Leo Windtner hält an Stadion-Plänen fest

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Auch wenn es im Vorfeld der Wiederwahl von Leo Windtner Aufregung gab, wird der Oberösterreicher bei der Bundeshauptversammlung des ÖFB neuerlich zum Präsident gewählt werden.

Für seine dritte Amtszeit hat der 61-Jährige einiges vor. Neben Projekten im Frauen-Fußball und der Ausbildung will er vor allem in Sachen neues Nationalstadion am Ball bleiben.

"Ich bin zuversichtlich. Wir werden schon in einem Monat, im Lauf des Juli, ein Stück klarer sehen", so Windtner gegenüber der APA. Dann wird eine Machbarkeits-Studie über Neu- oder Umbau im Wiener Prater präsentiert.

"Im Sommer wird es konkrete Ansätze geben", sagte Windtner. Dass im Herbst eine neue Bundesregierung angelobt wird, sieht er nicht als Aufschiebungsgrund. "Ja, wir haben Neuwahlen. Aber wenn es so ist, könnte man nie etwas planen."

Frauen-Fußball stärken

Pläne für die dritte Amtszeit, in der ihm auch Vizepräsidenten zur Seite gestellt werden sollen, hat Windtner genug. "Im Rahmen der Hauptversammlung werden wir auch unsere Schwerpunkte fixieren", erklärte der 66-Jährige. E

Einer ist definitiv der Frauenfußball. "Dort sind wir mit den Nationalteams sehr gut unterwegs. Wir wollen aber schauen, dass wir in der Breite noch stärker präsent sind und auch mehr in die Fläche und in die Vereine gehen."

"Nicht dabei sein, sollte die Ausnahme sein"

Das Frauen-Nationalteam ist erstmals für die EM im Sommer in den Niederlanden qualifiziert. Auch die Männer und der Nachwuchs sollen in Zukunft wieder regelmäßig bei Großereignissen vertreten sein.

Windtners Zielsetzung für alle drei Bereiche: "Es gilt die stehende Formel: Nicht dabei zu sein, sollte die Ausnahme sein." Bei den Männern wartet nach der Chance auf die WM 2018, um die es am (heutigen) Sonntag in Irland geht, eine größere auf die EM 2020.

"Den österreichischen Weg fortsetzen"

Die Basis soll in der Ausbildung gelegt werden. "Da gibt es nichts zu diskutieren. Wir wollen den österreichischen Weg fortsetzen", sagte Windtner über das Nachwuchskonzept des ÖFB mit seinen Landesverbands-Ausbildungszentren (LAZ), den Akademien und dem Individualfördermodell "Projekt 12".

Die Strukturen gelte es auch ständig an internationale Standards anzupassen.

Bewerbung für Nachwuchs-Endrunde

Nicht zuletzt kann es sich Windtner gut vorstellen, dass sich der ÖFB unter seiner Ägide wieder einmal um eine Nachwuchs-Endrunde bewirbt. Die U19-EM 2007 in Oberösterreich etwa sei ein "guter Impuls" gewesen.

Die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung seien da. "Die Qualität der Veranstaltungen wird geschätzt", meinte der seit 2009 amtierende Verbandschef. "Unser Land, Wien im Speziellen, ist ein beliebter Austragungsort."

Textquelle: © APA/LAOLA1

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