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Saied Abu Farchi
Israels Abu Farkhi beteuert: Jubel habe mit Gewehr nichts zu tun
Der Spieler flog am Donnerstag nach seinem Torjubel mit Gelb-Rot vom Platz. Er selbst verweist nun darauf, dass das sein üblicher Jubel sei.
Israelische Medien haben am Tag nach dem umstrittenen Jubel von Nationalspieler Saied Abu Farkhi im Nations-League-Spiel in Österreich noch einmal betont, dass dieser jedes seiner Tore so feiere.
Der 20-Jährige hatte am Donnerstag bei der 1:3-Niederlage in Linz mit seinem ersten Länderspieltor zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen, wegen einer Geste mit der Cornerfahne, die man auch als angedeutetes Abfeuern eines Gewehres interpretieren kann, aber Gelb-Rot gesehen.
"Einfach dämlich" - ÖFB-Stars reagieren auf Israel-Torjubel >>>
Der Trainer habe nach dem Spiel klargestellt, dass es sich nicht um eine Geste mit Waffenbezug gehandelt habe, schrieb die Zeitung "Israel Hajom" (mehr dazu >>>).
Regeln des IFAB lassen Spielraum
Dies ist laut Regulativ für das Erteilen einer Gelben Karte aber nicht das Kriterium. Die Regeln des International Football Association Board (IFAB) besagen, dass ein Spieler zu verwarnen ist, wenn er "auf provozierende, höhnische oder aufhetzende Weise jubelt".
Das dürfte der bulgarische Schiedsrichter Georgi Kabakow, der Abu Farkhi wenige Minuten zuvor wegen eines Privatduells mit ÖFB-Verteidiger Kevin Danso bei einem Corner bereits Gelb gezeigt hatte, bei der Eckfahnen-Geste so empfunden haben.
Arabischstämmiger Stürmer verweist auf Snooker
Der israelische Sender "Channel 12" berichtete unter Berufung auf Teamkreise, dass sich Abu Farkhi entschuldigt, aber auch gesagt habe, dass dies sein üblicher Torjubel sei.
Tatsächlich hatte der Stürmer, der zu Monatsbeginn in die Major League Soccer (MLS) zum US-Team Colorado Rapids gewechselt ist, in der Vergangenheit auch für seinen Ex-Klub Maccabi Tel Aviv so gejubelt.
In einem Instagram-Kommentar im Frühjahr dieses Jahres rechtfertigte der Spieler selbst die Geste als eine Hommage an die Billard-Variante Snooker.
Die israelische Nachrichtenseite "ynet" verwies mit Blick auf die internationalen Reaktionen zum Torjubel darauf, dass Abu Farkhi Araber ist.
Die arabische Minderheit macht in Israel mehr als 20 Prozent der Bevölkerung aus. Viele israelische Araber empfinden große Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen.