Guido Burgstaller will keine Eintagsfliege sein

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Guido Burgstaller ist stolz, wieder für das österreichische Nationalteam auflaufen zu dürfen.

Mit einer Erwartungshaltung wie zurzeit angesichts seines Erfolgslaufs auf Schalke war der 27-Jährige im ÖFB-Dress noch nie konfrontiert.

Ob er selbst verblüfft sei, wie furios es in Gelsenkirchen für ihn klappt? "In manchen Momenten ist es schon schwierig, zu realisieren, ob das jetzt wirklich alles so abgelaufen ist. Aber ich nehme das mit, probiere, so weiterzumachen, damit es keine Eintagsfliege ist."


"Ich werde hart arbeiten und hoffe, dass ich auf Schalke weiter für Furore sorgen kann", so Burgstaller weiter.

Jetzt wird es Zeit...

Die Herausforderung, vor der die Offensivkraft nun steht, lautet, die Vereinserfolge auf das Nationalteam zu übertragen, auch dort keine Eintagsfliege zu sein und sich längerfristig als sportliche Bereicherung zu erweisen.

Hört man dem Kärntner zu, spürt man, dass er ein wenig damit hadert, dass er in seinen ersten neun Länderspielen vergeblich einem Tor hinterhergelaufen ist.

"Ich habe zuletzt in Nürnberg und auf Schalke meine Leistung abgeliefert. Jetzt wird es Zeit, dass ich es hier auch einmal mache", erklärt Burgstaller am Dienstag im Rahmen seines ÖFB-Medientermins.

Dass er ein blaues Trikot wie im Verein tragen sollte, wie von Teamchef Marcel Koller augenzwinkernd vorgeschlagen, sei nicht notwendig: "Ich habe auch schon in Nürnberg Rot getragen, dort habe ich auch Tore geschossen. Deswegen hoffe ich, dass es jetzt auch im Team endlich einmal klappt."

Nur nicht zu viel nachdenken

Endlich! Die Gefahr der Übermotivation liegt auf der Hand. Es im ÖFB-Dress erzwingen zu wollen, ist wohl der falsche Weg. Das sieht zumindest Koller so. Der Schweizer versucht, seinen Schützling in der mentalen Erfolgsspur zu halten:

"Ich kann ihm nur mitgeben, sich nicht zu viele Gedanken über das Warum und Wieso zu machen, sondern einfach das aktuelle Gefühl mitzunehmen. Er muss nicht anders spielen, er muss nicht weniger laufen. Das haben wir eh gerne, wenn jemand viel läuft, sich Möglichkeiten erarbeitet und fürs Team kämpft. Er muss einfach seine persönlichen Qualitäten einbringen und weiter Tore schießen."

Möglichkeiten hat sich Burgstaller immer schon viele erarbeitet, nur mit dem Verwerten hat es nicht immer wunschgemäß geklappt. So begründete der Teamchef noch im Herbst seinen Verzicht auf den damaligen Nürnberg-Legionär, obwohl dieser in der zweiten deutschen Liga wie am Fließband netzte.

"Guido ist uns früh aufgefallen, er hat schon 2012 bei uns gespielt. Die Geschichte mit dem Wechsel von Rapid nach England und später zu Nürnberg kennen wir ja. Er ackert unglaublich viel, ist beidfüßig und arbeitet sich immer wieder viele Möglichkeiten heraus. Damals hat ein bisschen die Ruhe vor dem Tor gefehlt. Die hat er jetzt gefunden", verdeutlicht Koller.

Präferenz für das Zentrum

Wo sie sich versteckt hatte, kann Burgstaller nicht aufklären: "Ich glaube, das kommt mit dem Alter, wenn man schon länger im Geschäft tätig ist und die Situationen schon öfters im Kopf hatte. Dann weiß man, wie man es besser lösen kann. In den letzten ein, zwei Jahren funktioniert es ganz gut vor dem Tor. Aber es gibt keinen speziellen Grund, warum das so ist."

Bleibt die Frage, auf welcher Position der offensive Allrounder am besten aufgehoben ist. Auf Schalke agiert er an vorderster Front, im ÖFB-Team kam er in der Vergangenheit zumeist auf dem Flügel zum Einsatz. Koller lässt die klare Präferenz durchblicken, Burgstaller im Fall der Fälle zentral aufzubieten:

"Aktuell passt bei ihm das Zentrum am besten, da er sich mit seiner Laufstärke überall auf dem Platz bewegen kann. Wenn du auf der Seite spielst, und das hat er bei Nürnberg, Rapid und auch bei uns getan, kannst du die Linie rauf und runtergehen. Im Zentrum kannst du nach links und rechts ausbrechen. Für seine läuferischen Qualitäten ist das optimal."

Für Österreich am optimalsten wäre es, wenn Burgstaller seine tolle Form in seinen ÖFB-Premieren-Treffer ummünzen könnte. Endlich!




Textquelle: © LAOLA1.at

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