Happel-Stadion: Viele Fragezeichen

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Das ÖFB-Team kehrt ins Wiener Ernst-Happel-Stadion zurück. Am Freitag (ab 20:45 Uhr im LIVE-Ticker) trifft die Mannschaft von Teamchef Franco Foda in der Nations League auf Nordirland.

Doch wie geht es mit der Spielstätte weiter? Seit längerer Zeit wird schon ein Neubau diskutiert. Fakt ist, dass durch eine Übereinkunft zwischen der Stadt Wien und dem ÖFB der Status des Prater-Ovals als Austragungsort von Partien des Teams bis Juni 2023 gesichert ist.

Viele Fragezeichen gibt es dennoch.

Die drehen sich vor allem darum, was mit dem Happel-Stadion künftig passiert. Im Zuge der nun schon jahrelang schwelenden Diskussion um ein neues Nationalstadion liegen mehrere Varianten auf dem Tisch: eine umfassende Renovierung, einen Abriss samt Neubau an selber Stelle oder eine anderweitige Nutzung des Happel-Stadions, etwa als Freizeit-Immobilie. In letzterem Fall würde es, sofern die Gelder dafür freigemacht werden, einen Neubau des Nationalstadions an einem anderen Ort geben.

400 Millionen Euro

Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) konkretisierte kürzlich gegenüber dem TV-Sender "SchauTV" seine Pläne. Etwa 400 Millionen Euro soll die multifunktionelle Arena kosten, 180 Millionen davon sollen von einem privaten Investor kommen, den Rest würden sich Bund und Stadt Wien teilen.

Marko Arnautovic feierte im Oktober sein zehnjähriges Jubiläum im Nationalteam. LAOLA1 hat die besten Fotos und wichtigen Meilensteine in der ÖFB-Karriere des 29-Jährigen. 

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Teamchef Karel Brückner beruft Arnautovic erstmals in den ÖFB-Kader. Damals schon mit dabei: Christian Fuchs. Die Nationalteam-Bilanz von Arnautovic seither: 74 Spiele, 19 Tore.

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Beim peinlichen 1:1 auf den Färöer wird Arnautovic für die letzten neun Minuten für Marc Janko eingewechselt. Die Blamage kann der damals 19-Jährige nicht mehr verhindern.

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Moment der Erlösung: Arnautovic trifft, zwei Jahre nach seinem Debüt, erstmal für Österreich. In der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 trifft er beim 3:0-Heimsieg gegen Aserbaidschan. Er erzielt sogar einen Doppelpack zum 2:0 und 3:0. Außerdem steht er erstmals im Team über 90 Minuten auf dem Platz.

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Kumpel Alaba: Arnautovic und David Alaba stammen beide aus der Jugend der Wiener Austria. Im Nationalteam müssen aber auch die späteren Stars anfangs die Koffer schleppen.

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Der ehemalige Teamchef Marcel Koller wird zu einem der wichtigsten Förderer von "Arnie". Er schenkt ihm auch in schweren Zeiten das Vertrauen und Arnautovic dankt es dem Trainer mit starken Leistungen.

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Wie sich die Zeiten ändern. Vom Koffer schleppen zur gemütlichen Fahrt im Golfwagen. Arnautovic und Alaba haben sich ihren Stellenwert im Team erarbeitet.

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Der größte Erfolg in der Teamkarriere von Marko Arnautovic: Nach dem 4:1-Sieg in Schweden ist die Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich fix.

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Nach dem letzten Heimspiel der Qualifikation gegen Liechtenstein kennt der Jubel im Ernst-Happel-Stadion keine Grenzen mehr und dauert bis in die frühen Morgenstunden.

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Mit dem ÖFB-Team in Frankreich: Nach den tollen Leistungen in der Qualifikation ist Österreichs Team für viele Experten ein Geheimtipp.

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Fehlstart: Ungarn holt "Arnie" und das ÖFB-Team auf den harten Boden der Realität zurück.

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Achtungserfolg gegen Ronaldo und den späteren Europameister Portugal. Dank eines bärenstarken Robert Almer bringt Österreich das 0:0 über die Zeit.

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Enttäuschung und Frust nach dem Vorrunden-Aus: Die 1:2-Niederlage gegen Island zerstört alle K.o.-Runden-Träume der Österreicher.

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Auf in neue Zeiten: Der West-Ham-Star und der neue ÖFB-Teamchef Franco Foda. Er ist der vierte Cheftrainer, der Arnautovic im ÖFB-Team betreut: Nach Brückner, Constantini und Koller.

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Prestigeerfolg: Im Juni 2018 schlägt Österreich Deutschland mit 2:1. Arnautovic steht 84 Minuten auf dem Feld.

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Captain "Arnie"! Beim ersten Match der Nations League (0:1 in Bosnien) darf Marko Arnautovic das ÖFB-Team erstmals als Kapitän auf den Platz führen.

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Im Gespräch mit Teamchef Franco Foda beim aktuellen Team-Lehrgang vor den Matches gegen Nordirland und Dänemark. 10 Jahre spielt Marko Arnautovic mittlerweile im Team und steht genau bei seinem Jubiläum auch vor seinem 75. Einsatz für Österreich.

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"Es gibt Interessenten für das Projekt. Wir wollen eine Ganzjahreslösung mit Umbaumodulen, damit wir alle Sportarten dort betreiben und Konzerte veranstaltet werden können", sagte Strache. Auch die Errichtung eines Leistungszentrums, einer Sportschule und eines Sportmuseums seien angedacht.

In einer Stellungnahme gegenüber der APA meinte der Vizekanzler außerdem: "Österreich braucht ein modernes Nationalstadion, das ist mir bewusst. Jedoch ist ein Nationalstadion kein Tennisplatz. Ein Stadion dieses Ausmaßes muss umfassend durchdacht sein. Es muss die Standortfrage aus unterschiedlichen Blickwinkeln geprüft werden."

Weiters teilte Strache mit: "Mir ist es wichtig, dass es für ein Nationalstadion - ob Neubau oder Umbau - ein Konzept und einen Businessplan gibt, wie die Sportstätte nicht nur für Fußball, sondern umfassender genützt werden kann und am besten 365 Tage im Jahr optimal ausgelastet sein könnte."

Offene Ohren beim ÖFB

Mit diesem Plan stößt Strache beim ÖFB prinzipiell auf offene Ohren. "Eine multifunktionale Arena zu errichten, die nicht nur dem Fußball dienen soll, sondern neben anderen Events auch für andere Sportarten zur Verfügung steht, erhöht die Wahrscheinlichkeit wesentlich, dass sich das Projekt refinanzieren lässt", sagte Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, der APA.


Knackpunkt seien die Kosten. "Das Thema Finanzierung muss von der Politik geklärt werden. Der ÖFB ist natürlich bereit, einen symbolischen Beitrag zu leisten, aber eine maßgebliche Finanzierung übersteigt unsere Möglichkeiten", betonte Neuhold.

Neben dem Bund ist also die Stadt Wien gefordert. Deren Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) teilte der APA zu diesem Thema mit, mit dem Sportminister bestehe "ein sehr gutes Gesprächsklima" und die Einigkeit, "dass für eine etwaige ganzjährige Nutzung ein realistisches Gesamtbetriebskonzept notwendig ist, das vor allem auch Fragen der Finanzierbarkeit miteinschließt. Wir sind gerne bereit, die Gespräche mit dem Büro des Vizekanzlers fortzusetzen, sobald ein solches Konzept vorliegt."

Die Auslosung entscheidet

Der ÖFB befindet sich in dieser Diskussion hauptsächlich in der Rolle des Beobachters, ist aber zumindest froh, für die nähere Zukunft die Garantie für Länderspiele im Happel-Stadion zu haben - die im Juni fixierte Einigung war nämlich lange in Schwebe. "Aber jetzt haben wir die Übereinkunft für fünf Jahre und dadurch eine entsprechende Planungssicherheit", sagte Neuhold.

Wie viele Länderspiele in diesem Zeitraum wirklich im Prater ausgetragen werden, ist allerdings noch offen. Vorerst geht es einmal um die Festlegung der Heimpartien in der EM-Qualifikation im kommenden Jahr. "Die Standortentscheidungen treffen wir nach der Auslosung (Anm.: am 2. Dezember in Dublin)", erklärte Neuhold und nannte als weitere mögliche Austragungsstätten die Stadien von Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck sowie die Wiener Generali Arena.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Fünf Fragen vor dem ÖFB-Showdown gegen Nordirland

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