Gegen die alte Liebe

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Arda Turan und das Spiel gegen die alte Liebe

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Paris St. Germain oder Manchester United?

Arda Turan hätte im Sommer die Wahl gehabt. Beide Klubs signalisierten reges Interesse am türkischen Feintechniker, damals noch bei Atletico Madrid unter Vertrag.

Doch die zwei Fußball-Schwergewichte bekamen eine Absage des 28-Jährigen, der entschied sich für den momentan erfolgreichsten Fußballverein der Welt, den FC Barcelona. Ein für viele Experten unerwarteter Transfer.

Turan verzichtete aufgrund Barcas Transfersperre freiwillig sechs Monate auf Pflichtspieleinsätze. Wahrlich kein gewöhnlicher Schritt eines Nationalspielers, der im besten Fußballalter ist und sich bei seinem Ex-Klub den Ruf als Ausnahmekicker und Fanliebling erarbeitete.

>>>FC Barcelona gegen Atletico Madrid, Samstag 16 Uhr, LIVE bei LAOLA1.tv<<<

Schnelle Integration

Schnee von gestern. Seit 1. Jänner darf Turan, wie auch Aleix Vidal, der vom FC Sevilla nach Katalonien wechselte, wieder am Spielbetrieb teilnehmen. „Sie sind Spieler mit der richtigen Persönlichkeit“, ist Trainer Luis Enrique froh, beide einsetzen zu dürfen.

Seit Eintreffen der Spielerlaubnis haben sie alle drei Liga-Spiele bestritten. Ihr Debüt feierten Turan und Vidal gegen Espanyol Barcelona in der Copa del Rey, es endete mit einem souveränen 4:1-Erfolg der „Blaugrana“.

„Es war für mich sehr wichtig mein erstes Spiel mit dem FC Barcelona zu gewinnen. Ich war etwas nervös, aber in Wirklichkeit habe ich mich auf dem Platz sehr wohl gefühlt. Ein offizielles Spiel zu bestreiten ist etwas ganz anderes als einfach nur zu trainieren“, offenbarte Turan nach dem Stadt-Derby.

Probleme sich im schnellen Spiel des FC Barcelona zurechtzufinden hatte er nicht, sowohl auf als auch abseits des Platzes versteht sich der Türke bestens mit seinen neuen Teamkollegen. „Er ist einer der besten Spieler in La Liga“, streute ihm Superstar Neymar Rosen.

Auch Aleix Vidal hat kaum mit Anpassungsproblemen zu kämpfen. Der pfeilschnelle Rechtsverteidiger verdrängte Klub-Legende Dani Alves sofort auf die Bank, die Zeit des Brasilianers scheint endgültig abgelaufen zu sein.

Gegen die Ex

Das erste große Highlight im neuen Trikot erwartet Turan am Samstag gegen seinen Ex-Klub Atletico Madrid. Es ist das Duell der beiden besten Teams von „La Liga“. „Es wird ein spezielles Spiel für mich, einzigartig. Ich glaube ich werde vor und nach dem Spiel nervös sein“, so der Türke, der am Spieltag seinen 29. Geburtstag feiert, gegenüber „BarcaTV“.

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Vier Spielzeiten verbrachte er bei den „Rojiblancos“, kennt die Spielweise des Teams von Diego Simeone nur zu gut: „Es ist immer schwierig gegen eine so kampfstarke Mannschaft zu spielen wie Atletico. Aber wir werden alles unternehmen, um drei Punkte zu holen.“

Seine Chancen auf einen Startelf-Einsatz stehen gut. Das Fieber, welches einen Einsatz im Copa-Rückspiel gegen Athletic Bilbao verhindert hatte, ist auskuriert.

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Der Grund, warum Turan und Vidal gleich von Beginn an ins System Barcelonas passen, liegt auf der Hand. Beide konnten sich ein halbes Jahr mit der Mannschaft vorbereiten und sich den Spielstil aneignen, gänzlich ohne Druck der öffentlichen Beobachtung.

Es ist nicht das erste Mal, dass dies beim FC Barcelona gut funktioniert. Bereits in der Vorsaison musste Luis Suarez nach seinem Biss gegen Giorgio Chiellini bei der Weltmeisterschaft die ersten drei Monate seiner Zeit bei Barcelona zusehen.

Trotz dem erfolgreichen Start ist Turan überzeugt, sich weiter steigern zu können: „Ich glaube, dass ich noch besser spielen kann.“

Schlüssel zum Erfolg?

Dass der Türke in der entscheidenden Meisterschaftsphase einen wichtigen Part übernehmen wird, darüber sind sich viele Experten einig. Besonders seine Variabilität in der Offensive ist ein großer Trumpf.

„In der ersten Saisonhälfte hatte Barca viele Verletzungen, dieses Problem besteht weiter. Nicht nur deshalb werden Arda und auch Aleix sehr wichtig sein“, erklärt der spanische Journalist Jorge Ordas.

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Am Samstag hat Turan die Chance zu beweisen, dass er auch in den großen Spielen eine wichtige Rolle einnehmen kann. Ein Sieg gegen Atletico könnte bereits eine kleine Vorentscheidung im Titelkampf sein.

Denn Turan erklärte bereits bei seinem Antritt: „So lange nicht zu spielen ist ein Problem, doch ich komme nicht für sechs Monate, sondern um in den nächsten fünf Jahren Titel zu holen.“ 

 

Julian Saxer

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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