Rassismus: Geldstrafe für Union Gurten

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Der ÖFB verhängt eine Geldstrafe gegen Union Gurten wegen eines Rassismusvorfalls in der 2. Cup-Runde beim Heimspiel gegen SCR Altach (3:4 n.V.).

Der Regionalligist muss 3000 Euro zahlen, wobei ein Teilbetrag in der Höhe von 1500 Euro unter Festsetzung einer Probezeit von 12 Monaten bedingt nachgesehen wurde.

"Das Komitee für Cup-Bewerbe konnte aufgrund der vorliegenden Beweise unzweifelhaft feststellen, dass es nach dem vom Spieler Bernard Tekpetey in der 104. Spielminute erzielten Tor zu rassistischen Äußerungen aus dem Zuschauerbereich gekommen ist", so der ÖFB in einer Aussendung.

"Der im Raum stehende Vorwurf, es hätte während des gesamten Spiels bzw. nach dem Spiel weitere rassistische Äußerungen gegen den Spieler Bernard Tekpetey gegeben, wurde durch die vorliegenden Beweise nicht bestätigt."

Workshop-Teilnahme zum Thema "Anti-Rassismus"

Der ÖFB weiter: "Weder konnten vom Komitee auf dem vorhandenen Videomaterial derartige Äußerungen wahrgenommen werden, noch ließen die glaubwürdigen Darstellungen des Schiedsrichterteams und des vor Ort anwesenden szenekundigen Dienstes der Polizei einen derartigen Schluss zu. Die Vertreter von Union Gurten vermittelten dem Komitee während der heutigen Verhandlung ehrlich, dass ihr Verein klar gegen Rassismus auftritt und derartige Vorfälle auf seiner Sportanlage nicht duldet."

Die Entscheidung ist rechtskräftig, der Komitee-Vorsitzende Robert Sedlacek sagt: "Rassismus hat im österreichischen Fußball keinen Platz! Ein derartiges Verhalten wird vom ÖFB auf das Schärfste verurteilt und entsprechend bestraft."

Überdies vereinbart der ÖFB mit den Vertretern von Union Gurten die Teilnahme des Vereins an einem Workshop zum Thema „Anti-Rassismus“, um den Vorfall zum Anlass zu nehmen, sich mit dem Thema Rassismus intensiv auseinanderzusetzen.


Textquelle: © LAOLA1.at

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