Nach 90 Minuten vom Sieg überzeugt
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)
"Wären wir in Führung gegangen, bin ich der Überzeugung, dass wir das Spiel als Sieger verlassen hätten."
Das Level, welches das ÖFB-Team mit Fortdauer des Turniers erreicht hat, ist bemerkenswert und brachte mit den "Serientätern" aus Italien einen der großen Turnier-Favoriten an den Rand einer Niederlage.
30 Spiele en suite ungeschlagen, elf Spiele in Folge ohne Gegentor - zumindest die zweitere Statistik ist nun Geschichte.
Wie nah dran war man wirklich am Wunder von Wembley?
"Nach 90 Minuten waren wir alle davon überzeugt, dass wir das italienische Nationalteam so weit haben", bekräftigt Foda, "sie haben gespürt, dass wir ihnen Probleme bereiten, Der Glaube war riesig. Aber so ist es eben auf diesem Niveau gegen eine Mannschaft, die mit zu den Favoriten gehört. Die nutzt diese ein, zwei Situationen."
Foda beeindruckt Reaktion nach 0:2
Gerade beim ersten Gegentreffer habe man nicht gut verteidigt, moniert der Deutsche: "Das hätten wir verhindern können und müssen. Dann bist du in Rückstand, musst noch mehr öffnen. Das hat den Italienern auch in die Karten gespielt. Sie konnten dann mit ihrem dynamischen, schnellen Umschaltspiel noch die eine oder andere Situation kreieren. Und auch das zweite Tor wäre vermeidbar gewesen, aber so ist der Fußball. Tore fallen nach Fehlern."
Womit die Spieler definitiv Eindruck schinden konnten, war ihre Reaktion auf die beiden Gegentore. Sie steckten nicht auf und kamen durch Sasa Kalajdzic sogar noch zum Anschlusstreffer.
"Dieser Glaube der Spieler, auch nach dem 0:2 nicht aufzugeben, hat mich beeindruckt. Wir haben noch einige Wechsel vorgenommen, haben das 1:2 erzielt und hatten dann noch ein, zwei Möglichkeiten auf den Ausgleich. Dann wäre es ins Elfmeterschießen gegangen. Dann hätte man gesehen, wie das Spiel ausgegangen wäre."
Wenn der VAR nicht wäre...
Der erste Torjubel der Partie gehörte eigentlich Rot-weiß-Rot, doch der wurde bald im Keim erstickt. Der VAR brachte zu Tage, dass Marko Arnautovic ganz knapp im Abseits stand.
"Wären wir in Führung gegangen, bin ich der Überzeugung, dass wir das Spiel als Sieger verlassen hätten", mutmaßt Foda.
Während die erste Halbzeit noch Italien gehörte, drehte Österreich nach dem Seitenwechsel zunehmend auf.
"Wir haben in der Pause die Taktik geändert. Wir wollten im Zentrum noch kompakter stehen und dann die Umschaltmomente besser ausspielen. Wir hatten ein super Positionsspiel, der Gegner hatten keinen Zugriff auf unser Spiel. Sie standen dann sehr, sehr tief", analysiert Foda.
Das Land toll repräsentiert
Selbst habe man eine gute Dynamik im Spiel gehabt, ein gutes Passspiel nach vorne. Defensiv sei man über weite Strecken sehr stabil gewesen, bis auf ein, zwei Situationen habe man wenig zugelassen.
"Insofern war es über 120 Minuten eine sehr reife Leistung. Man sieht einfach, dass sie Mannschaft gierig war. Wir hatten einen guten Teamgeist innerhalb der Mannschaft, eine sehr gute Stimmung, einen guten Plan, eine gute Strategie", lobt der Teamchef.
Letztlich wäre laut Foda nach 120 Minuten ein Remis samt Penaltyschießen gerecht gewesen.
"Aber hätte, wenn und aber gibt es nicht im Fußball, das wissen wir. Trotzdem kann Österreich stolz sein. Die Mannschaft hat sich hier toll präsentiert, hat das Land toll repräsentiert. Am Ende des Tages sind auch das positive Faktoren."