Von Barca zu Real und vice versa

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Von Barca zu Real und vice versa - die Überläufer

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Für viele grenzt es an Hochverrat, andere wiederum können diese Spieler verstehen.

Die Rede ist von Akteuren, die sich für einen meist diskussionswürdigen Wechsel zum Erzrivalen hinreißen lassen.

Im aktuellen Fall stehen jene im Fokus, die sowohl beim FC Barcelona als auch bei Real Madrid unter Vertrag standen.

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Einige wirbelten mit dem direkten Weg viel Staub auf, andere wiederum streuten Zwischenstationen ein.

LAOLA1 verschafft einen Überblick über alle Überläufer zwischen den beiden Clasico-Gegnern:

LAOLA1 kennt die Überläufer vom FC Barcelona zu Real Madrid und umgekehrt:

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Javier Saviola war bisher der letzte Spieler, der den Wechsel zwischen den zwei Erzrivalen wagte. Der Argentinier schaffte beim FC Barcelona mit 72 Toren in 172 Spielen endgültig den Durchbruch.

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Nach seinem Wechsel 2007 kam er in zwei Jahren bei Real lediglich auf 31 Einsätze und 5 Tore. Erst im Jänner löste der 34-Jährige seinen Vertrag bei Heimatverein River Plate auf.

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Real Madrid war für Samuel Eto'o die erste Station in Europa. Über die Castilla schaffte er es als 17-Jähriger zu den Profis, allerdings schauten nur sieben Einsätze für die Königlichen heraus.

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Der Durchbruch gelang ihm in den darauffolgenden vier Jahren bei RCD Mallorca, ehe er ab 2004 bei Barcelona explodierte: 130 Tore in 199 Spielen! Aktuell bei Antalyaspor.

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Lange vor CR7 war "El Fenomeno" Ronaldo Luís Nazário de Lima - für einige sogar der "echte" Ronaldo. Bei PSV entdeckt legte der Brasilianer bei Barcelona mit 41 Toren in 45 Spielen ein überragendes Jahr hin.

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Trotzdem folgte 1997 der Abschied. Nach fünf Jahren bei Inter Mailand folgten 4 1/2 Jahre in der Zeit der "Galaktischen" bei Real - 104 Tore in 176 Spielen. Beendete 2011 seine Karriere bei Corinthians.

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Alfonso Perez durchlief die Jugendschule von Real Madrid und trat bei den Königlichen von 1990 bis 1995 in die Fußstapfen von Stürmerikone Emilio Butragueno. In 108 Spielen erzielte er 20 Treffer.

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Der 38-fache spanische Nationalspieler schloss sich nach einer Zwischenstation bei Betis Sevilla (66 Tore in 162 Spielen) noch zwei Jahre Barcelona an, wo er in 38 Spielen aber nur 6 Tore erzielte. Beendete 2005 seine Karriere.

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Der in Andorra aufgewachsene Albert Celades wurde beim FC Barcelona zum Profi, wo der Mittelfeldspieler in vier Jahren auf 96 Einsätze und 6 Tore kam.

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Nach einer einjährigen Zwischenstation bei Celta Vigo folgte 2000 der Wechsel zu Real, wo er aufgrund der großen Konkurrenz in fünf Jahren aber lediglich auf 101 Einsätze und 5 Tore kam.

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Der Wechsel, der womöglich den meisten Staub aufgewirbelt hat, war jener von Luis Figo im Jahr 2000. Bei Sporting Lissabon gestartet wurde die Karriere des Portugiesen beim FC Barcelona von 1995 bis 2000 auf eine neue Ebene gehoben.

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Nach 229 Pflichtspielen und 43 Toren dann die Entscheidung, die selbst ehemalige Mitspieler nicht ahnten: Luis Figo, Europas Fußballer des Jahres 2000 und Weltfußballer 2001 wechselte auf direktem Wege zu Erzrivale Real Madrid!

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Für die "Fans" ein Verrat, der Kontroversen auslöste. Vor allem bei seiner Rückkehr ins Camp Nou im November 2003, wo das Spiel aufgrund von Beschimpfungen, Wurfgeschossen etc. kurz vor dem Abbruch stand.

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Unvergessen bleibt ein geworfener Schweinskopf, der auf dem Spielfeld landete, neben (Whiskey-)Flaschen, Billardkugeln und Ahnlichem. Figo meinte damals: „Hätte ich ihn gesehen, hätte ich ein wenig von ihm gegessen. Das wäre dann meine Vorspeise gewesen!" Bei Real kam er so auf 245 Einsätze und 57 Tore.

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Die große Weltkarriere blieb Daniel Garcia Lara - besser bekannt als "Dani" verwehrt. In der Real-Akademie herangereift, schaffte er es über die Castilla zu den Profis, wo er von 1994 und 1998 aber nur auf 13 Pflichtspiel-Einsätze und zwei Tore kam.

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Dazwischen lag eine Leihe zu Real Saragossa (79 Spiele/11 Tore), gefolgt vom Engagement bei Mallorca (47/18). Erst dann folgte sein Auftritt beim FC Barcelona, wo er in 83 Spielen zwischen 1999 und 2003 immerhin auf 19 Tore kam.

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Ja, Barcelona-Trainer Luis Enrique spielte tatsächlich einmal für Real Madrid - und das durchaus erfolgreich. Von Gijon kommend absolvierte er zwischen 1991 und 1996 insgesamt 196 Pflichtspieleinsätze und erzielte dabei 17 Tore.

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Der in Gijon geborene Offensivspieler war einer der wenigen, der von Real kommend direkt bei Barcelona anheuerte, wo er seine Glanzzeit erlebte, 285 Einsätze und 104 Treffer erzielte. Als Klub-Ikone war der Weg zum Trainer danach geebnet.

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Der kroatische Ausnahmekönner Robert Prosinecki entschied sich von Roter Stern Belgrad kommend zuerst für Real Madrid. Für die Königlichen absolvierte der heutige Trainer 69 Pflichtspiele und erzielte zwischen 1991 und 1994 insgesamt 11 Tore.

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Nach einer kurzen Zwischenstation bei Real Oviedo folgte ein Jahr bei den Katalanen. Für Barcelona kam er jedoch lediglich auf 23 Einsätze und 2 Treffer und konnte diesem Engagement nicht so den Stempel aufdrücken wie jenem bei den Königlichen.

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Miquel Soler schaffte von Stadtrivale Espanyol den Sprung zum großen FC Barcelona, wo dem Linksverteidiger zwischen 1988 und 1991 sowie 1992/1993 insgesamt 98 Einsätze und 2 Treffer glückten.

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In der Saison 1995/96 probierte er dann sein Glück bei Real Madrid, wurde aber national und international mit insgesamt nur 19 Einsätzen und einem Tor nicht glücklich.

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Der dänische Superstar Michael Laudrup wirbelte zusammen mit seinem jüngeren Bruder Brian Europa auf. Von 1989 bis 1994 führte ihn seine Weltkarriere zum FC Barcelona, wo er in 210 Pflichtspielen mit 45 Treffern eindrucksvoll seine Spuren hinterließ.

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Danach übersiedelte der Mittelfeld-Stratege umgehend zum Erzrivalen in die spanische Hauptstadt. Zwischen 1994 und 1996 gelangen Laudrup dort 74 Einsätze und 14 Tore, ehe er seine Karriere 1998 bei Ajax ausklingen ließ.

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In Rumänien wird Gheorghe Hagi heute noch wie ein Gott verehrt. Auch der Spielgestalter hinterließ seine Spuren in Spanien. Bei Real Madrid stand er von 1990 bis 1992 81 Mal auf dem Platz und traf 19 Mal ins Schwarze.

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Nachdem er zwischenzeitlich in Italien bei Brescia Calcio sein Glück versuchte, schloss er sich danach von 1994 bis 1996 dem FC Barcelona an. 46 Einsätze und 10 Tore standen für den Rumänen bei den Katalanen zu Buche.

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Der Torhüter Julen Lopetegui machte sich zuletzt als Spaniens U19-, U20- und U21- sowie FC-Porto-Trainer einen Namen. In seiner aktiven Karriere stand er von 1988 bis 1991 für Real Madrid im Kasten, kam allerdings nur auf einen einzigen Einsatz.

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Öfters kam er nach einer Zwischenstation bei CD Logroner bei Liga-Konkurrent Barcelona zum Zug. Dort reichte es zwischen 1994 und 1996 insgesamt zu 8 Einsätzen. Trotzdem coachte er nach seiner Karriere u.a. wieder Real Madrids Castilla (2008 bis 2009).

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Bernd Schuster - die deutsche "Clasico"-Legende schlechtin. Von 1982 bis 1988 spielte der von Köln gekommene Offensiv-Künstler für den FC Barcelona. 74 Tore schoss der "Blonde Engel" in 206 Spielen.

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1988 wechselte der 21-fache DFB-Nationalspieler direkt zu Real Madrid, wo er in den folgenden zwei Jahren auf 73 Spiele und 13 Treffer kam. Danach wechselter er zu Atletico, womit er neben Miquel Soler der einzige Spieler ist, der für alle drei großen spanischen Vereine aktiv war.

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Luis Milla ist ein Kind des FC Barcelona. Der Mittelfeldspieler bestritt ab 1984 67 Pflichtspiele (zwei Tore) für die Katalanen. Trotzdem verbrachte er die längste Zeit seiner Karriere beim Erzrivalen.

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Nachdem ihn Johan Cruyff aufs Abstellgleis stellte, wechselte er 1990 zu Real. 197 Spiele machte er für die Königlichen, zwei Mal gewann er mit ihnen die Meisterschaft. Danach ließ er seine Karriere bei Valencia ausklingen.

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Die Real-Legende schlechthin schnupperte nur

Zum größten Sensationstransfer kam es jedoch nicht. Niemand geringerer als Alfredo di Stefano war kurz davor seine Europa-Karriere beim FC Barcelona zu starten.

Die im Sommer 2014 verstorbene Real-Legende und zweifelsohne einer der besten Spieler aller Zeiten soll 1953 von River Plate kommend bereits kurz vor der Unterschrift bei den Katalanen gestanden und schon drei Testspiele bestritten haben.

Dann tauchten jedoch Komplikationen auf, da sein Heimatverein plötzlich die Rechte an Real verkaufen wollte. Der spanische Verband schritt ein und schlug eine ungewöhnliche Lösung vor, dass di Stefano in den kommenden Jahren abwechselnd bei Barca und Real spielen könnte. Doch Barcelona lehnte ab und Real bekam den Spieler zugesprochen.

Auf der Homepage des FCB ist noch heute ein Foto von di Stefano im Barca-Dress an der Seite des damaligen Star-Stürmers Laszlo Kubala zu finden, wo auf die damalige "Affäre" hingewiesen wird. Noch heute gibt es Diskussionen darüber, da gemutmaßt wird, dass der damalige Diktator Franco die Finger im Spiel hatte und dem Hauptstadtklub einen Dienst erwiesen hat.

So kam es, dass di Stefano zwischen 1953 und 1964 insgesamt 282 Spiele für die Königlichen bestritt und 216 Tore erzielte.

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Weitere Überläufer vom FC Barcelona zu Real Madrid:

Spieler Barcelona von... Real von... Zwischenstationen
Fernando "Nando" Munoz (ESP) 1990-1992 1992-1996
Fernand Goyvaerts (BEL) 1962-1965 1965-1967 -
Evaristo de Macedo (BRA) 1957-1962 1962-1965 -
Justo Tejada (ESP) 1952-1961 1961-1963
Alfonso Navarro (ESP) 1946-1950/1954-1956 1950-1951
Josep Samitier (ESP) 1919-1932 1932-1934
Ricardo Zamora (ESP) 1919-1922 1930-1936 Espanyol (1916-1919/1922-1930)
Walter Rozitsky (POL) 1911-1913 1913-1915
Arsenio Comamala (ESP) 1903-1911 1911-1913
Alfonso Albeniz (ESP) bis 1911 ab 1911
Jose Quirante (ESP) 1901-1909/1910-1912 1906-1908 (trotz Vertrag bei Barca)
Charles Wallace (ENG) bis 1906 ab 1906
Alfonso Albeniz (ESP) 1901-1902 ab 1902

Weitere Überläufer von Real Madrid zum FC Barcelona:

Spieler Real von... Barcelona von... Zwischenstationen
Lorenzo Amador (ESP) 1976-1978 1980-1986 Hercules (1978-1980)
Lucien Muller (FRA) 1962-1965 1965-1968 -
Jesus Maria Pereda (ESP) 1958-1959 1961-1969 Valladolid (1958-59), Sevilla (1959-1961)
Hilario Marrero (ESP) 1931-1936 1939-1940 Valencia (1936-1939)
Luciano Lizarraga (ESP) bis 1905 ab 1905
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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