UEFA untersucht Spuck-Vorwürfe nach Irland – Israel
Ein israelischer Spieler soll einen irischen Offiziellen angespuckt haben.
Die Nations-League-Partie zwischen Irland und Israel in der Österreich-Gruppe B3 hat ein Nachspiel. Die UEFA hat wegen eines möglichen Fehlverhaltens einen Ethik- und Disziplinarinspektor eingesetzt.
Dieser soll mögliche Vorkommnisse untersuchen, nachdem offizielle Berichte einen Vorfall im oder um den Spielertunnel in der Halbzeitpause gemeldet hatten, wie die UEFA bestätigte.
Am Rande der hitzigen Begegnung am vergangenen Sonntag im serbischen Backa Topola soll ein israelischer Spieler einen irischen Offiziellen angespuckt haben. "Ich werde das nicht kommentieren, das ist vermutlich etwas, das sich die Disziplinarkommission anschauen wird", hatte Irlands isländischer Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson auf der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt.
Politische Brisanz
Die Partie (1:1) zwischen den beiden Nationalmannschaften war politisch brisant, weil es in Irland große Unterstützung für Palästina gibt und Israel wegen des Gaza-Krieges massiv kritisiert wird. Die irischen Spieler waren aus der Heimat dazu aufgefordert worden, die Länderspiele zu boykottieren.
Statt in Dublin wurde die Partie auf neutralem Boden in Serbien ausgetragen, Fans waren nicht zugelassen. Die irischen Spieler verzichteten auf Händeschütteln oder Abklatschen und senkten bei der Nationalhymne Israels den Kopf.
Das Hinspiel im ungarischen Debrecen hatte Irland mit 3:0 gewonnen. Beide Teams sind noch Gegner von Gruppenleader Österreich. Am 14. November gastiert Irland in Linz, drei Tage später trifft Rot-Weiß-Rot zum Abschluss in Debrecen auf Israel.