"Das ist eine Nummer höher"

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Zulechner: "Das ist eine Nummer höher"

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Philipp Zulechner hat unter Adi Hütter die bisher beste Zeit seiner Karriere erlebt.

Mit Ende des Jahres 2013 führte er mit 15 Toren nach 21 Spielen im Grödig-Dress die Schützenliste der Bundesliga an.

In den folgenden zwei Jahren ging es aber nicht mehr bergauf für den 25-Jährigen, nun versucht er bei Young Boys Bern einen Neustart.

Dass dort Hütter als Trainer tätig ist, passt ihm gut.

Mit Hütter wieder vereint

"Adi Hütter hat das Größtmögliche aus mir rausgeholt, da war meine Entwicklungsphase gerade ziemlich hoch. Jetzt ist sie wieder ein bisschen bergab gegangen, aber ich glaube, das ist auch ganz normal und jetzt versuche ich wieder hochzukommen", sagte Zulechner.

Der Angreifer blieb im Herbst im Austria-Dress in 13 Spielen ohne Torerfolg und wechselte nun vom SC Freiburg vorerst leihweise bis Sommer zum Tabellendritten der Schweizer Super League.

"YB ist eine Riesenadresse, man merkt es auch im Vergleich zu Österreich, dass es noch einmal eine Nummer höher ist", erklärte der Wiener. Die Vorfreude auf den Saisonstart sei groß. "Ich hoffe, dass ich die Aufgabe gut meistere", so Zulechner. Vordergründiges Ziel des Angreifers ist es, so viele Spielminuten als möglich zu bekommen.

"Für mich persönlich ist aber auch wichtig, dass ich wieder treffe", betonte der Ex-Austrianer.

EURO im Kopf ganz weit weg

Nur dann könnte auch die in sehr weite Ferne gerückte EM 2016 in Frankreich noch ein Thema werden. "Die EURO ist bei mir im Kopf ganz weit weg. Wenn ich meine Leistungen bringe, überzeugend spiele und oft treffe, dann ist es vielleicht möglich, aber ich rechne nicht damit", schätzte der YB-Angreifer die Situation realistisch ein.

Hütter will seinen Ex- und zugleich Neo-Schützling jedenfalls wieder zu alter Stärke zurückführen.

"Natürlich weiß ich, dass er in Österreich im letzten Jahr nicht erfolgreich war, aber für einen Spieler geht es manchmal wieder schnell. Ich hoffe, dass er zu seiner alten Stärke findet, die er auch in Grödig gezeigt hat. Wenn das der Fall ist, dann können wir einiges von ihm erwarten", schilderte der Young-Boys-Trainer seine Sicht. Mit Zulechner habe man im Sturm eine zusätzliche Alternative.

"Wir wollten noch einen Spieler dazuhaben, der in die Tiefe geht und auch die Qualität hat, Tore zu machen", klärte Hütter auf.

Zum Auftakt ein Showdown

Viele Tore wird YB, wo neben Co-Trainer Christian Peintinger nun mit dem aus Grödig gekommenen Physiotherapeut Andreas Biritz ein weiterer Österreicher tätig ist, auch brauchen, um in der Liga von Platz drei weg eine Rangverbesserung zu schaffen.

"Wir haben im Frühjahr einiges vor, haben Platz zwei im Visier", gab Hütter die Marschroute vor.

Der Vizemeister wird mit einem Champions-League-Qualifikations-Startplatz belohnt.

Nach 18 von 36 Runden fehlen YB fünf Punkte auf Grasshoppers Zürich. Gleich zum Auftakt kommt es am Samstag im eigenen Stade de Suisse zum direkten Duell mit dem Tabellenzweiten. "Wir müssen fünf Punkte aufholen, das ist eine Menge. Deshalb sollten wir unbedingt versuchen, das Spiel zu gewinnen", sprach der Vorarlberger Klartext.

Für seine Mannschaft lief es im Herbstfinish nicht mehr ganz nach Maß, in den letzten sieben Runden gab es nur beim 2:1 gegen St. Gallen einen Sieg, daneben vier Remis und zwei Niederlagen.

Nicht nur Hütter hat Platz zwei im Visier

"Wenn wir das letzte Spiel gegen Luzern (Anm./1:3) gewonnen hätten, hätten wir aus elf Spielen 22 Punkte gehabt, also einen Zwei-Punkte-Schnitt, was gut ist", resümierte Hütter. Der 45-Jährige hatte am 3. September bei YB die Nachfolge des entlassenen Uli Forte angetreten, da war der Club nach sieben Runden nur Fünfter gewesen.

Der Meistertitel scheint schon zur Halbzeit vergeben, der FC Basel mit ÖFB-Teamstürmer Marc Janko war bisher eine Klasse für sich und hat bereits zehn Zähler Vorsprung auf die Grasshoppers.

Der FC Luzern mit Jakob Jantscher ist einer der Konkurrenten von YB um Platz zwei, hat als Vierter zwei Punkte weniger als der Hütter-Club auf dem Konto und startet am Sonntag in Basel ins Frühjahr.

Textquelle: © APA/LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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