Cup-Held Pavlovic: "Dann ist Rapid das beste Team"

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Geschichten wie diese gibt es immer wieder einmal.

Da kommt ein Spieler kaum zum Einsatz, wird im ersten Saisonspiel sogar nur auf die Tribüne gesetzt und blüht dann ausgerechnet im wichtigen ÖFB-Cup-Viertelfinale mit einem Doppelpack und einem Assist auf.

Dieses Wellenbad der Gefühle durchlebt aktuell Rapid-Stürmer Andrija Pavlovic. Der 25-jährige Serbe drückte dem 5:2 gegen Hartberg den Stempel auf und rückte sich nach einem überschaubaren Herbst wieder ins Rampenlicht.

Genau zur richtigen Zeit, denn der Konkurrenzkampf tobt bei den Hütteldorfern. Mittendrin Pavlovic, der seine Karten im Aufstellungs-Poker mit einem Schlag deutlich verbessert hat.

"Natürlich ist es sehr wichtig für mich, Stürmer leben von Toren. Das war mein erstes Spiel in der Frühjahrssaison und darauf kann ich aufbauen und nach vorne schauen", strahlte der Doppel-Torschütze, der sich zum Cup-Spezialisten mausert.

Premiere für Cup-Spezialist, der jeden Moment genießt

Denn oft konnte Pavlovic seinen Torriecher bei den Grün-Weißen noch nicht unter Beweis stellen. Vor dem Doppelpack gegen die Oststeirer landeten erst zwei weitere Treffer auf seinem Konto.

Auch damals war es ein Doppelpack, auch damals war es im ÖFB-Cup, auch damals avancierte er im Achtelfinale beim 3:0 gegen den WAC zum Matchwinner. Trotzdem gab es dieses Mal eine Premiere.

"Es stimmt, dass es meine ersten Tore in diesem Stadion waren, aber es ist ja nicht so, dass ich so viele Spiele gespielt hätte. Es ist natürlich toll. Besonders hat mir das erste Tor gefallen, weil es eine wirklich gute Kombination zwischen mir und Schobi (Anm. Philipp Schobesberger) war. Ich liebe es, in diesem Stadion zu spielen, ich genieße jede Minute. Ich bin wirklich glücklich über meine Tore und kann die nächsten Spiele nicht erwarten", war Pavlovic die Erleichterung nach seinen ersten Torerfolgen im Allianz Stadion anzumerken.

Tatsächlich war der Start des 1,89 Meter großen Stürmers kein vielversprechender beim SK Rapid. Im Sommer gekommen, zog er sich als angehender Angreifer Nummer eins im Trainingslager einen Muskelriss zu, zwang Rapid damit zum "Notkauf" von Deni Alar und war rund zweieinhalb Monate out of order.

Von der Tribüne zum Doppelpack: Kein Problem für Pavlovic

Erst langsam tastete sich Pavlovic heran und kam im Herbst nur mehr auf lediglich 14 Pflichtspieleinsätze, in denen er zwar gute Ansätze zeigte, jedoch das Wichtigste - den Torriecher - oftmals noch vermissen ließ.

Dass er dann zum Frühjahrs-Auftakt gegen Inter Mailand nicht einmal einen Platz im Kader hatte, überraschte viele. Doch Pavlovic ging nach eigener Aussage professionell mit dieser Entscheidung des Trainerteams um.

"Ich bin hier, um zu spielen, wenn der Trainer das will. Wenn er mich auf die Bank oder Tribüne setzt, dann ist das einfach so. Aber ich will jede Minute nützen, mein Bestes zu geben und um zu zeigen, was ich kann", will der Legionär seine Zuschauer-Rolle beim ersten Saison-Highlight nicht überbewerten. Kühbauer ließ wissen: "Ich freue mich für Pavlovic."

Auch sein Sturm-Konkurrent Alar saß gegen die Nerazzurri nur auf der Tribüne, Kollegen wie Schobesberger, Murg und Knasmüllner kamen nur als Joker zum Einsatz. Schobesberger war nach dem Spiel im Interview durchaus frustriert über die Reservistenrolle, doch Pavlovic geht ruhig damit um.

Konkurrenzkampf? "Wenn ich mein Level finde, mache ich mir keine Sorgen"

Auch der Konkurrenzkampf wird nämlich immer intensiver. Zum vorhanden Personal kam erst kürzlich mit Aliou Badji ein weiterer Anwärter auf einen Platz in der Startelf - sofern die Spielerlaubnis für den Senegalesen eintrifft.

Die besten Bilder des ÖFB-Cup-Viertelfinales:

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SC Wiener Neustadt - FC Red Bull Salzburg 1:2

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GAK - Austria Wien 2:1

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LASK - SKN St. Pölten 6:0

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Auch der Last-Minute-Einkauf schreckt Pavlovic nicht ab - weder für ein System mit nur einem Stürmer und schon gar nicht in einem mit zwei. "Ich habe die letzten zweieinhalb Jahre mit zwei Stürmern gespielt. Das ist schon auch ein System, das ich mag. Ich denke, wir können auch das spielen und wirklich erfolgreich sein. Aber Konkurrenzkampf ist gut, es pusht dich nach vorne und animiert dich, noch mehr zu geben. Aber wenn ich mein Level finde, brauche ich mir darüber keine Sorgen machen."

Pavlovic präsentierte sich gegen die Steirer sehr aktiv, suchte die Zweikämpfe, ging weite Wege und suchte seine Mitspieler. Die Harmonie mit seinen Offensiv-Kollegen war durchaus ein positives Signal im Spiel gegen Hartberg. Es schien, als wollten die zuletzt außen vor gelassenen Spieler besonders auf sich aufmerksam machen - somit ging Kühbauers Plan auf.

"Gesamt gesehen haben wir sehr gute Spieler. Wenn man sich das Spiel gegen Hartberg anschaut: Wir haben mit Schobi, Murg oder Knasi tolle Spieler in der Offensive. Ich genieße es, mit ihnen zu spielen. Speziell in unserem Stadion spielen wir einen guten Fußball. Ich bin wirklich glücklich, schaue nach vorne und hoffe, dass ich jedes Spiel mit ihnen spielen darf."

"Dann sind wir das beste Team in Österreich"

Pavlovic ist davon überzeugt, dass man sich ab dem Frühjahr für die Arbeit belohnen wird. Der Serbe sieht Rapid auf einem guten Weg und hofft, dass man in Zukunft das für ihn zweifelsohne vorhandene Potenzial bestmöglich ausnützen kann.

"Wir müssen uns jedes Mal fokussieren, uns selbst als Team verbessern, damit wir von Spiel zu Spiel besser werden. Ich sehe, dass sehr viel Qualität im Team ist. Wenn wir so spielen wie gegen Hartberg, dann sind wir mit Sicherheit das beste Team in Österreich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles zusammenpasst und wir tollen Fußball spielen."

Die etwas abgeänderte Ausrichtung unter Kühbauer, wo vorrangig Läufe in die Tiefe und schnelle Spielverlagerung gesucht werden, sieht Pavlovic durchaus positiv und kommt seinen Stärken entgegen.

"Also ich persönlich mag es. Wir ziehen das Spiel weiter auseinander und können so mehr im Mittelfeld spielen. So ist es leichter für uns, wenn wir näher am Sechzehner spielen können, und dort ist mein Arbeitsplatz. Wir haben sehr viele Chancen kreiert und es ist um einiges gefährlicher, wenn wir rund um den Sechzehner als an der Mittellinie herumspielen. Das gefällt mir wirklich."

Obwohl er im Cup seine Visitenkarte hinterlassen hat, heißt das nichts im Hinblick auf die Startelf für das anstehende Auswärtsspiel gegen Inter Mailand. Für Pavlovic wäre es aber definitiv ein Traum, im Giuseppe-Meazza-Stadion eine Rolle spielen zu dürfen. "Auf jeden Fall, ich will in jedem Spiel spielen. Es gibt keinen Spieler, der nicht spielen will."


Textquelle: © LAOLA1.at

Rapid gelang "totaler Switch", aber Kühbauer ärgert sich

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