Färöer? "Die haben 4 Meter große Verteidiger!"

Färöer? Foto: © GEPA
 

Das österreichische Nationalteam fährt am Sonntagabend den erwarteten 3:1-Pflichtsieg gegen die Färöer Inseln ein (Spielbericht >>>). Ein Sieg, der allerdings nicht ohne den einen oder anderen Wackler über die Bühne ging.

Vor allem nach dem frühen Rückstand hatte man einige Minuten das Gefühl, man müsse sich auf das Schlimmste gefasst machen. Sonni Ragnar Nattestad war es, der die Färöer Inseln mit seinem Kopfballtreffer einige Minuten von der ganz großen Sensation träumen hat lassen.

Dass er sich beim Treffer unfair gegen ÖFB-Verteidiger Gernot Trauner zur Wehr setzte, wird ihm wohl, gelinde gesagt, egal gewesen sein. "Wir haben von Anfang an gut gespielt, sind dann unglücklich 0:1 in Rückstand geraten - die haben ja vier Meter große Innenverteidiger", streicht Aleksandar Dragovic nach dem Spiel beim "ORF" die Kopfballstärke der Färöer heraus.

ÖFB bekrittelt Verhalten bei Standards

Der Gegentreffer war nicht die einzige Aktion, in der Nattestad der ÖFB-Abwehr Probleme bereitete. "Der Innenverteidiger war zwei Meter gefühlt, wenn der Ball dann gut kommt, wird es auch schwierig zu verteidigen. Wir haben gesagt, wir wollen so wenig wie möglich zulassen über Standards. Das haben wir erste Hälfte nicht so gut gemacht", so Dragovic.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Natürlich ist es ein bisschen unangenehm, wenn du ein 0:1 hinten bist. Ich glaube, wir haben am Anfang zu viele Standards zugelassen. Wir haben gewusst, dass sie da extrem gefährlich sind, weil sie sich als kleine Nation darauf besinnen. Deshalb ist es schon ärgerlich, dass wir da wieder ein Tor bekommen haben", schlägt Christoph Baumgartner in die gleiche Kerbe wie sein Abwehr-Kollege.

Dennoch gelang es dem ÖFB-Team den Rückstand noch in Hälfte eins wettzumachen. Eingeläutet wurde das Comeback von Aleksandar Dragovic, der nach einer Ecke richtig stand und den Ausgleich besorgte. "Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, deshalb war es auch umso wichtiger, dass ich das Tor gemacht habe. Mir ist es egal, wer die Tore schießt, Hauptsache, wir holen die drei Punkte."

Baumgartner: "Müssen mehr Tore machen"

Spätestens nach dem Führungstor von Christoph Baumgartner nur wenige Minuten später war das Spiel dann endgültig in Österreichs Hand. "Wir sind ruhig geblieben, haben das Tempo hochgehalten, was sehr wichtig war. Wir haben uns Chancen um Chancen rausgespielt. Mit dem 2:1 war die Partie auf unserer Seite", sagt Baumgartner.

"Sasa (Anm. Kalajdzic) macht das sehr gut, behauptet den Ball, ich erkenne die Situation ganz gut, stich da rein und bin froh, dass ich vor dem Gegner am Ball war und den drübergedrückt habe", beschreibt der Hoffenheim-Legionär sein Tor.

Sasa Kalajdzic besorgte noch vor der Pause das 3:1, in Hälfte zwei konnte man die Überlegenheit jedoch in keine weiteren Treffer ummünzen. "Wir müssen natürlich mehr Tore machen, gerade ich selbst", ärgert sich Baumgartner.

Auch Kapitän David Alaba hätte gerne noch das eine oder andere Tore mehr gesehen. "Es war sicherlich unser Ziel. In der zweiten Halbzeit ist es uns nicht mehr gut gelungen, obwohl wir einige gute Aktionen hatten. Ich glaube aber, dass wir verdient gewonnen haben. Das war unser Ziel, das haben wir erreicht."


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