im ÖFB-Team aufgerückt ist, sorgte vielerorts durchaus für Bauchschmerzen. Diese können nach diesem Auftritt vorerst abklingen. Er machte über weite Strecken die vielen „kleinen“ Sachen richtig, so stand er bei Standards seinen Mann, spielte (meistens) gut mit und rettete Lainer vor einem Eigentor. Dieser „revanchierte“ sich wiederum mit einer Rettungstat nach dem einzigen gravierenden Patzer des ÖFB-Keepers. Beim Tor von Walters machtlos.

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STEFAN LAINER (RB Salzburg/2/0 Tore), 90 Minuten, Note: 3

Die Überraschung in der ÖFB-Startelf! Dass der Salzburg-Kicker in Dublin zu seinem ersten Nationalteam-Einsatz von Anfang an kommen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Mit seinem kernigen Spielstil passt er freilich zu den Insel-Kickern und ließ sich auch nicht die Schneid abkaufen. Natürlich kann man die Rechtsverteidiger-Rolle nach vorne hin aktiver interpretieren, defensiv ließ er Irland-Star James McClean jedoch trotz der einen oder anderen Unsicherheit kaum zur Geltung kommen. Dank der Rettungstat von Lindner blieb ihm ein Eigentor erspart, erfreulicherweise beglich Lainer die Rechnung mit seiner Rettungstat auf der Linie umgehend.

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ALEKSANDAR DRAGOVIC (Bayer Leverkusen/56/1 Tor), 90 Minuten, Note: 4

Es war nicht die Saison des Leverkusen-Legionärs, weshalb es sein Ziel war, mit einem positiven Auftritt in den Urlaub zu starten. Das gelang die längste Zeit, leider nicht bis zum Ende. Seine Rettungstat gegen Walters war enorm wichtig, leider verlor er beim 1:1 gegen ebenjenen den entscheidenden Zweikampf. Dabei behinderte ihn bereits eine Wadenverletzung, wegen der er zuvor öfters behandelt worden war. Der bittere Gegentreffer überschattet eine eigentlich solide Leistung.

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SEBASTIAN PRÖDL (Watford/62/4), 90 Minuten, Note: 3

Eine interessante Variante, Rechtsfuß Prödl auf der linken Innenverteidiger-Position zu nominieren – das war in der Vergangenheit in der Kombination mit Dragovic zumeist anders. Beim Herausspielen führte der „falsche“ Fuß bisweilen zu Umständlichkeiten. Aber alles in allem sind genau das die Partien, die dem England-Legionär liegen. Er hat seine gute Vereins-Form aus Watford ins ÖFB-Dress übertragen, stand in der Abwehrzentrale sicher und klärte immer wieder. Beim Gegentreffer sah er wie Dragovic alles andere als gut aus, hätte seinen Abwehr-Partner besser absichern und unterstützen müssen.

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MARTIN HINTEREGGER (FC Augsburg/25/2), 90 Minuten, Note: 2

Wie heißt es so schön? Ausgerechnet! Ob es sich Koller im Falle einer Viererkette tatsächlich trauen würde, Hinteregger als Linksverteidiger aufzubieten, war eine der spannendsten Fragen im Vorfeld der Partie. Er traute sich, und der Augsburg-Legionär bedankte sich mit seinem kaltschnäuzigen Abschluss zur 1:0-Führung. Es steht außer Frage, dass Hinteregger nicht das Profil eines klassischen Linksverteidigers erfüllt, aber er versuchte sich durchaus auch mit dem einen oder anderen Vorstoß in die gegnerische Hälfte. Defensiv stand er ohnehin sicher. Nach dem Treffer in Georgien durfte der Kärntner somit bereits zum zweiten Mal in dieser WM-Quali jubeln.

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VIDEO - Dieser Treffer kostet Österreich den Sieg:

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VALENTINO LAZARO (RB Salzburg/7/0), 90 Minuten, Note: 3

Eigentlich eine Etappe weiter hinten erwartet, durfte sich der Salzburg-Kicker diesmal auf seiner angestammten Position am rechten Flügel versuchen. Der 21-Jährige probierte einiges, hatte auch beim einen oder anderen guten Angriff seine Füße im Spiel. Zählbares kam wenig heraus, aber in Ordnung.

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JULIAN BAUMGARTLINGER (Bayer Leverkusen/54/1), 90 Minuten, Note: 3

Ruhe am Ball, Übersicht, die ordnende Hand – gut, dass der Kapitän wieder mit von der Partie war. Mit seiner körperlichen Präsenz war er gegen die robusten Iren enorm wichtig. Als Ballverteiler zudem wertvoll, wenn es darum ging, das Spielgerät in den eigenen Reihen zu halten – mit 87,2 Prozent hatte er souverän die beste Passquote aller ÖFB-Kicker. Im Spielaufbau jedoch mit dem ein oder anderen leichtfertigen Ballverlust.

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ZLATKO JUNUZOVIC (Bremen/55/7), bis 79. Minute, Note: 4

Wie beim 2:2 im Jahr 2013 ein „Lieblings-Opfer“ der Iren, teilweise wurde er in Rugby-Manier abgeklopft. Doch der Werder-Legionär stemmte sich dagegen und teilte bisweilen auch fleißig aus. Kämpferisch top, kam er diesmal spielerisch nicht wie gewohnt ins Spiel. Sein erstes „Schüsschen“ nach vier Minuten fiel zu schwach aus, seine Chance unmittelbar nach der Pause wurde geblockt. Nach 79 Minuten durch seinen bisherigen Werder-Kollegen Grillitsch ersetzt.

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DAVID ALABA (Bayern München/57/11), 90 Minuten, Note: 4

Der Bayern-Star würde dort spielen, wo er für die Mannschaft am wertvollsten ist, kündigte Koller vor der Partie an. Dies ist für den Teamchef im Falle einer Viererkette weiterhin das zentrale Mittelfeld. Sagen wir so: Alaba war schon wertvoller. Die vergebene Großchance in Minute 48 symbolisierte seinen Auftritt recht gut. Alles in allem ein wenig auffälliger Auftritt - für einen Spieler mit seinem Potenzial zu wenig.

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FLORIAN KAINZ (Bremen/2/0), bis 90. Minute, Note: 3

Wie erwartet fiel die Wahl als „Arnautovic-Ersatz“ auf den Werder-Legionär, der wie Lainer sein erstes Länderspiel von Beginn an absolvierte – nach zuvor ganzen acht Minuten A-Team-Erfahrung (im Test gegen die Schweiz im November 2015) durchaus eine Herausforderung. Kainz pfiff sich jedoch wenig, spielte couragiert, hatte seine Momente. So fand er etwa mit dem Querpass zur Junuzovic-Chance in Minute vier gleich gut ins Spiel, oder bereitete kurz nach Wiederanpfiff die Alaba-Möglichkeit vor. Hat sich für weitere Bewährungsproben empfohlen.

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GUIDO BURGSTALLER (Schalke/11/0), bis 75. Minute, Note: 4

Lauffreudig und zweikampfstark, aber trotzdem abgemeldet. Der Schalke-Legionär läuft seinem ersten Länderspiel-Tor auch nach dem Gastspiel im Aviva Stadium hinterher. Offensiv kam wenig, die irische Innenverteidigung hatte ihn gut im Griff, aber man sollte die Wertigkeit seiner vielen in der Rückwärtsbewegung abgespulten Kilometer nicht unterschätzen. Nach 75 Minuten machte er für Harnik Platz.

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MARTIN HARNIK (Hannover 96/66/15), ab 75. Minute, Note: Zu kurz eingesetzt

Der Hannover-Legionär ersetzte Burstaller, um via Konter für Entlastung zu sorgen. Dies gelang nicht wie erhofft, Österreich konnte die Führung nicht drüberretten.


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FLORIAN GRILLITSCH (Bremen/2/0), ab 79. Minute, Note: Zu kurz eingesetzt

Der zukünftige Hoffenheimer hätte unmittelbar vor dem 1:1-Ausgleich der Iren zum Helden werden können, doch er vergab die Topchance zum 2:0. Schade.


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MICHAEL GREGORITSCH (HSV/3/0), ab 90. Minute, Note: Zu kurz eingesetzt

Textquelle: © LAOLA1.at

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