Konrad Laimer ist zurück: "Strotze vor Energie"

Konrad Laimer ist zurück: Foto: © GEPA
 

Man kann durchaus behaupten, dass Konrad Laimer darauf brennt, Österreich bei der EURO zu vertreten.

Nach einer verletzungsbedingt äußerst schwierigen Saison soll die Europameisterschaft eine Art Happy End für den Leipzig-Legionär darstellen.

Urlaubsreif ist er nach dem harten Kampf zurück jedenfalls keineswegs.

"Wenn die Saison jetzt für mich zu Ende gewesen wäre, hätte es sich komisch angefühlt. Endlich wieder in Schwung zu kommen, Spaß an der Sache zu haben, einfach wieder am Platz zu stehen und zu kicken - und dann müsstest du in den Urlaub? Ich strotze vor Energie und bin bereit für das, was kommt", versichert Laimer vor seinem möglichen ÖFB-Comeback gegen England (21 Uhr im LIVE-Ticker) und ergänzt:

"Ich freue mich auf die Trainingseinheiten und Spiele. Das ist genau das, was ich jetzt brauche. Einfach wieder Fußball zu spielen, was ich jetzt so lange nicht machen konnte. Es ist einfach schön, wieder dabei zu sein!"

Viele Downs

Laimer, der vergangene Woche seinen 24. Geburtstag gefeiert hat, präsentiert sich in der Tat energiegeladen. In den vergangenen Monaten war der Salzburger keinesfalls derart sorgenfrei.

Letztlich legte er nach langwieriger Knieverletzung eine Punktlandung in Sachen EURO-Teilnahme hin. Inklusive DFB-Pokal-Finale kam er im Saison-Finish zu vier Einsätzen für die "Roten Bullen", einen davon von Beginn an.

Davor? Jede Menge Frust.

"Ich habe viele Downs erleben müssen. Es war keine einfache Situation und keine einfache Verletzung", berichtet Laimer.

Ursprünglich hieß es, dass er vier bis sechs Wochen fehlen werde. Letztlich verpasste er fast die ganze Saison. Im folgenden VIDEO schildert der Mittelfeldspieler, dass "leider sehr viel schief gelaufen ist":

Fürs Leben und die zukünftige Karriere lernen

Laimer spricht davon, dass er die Erkenntnisse dieser Leidenszeit in die nächsten zehn Jahre seiner Karriere einfließen lassen möchte.

"Man lernt viel aus solchen Sachen - erstens fürs Leben, zweitens für meine zukünftige Karriere", erklärt der 24-Jährige und konkretisiert:

"Wenn man meinen Karriereverlauf sieht, ist davor immer alles super gelaufen, im Endeffekt habe ich mich wirklich nie aufregen können. Die vergangene Saison war ein großer Dämpfer. Man nimmt etwa die harte Arbeit in der Reha mit fürs Leben. Ich glaube, viele wissen gar nicht, dass man wahrscheinlich noch viel mehr trainiert, als wenn man fit ist. Zudem lernt man seinen Körper besser kennen. Was tut einem gut? Was braucht man, um auf höchstem Niveau maximale Leistung zu bringen?"

"Ich habe einige Sachen für mich entdeckt, die mir gut tun und die mir in den nächsten zehn Jahren meiner Karriere helfen werden, alle drei, vier Tage in jedem Spiel die maximale Leistung auf den Platz zu bringen", so der Blondschopf weiter.

Bereit für das, was kommt

Während Laimer tendenziell frischer als andere Kadermitglieder, die eine intensive Saison in den Beinen haben, in die EM-Vorbereitung gestartet ist, fehlt ihm naturgemäß vergleichsweise die Spielpraxis.

"Wenn es uns gelingt, dass jeder für die Mannschaft auf den Platz bringt, was er individuell kann, können wir eine richtig geile EM spielen."

Konrad Laimer

Laimer selbst verweist darauf, dass er bereits seit April voll im Mannschaftstraining stehen würde:

"Es ist nicht so, dass ich ganz am Anfang stehe und bis jetzt gar kein Spiel mehr gehabt hätte. Jetzt kommt noch eine lange Vorbereitung mit zwei Testspielen. Ich bin immer schon der Typ gewesen, der sich da nicht schwer tut. Ich denke, dass ich mit meiner Spielweise schnell wieder Fuß fassen werde. Wie gut es unterm Strich läuft, kann man nicht vorhersagen, aber ich habe hart daran gearbeitet, dass ich hier sitze. Ich bin fit, ich bin schmerzfrei und bereit für das, was kommt."

"Können eine richtig geile EM spielen"

Der Leipzig-Legionär zählt zu den Rückkehrern ins Aufgebot und könnte ein entscheidendes Puzzle-Teil sein, um sich wesentlich besser zu präsentieren als zuletzt. Seine Abwesenheit dauerte besonders lange, schließlich ist er erstmals seit November 2019 wieder mit von der ÖFB-Partie.

In der Zwischenzeit habe er natürlich alle Spiele des ÖFB-Teams verfolgt, fühle sich jedoch nicht in der Position, um Manöverkritik zu üben. Die Zweifel an der Stimmung innerhalb des Nationalteams teilt er ebenso nicht:

"Wie mich die Mannschaft wieder aufgenommen hat, ist einfach das Schöne daran. Du kommst nach so langer Zeit - rund eineinhalb Jahre - wieder zurück, nach Corona und nach so einer schweren Verletzung, und es ist, als wäre ich nie weggewesen."

"Das zeigt, welch geile Truppe wir hier sind, mit vielen verschiedenen Typen, mit vielen verschiedenen Spielern. Ich glaube, wenn es uns gelingt, dass jeder für die Mannschaft auf den Platz bringt, was er individuell kann, können wir eine richtig geile EM spielen."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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