Nach Salzburgs Cup-Triumph: Tränen des Abschieds?

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"Es ist einfach nur unbeschreiblich, einfach nur geil, dass wir vor so einer Kulisse heute das Double geholt haben und Geschichte geschrieben haben", war Konrad Laimer nicht zu bremsen.

Die Party im Klagenfurter Wörthersee-Stadion nahm nach dem 2:1 gegen Rapid seinen Lauf. Die einen jubelten, die anderen hatten Tränen in den Augen.

Tränen des Abschieds? Denn nach dem historischen vierten Doublegewinn in Folge stehen wie so oft bei RB Salzburg einige Abschiede im Raum. Laimer? Lazaro? Oder Oscar?

Laimer: Feiern, A-Team, Urlaub, Transfer?

Laimer, Österreichs Spieler des Jahres, wäre von den Leistungen her längst bereit für den nächsten Schritt.

Der Mittelfeld-Akteur war nach dem Schlusspfiff der Lautstärkste, freute sich, noch einmal mit seinen Kollegen ausgiebig feiern zu können.


So ausgelassen jubelte Salzburg über den Cup-Sieg:


Anzeichen für den logischen Wechsel zu RB Leipzig? Der Salzburger, der vor wenigen Tagen seinen 20. Geburtstag feierte, will sich im Moment des Triumphs nicht mit diesem Thema befassen.

"Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich will heute feiern, ich darf dann zum A-Nationalteam fahren, dann habe ich mal Urlaub und dann werden wir das alles klären."

Lazaro: Emotionale Saison mit emotionalem Abschied?

Noch emotionaler war Valentino Lazaro. Der Siegtorschütze vergoss sogar auf dem Rasen bittere Tränen. Tränen der Freude und gleichzeitig ein emotionaler Ausbruch, aufgrund eines bevorstehenden Wechsels nach Leipzig?

"Nein, soweit sind wir noch nicht. Ich habe es schon einmal gesagt: Gespräche gibt es, aber wohin das alles führt, dafür habe ich noch keinen Kopf. Ich werde jetzt auf jeden Fall einmal feiern und freue mich darauf. Mein Urlaub ist nach dem Nationalteam gebucht, was danach rauskommt, wird man sehen. Aber heute wird erst einmal gefeiert."

Der 21-jährige Steirer begründet seine Tränen viel mehr aus persönlichen Gründen. Die Saison war für ihn alles andere als eine leichte, zuletzt belohnte er sich für die harte Arbeit mit wichtigen Toren im Saisonfinish.

"Für mich persönlich ist es ein sehr emotionaler Titel. Es gab viele Ups and Downs, es waren sehr gute Momente dabei aber auch Tiefen. Auch privat, wo ich mich nicht so gut gefühlt habe, aber immer wieder weitergekämpft habe. Jetzt in den letzten drei Spielen von Beginn an, drei Mal das entschiedende Tor gegen die zwei größten Klubs in Österreich, die zwei Wiener Klubs - das ist für mich sehr emotional. Ich bin eigentlich sprachlos."

"Haidara kann besser werden als Keita"

Laimer und Lazaro werden nicht die einzigen sein, die ihren Marktwert in der Double-Saison gesteigert und das Interesse internationaler Vereine auf sich gezogen haben.

Amadou Haidara hat gleich in seinen ersten Spielen beweisen, welch großes Potenzial im 19-Jährigen schlummert. Trainer Oscar Garcia lässt auf die Frage hin aufhorchen, ob das Talent aus Mali das Niveau eines Naby Keita erreichen könnte?

"Wenn ich ihn trainiere, ja", sorgt der Spanier am Podium für Lacher. Um dann ernst zu werden: "Er hat riesiges Potenzial und kann in gewissen Punkten sogar besser als Keita werden."

Die besten Bilder vom ÖFB-Cup-Finale 2017 zwischen Rapid und Salzburg!

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Ein Transfer käme für ihn jedoch wohl noch zu früh. Und für den Trainer? Immer wieder taucht der Name Oscar Garcia im Zusammenhang mit anderen internationalen Top-Klubs auf.

Oscar Garcia nach Frankreich?

Erst am Tag des Cup-Finales wurde das Interesse der französischen Erstligisten AS St. Etienne und OGC Nizza kolportiert, doch der Trainer hüllt sich in Schweigen.

In der Kabine hielt Oscar eine emotionale Rede, war sehr mitgenommen und wollte die Spieler an seinen Gefühlen teilhaben lassen. Er dementiert jedoch, dass dies Worte des Abschieds waren.

"Die Worte, die ich heute verwendet habe, gingen nicht in diese Richtung. Es waren nur Dankesworte", bestätigt Oscar nicht, ob seine Zukunft auch weiterhin in Salzburg liegt.

Das angebliche Interesse des FC Barcelona wurde durch die endgültige Bestätigung von Ernesto Valverde als Nachfolger von Luis Enrique ad acta gelegt.

Als Spieler von RB Salzburg ist man Abgänge gewöhnt

Stefan Lainer setzt sich für einen Verbleib des Chefcoachs ein:

"Natürlich, wenn Barcelona kommt, kann keiner böse sein, wenn man dort hingeht. Aber im Endeffekt, glaube ich Stand jetzt, dass der Trainer bleiben wird. Man weiß nie, im Fußball geht es schnell. Aber es würde mich freuen, weil er uns sehr gut einstellt und wir einen sehr guten Mann haben."

Der Außenverteidiger und ÖFB-Teamspieler ist aber auch schon lange genug bei RB Salzburg, um zu wissen, wie der Hase läuft.

Deshalb gibt er, angesprochen darauf, ob er fürchtet, dass das Cup-Finale der letzte Auftritt der Mannschaft in dieser Konstellation war, ehrlich zu verstehen:

"Ich bin Spieler von RB Salzburg und schon ein bisschen was gewöhnt. Von dem her bin ich eigentlich zuversichtlich, dass es dieses Jahr nicht so gravierend sein wird. Der eine oder andere wird den Verein wahrscheinlich verlassen, aber im Endeffekt wird der Großteil der Mannschaft zusammenbleiben, ich hoffe auch das Trainerteam. Dann werden wir sicher ganz gut reinstarten von Beginn weg."

Für Salzburg wäre es zu wünschen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es bei Laimer, Lazaro und Co. möglicherweise doch nicht nur Tränen der Freude sondern des Abschieds waren.

Textquelle: © LAOLA1.at

So scheiterte der SK Rapid seit 1995 im ÖFB-Cup

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