Kraetschmer zu Ruttensteiner-Aus: "Eine Ente!"

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Was passiert am Samstag bei der Präsidiumssitzung des ÖFB?

Eine Frage, über die sich Fußball-Österreich derzeit wesentlich intensiver Gedanken macht als über das WM-Qualifikationsspiel einen Tag zuvor gegen Serbien (20:45 Uhr).

Hieß es zunächst, dass Sportdirektor Willi Ruttensteiner dort seine Analyse der sportlichen Talfahrt präsentieren soll, scheint die Ablöse des 54-Jährigen durch eine Mehrheit der Landespräsidenten nach übereinstimmenden Berichten der "Presse" und des "Kurier" bereits beschlossene Sache.

U19-Teamchef Peter Schöttel soll als Nachfolger feststehen (LAOLA1 berichtete).

Markus Kraetschmer, der als Bundesliga-Vorstand Teil des ÖFB-Präsidiums ist, will auf Nachfrage von LAOLA1 davon nichts wissen: "Eine absolute Ente! Wir haben in Gmunden einen Prozess gestartet, den wir nach bestem Wissen und Gewissen abarbeiten."

Ein fixes Aus von Ruttensteiner hält Kraetschmer für "absoluten Quatsch und ich weiß auch, was auf mich die nächsten Tage an Arbeit und an Gesprächen wartet."

Task Force spricht mit Ruttensteiner und anderen

"Es gibt noch keine definitive Entscheidung", so Kraetschmer, der betont, dass der ÖFB eine "gut strukturierte, möglichst überlegte und nicht von Emotionen getriebene Entscheidung treffen" will.

ÖFB-Präsident Leo Widntner bestätigte am Mittwoch, dass Schöttel eine Option sei und eine "professionelle Task Force" vorab ein Hearing durchgeführt habe.

Handelt es sich dabei um eine Gruppierung außerhalb des ÖFB? Kraetschmer: "Nein, es gibt keine Gruppierung außerhalb des Präsidiums, sondern es gibt eine Task Force, die vom Präsidium nominiert wurde. Diese führt Gespräche mit Willi Ruttensteiner, aber eben auch mit anderen Kandidaten."

Zudem mache sich die Task Force über die Struktur sehr intensive Gedanken. Es scheint also gut möglich, dass die Agenden des Sportdirektors auf zwei Personen aufgeteilt werden.

"Machen uns Gedanken und Sorgen"

"Die Task Force wird am Samstag dem Präsidium berichten und einen Vorschlag machen. Über diesen gilt es dann abzustimmen. Bis dahin gibt es keine Entscheidung", so Kraetschmer.

Welcher Name im Vorfeld genannt werde, sei für den Finanz-Vorstand von Austria Wien nicht wichtig: "Man muss ganz ehrlich sagen, dass wir seit der erfolgreichen Qualifikation für Frankreich nicht mehr die Performance abgeliefert haben wie zuvor. Da machen wir uns große Gedanken und da sind auch Sorgen dabei. Deshalb haben wir diesen Prozess gestartet. Das ist das Entscheidende."

"Es ist für den ÖFB und seine gesamte Entwicklung sehr wichtig, für die Sponsoren, die Partner und die Zuschauer, dass wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Das ist der Prozess, dem wir uns stellen. Dass jetzt das eine oder andere Medium die Situation nützt, um Berichte zu lancieren, muss man in dieser Phase akzeptieren. Wir müssen versuchen, das auszublenden, um die richtige Entscheidung für eine erfolgreiche Zukunft am Samstag zu treffen", so Kraetschmer.


Textquelle: © LAOLA1.at

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