Andre Gomes: "Barcelona ist die Hölle"

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Zuletzt sorgte ein Interview des ehemaligen deutschen Internationalen Per Mertesacker für Diskussionen in der Fußballwelt.

Der 33-Jährige sprach im "Spiegel"-Interview die Folgen des psychischen Drucks an, dem Fußball-Profis ausgesetzt sind und erntete sowohl Zuspruch als auch Kritik.

Andre Gomes, Mittelfeldmann beim FC Barcelona, äußert sich nun im Interview mit dem Fußballkultur-Magazin "Panenka" zu selbiger Thematik. Der Portugiese kämpft auf und neben dem Platz mit heftigen mentalen Problemen.

"Die ersten sechs Monate in Barcelona waren sehr positiv, doch dann änderte sich etwas. Es ist die Hölle", gesteht der 24-Jährige.

Tabuthema

"Ich schließe mich ein, erlaube es mir nicht meine Frustration loszuwerden. Ich rede mit niemanden und will niemanden belästigen, weil ich mich schäme", verrät Gomes. Und darin liegt das Kernproblem.

Spieler halten es für riskant ihre mentalen Probleme zu offenbaren. Vor Trainer und Teamkollegen Schwäche zu zeigen, birgt die Gefahr den Platz in der Mannschaft zu verlieren, dabei sind die Symptome, die auch Mertesacker beschreibt, keine Seltenheit.

Ex-Profi Mike Hanke sagt im Interview mit "Sport1", es seien "70, 80 Prozent, die genauso denken wie Per." Der ehemalige Bundesligaspieler Ralph Gunesch erklärt im Talk-Format "Bohndesliga", er habe vor Spielen ebenfalls mit schweren Magenproblemen zu kämpfen gehabt.

Erwartungsdruck zu hoch

Gomes kam gleich nach dem Gewinn der Europameisterschaft zum FC Barcelona, konnte die hohen Erwartungen im Starensemble aber bisher nicht erfüllen. In dieser Spielzeit ist der Portugiese noch ohne Treffer. Zur Kritik vonseiten der Medien, kamen in jüngster Vergangenheit auch Pfiffe der eignen Fans dazu.

"Ich genieße es nicht auf dem Platz zu stehen und fühle mich ängstlich", gesteht er. Nach Spielen die nicht optimal verlaufen, sei selbst ein normales Training für Gomes nicht mehr möglich.

Mertersacker, als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Arsenal und Gunesch, als Co-Trainer der Ingolstädter U-21, haben nun die Möglichkeit Änderungen im Jugendbereich anzustoßen und junge Spieler sensibel an den Profi-Fußball heranzuführen.

Solange Grabkreuze am Trainingsgelände aufgestellt werden und der Suizid von Torhüter Robert Enke verschmäht wird, ist die Diskussion und Aufklärung über psychischen Druck essenziell wichtig.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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