Emir Dilaver: Keine ÖFB-Bemühungen, darum Bosnien!

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Emir Dilaver kann gegenwärtig bei Dinamo Zagreb wie zu seinen besten Zeiten bei der Wiener Austria in der Champions League auf die Beine geschaut werden. Gemeinsam mit Marin Leovac und Trainer Nenad Bjelica knüpfte der 28-Jährige an die beste Zeit bei den "Veilchen" an, während sich sein Ex-Verein in der heimischen Bundesliga müht.

Leistungen, die vom ÖFB bislang aber nicht mit Beachtung honoriert wurden - und in Zukunft wohl auch nicht mehr werden. Der Verteidiger orientiert sich mittlerweile in Richtung Bosnien.

"Es ist nie jemand auf mich zugekommen. Deswegen ist das Thema für mich auch, so glaube ich, erledigt. Wir haben genug Qualität in der österreichischen Nationalmannschaft", meint Dilaver bei "Sky" und beschwert sich auch über die mangelnde Medienpräsenz angesichts seiner Erfolge. "So wenig Medienpräsenz und Interview-Anfragen von österreichischer Seite, das war ziemlich enttäuschend. Ich bin österreichischer Staatsbürger und habe in Österreich alles erlernt, ich bin durch die ganze Schule der Austria durchgegangen und habe in den Nachwuchs-Nationalmannschaften gespielt - da war das für mich schon schmerzend."

Kein Bemühen von österreichischer Seite

Viel mehr Bemühen sei von bosnischer Seite dagewesen, wie er gegenüber der "Krone" ausführt: "Bosnien hat sich bei mir gemeldet - auch über den früheren Kapitän, Emir Spahic. Ich habe inzwischen in Österreich einen Antrag auf Doppelstaatsbürgerschaft eingereicht. Da habe ich einiges an Hilfe von der Austria bekommen, dafür bin ich ihnen sehr dankbar! Ich würde gerne fürs Nationalteam von Bosnien spielen - da sich Österreich wirklich gar nicht gemeldet hat bei mir, nie, nie einen Hauch von Interesse gezeigt hat..."

Dilaver, der in Tomislavgrad - damals Jugoslawien, heute Bosnien - geboren wurde, betrachtet Bosnien auch als seine zweite Heimat: "Natürlich gemeinsam mit Österreich! Wenn man zwei Heimaten hat, ist das ja auch schön."

Die momentane Lage seines Ex-Klubs, der Austria, betrachtet Dilaver natürlich: "Natürlich tut's mir leid für den Klub, da ich dort groß geworden bin. Aber es ist nicht so leicht, auch wegen der finanziellen Belastungen durch den Stadionausbau - da auch noch sportlich einiges zu machen, zu investieren. Der Fußball wird immer teurer, die Spieler wollen natürlich auch immer besser bezahlt werden."

Eine Lösung sieht er in jenem Weg, durch den auch er damals zur Stütze für die Violetten werden konnte: "Ich glaube, da muss man mehr in den Nachwuchs schauen - was jetzt aber auch gemacht wird. Ich glaube, wie man das jetzt anpackt, ist gar nicht so schlecht."

Textquelle: © LAOLA1.at

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