Mittelhandbruch bei Arnautovic: "Spiele mit Füßen"

 

Was schmerzhafte Blessuren betrifft, bleibt Marko Arnautovic bei diesem ÖFB-Lehgang wenig erspart.

Nach seinem Schlag auf das Schienbein beim Russland-Spiel zog sich der West-Ham-Legionär am Donnerstag beim Training einen Mittelhandbruch, konkret eine kleine Absplitterung im rechten Mittelhandknochen, zu.

"Nach dem Training habe ich nicht so viel gespürt, aber irgendwann am Abend hat bei den Bewegungen alles bockiert. Dann bin ich mit dem Doktor ins Krankenhaus gefahren. Aber es ist nichts Schlimmes. Jetzt habe ich halt das Ding für drei Wochen", deutet Arnautovic auf seinen Sportgips und ist bereits wieder zum Scherzen aufgelegt:

"Jetzt haben die Leute drei Wochen lang Angst vor mir, denn das kann richtig weh tun, wenn ich damit aushole."

Arnautovic: "Ich spiele ja nicht mit meinen Händen"

Einem Einsatz gegen Brasilien steht sowieso nichts im Weg: "Wann kann ich nicht spielen? Es stört mich gar nicht. Ich spiele ja nicht mit meinen Händen, ich spiele mit meinen Füßen. Wenn die Füße irgendwas hätten, sollte man ein bisschen nervös sein, aber die Hand ist die Hand. Ich muss nur schreiben können."

Den Spruch, dass es so gesehen mit seiner Vertragsunterschrift bei Manchester United schwieriger werden könnte, nimmt der 29-Jährige gelassen hin, da sich in seinem am Montag beginnenden Urlaub ohnehin nichts tun würde:

"Mit Beginn des Urlaubs nehme ich mein Telefon, lege es neben mein Bett und konzentriere mich ausschließlich auf meine Kinder, meine Frau und meine ganz Familie. Der Rest interessiert mich nicht!"

Und um ungleichmäßige Bräune an seinen beiden Händen macht er sich trotz Gips auch keine Sorgen: "Dann nehm ich ihn runter. Ich bewege die Hand ja eh nicht."

Ausdauerndes Autogrammschreiben

Dem Verdacht, dass der Knochen am Mittwoch beim Autogrammeschreiben nach dem öffentlichen Training bereits stark belastet wurde, kann Arnautovic mit Augenzwinkern einiges abgewinnen: "Wahrscheinlich habe ich die Hand damit schon gereizt."

Der Wiener gehörte zu den ÖFB-Kickern, die sich am längsten für die Fans Zeit nahmen: "Für mich war es außergewöhnlich, dass sich die Leute die Zeit genommen haben. Es hat geschüttet, sie sind aber trotzdem gekommen und haben auf uns gewartet. Also habe ich persönlich mir vorgenommen, dass ich da mal durchgehe."

In Innsbruck habe er nur die Hälfte der wartenden Anhänger geschafft und danach Sprüche gehört: "Also habe ich mir gedacht, die Kinder kommen extra wegen uns. Wenn sie dann kein Foto oder Autogramm bekommen, beginnen sie zu weinen. Das will ich nicht hören, da ich es selber nicht mag, wenn meine Kinder weinen. Deshalb bin ich durchgegangen. Wenn es länger dauert, dauert es halt länger - und ich habe lange gebraucht."

Grinsender Nachsatz: "Wobei mir vorgekommen ist, ein paar Kinder sind zehn Mal statt ein Mal gekommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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