YB-Titel wäre größer als Salzburg-Double
"Es ist sicher kein Nachteil, dass ich schon weiß, wie man Meister wird und worauf es ankommt. Ich würde die beiden Geschichten trotzdem nicht vergleichen. Wenn du bei Salzburg bist, dann wird der Titel erwartet", meint Hütter.
Bei YB sei das bestimmt nicht der Fall. Sukzessive hat sich der Klub unter dem Vorarlberger an die Spitze gearbeitet. Das macht Hütter stolz: "Wir haben die Mannschaft praktisch jedes Jahr verändert und verjüngt. Und was mich daneben auch freut: Die Zuseher sind begeistert darüber, wie wir spielen. Die ganze Schweiz honoriert das, und das macht es dann auch interessanter."
Für ihn ist daher klar: "Wenn wir das mit dem Titel schaffen sollten, würde das für mich persönlich noch einen höheren Stellenwert haben, als das Double in Österreich."
Der einzig verbliebene ausländische Trainer
Besonders stolz macht ihn auch die Wertschätzung für seine Person: "2015 waren sieben von zehn Trainern in der Super League Ausländer. Stand heute bin ich der einzige Trainer, der kein Schweizer ist. Auf das bin ich schon stolz, dass ich mich in der Schweiz durchgesetzt habe."
In seiner bisherigen Zeit in Bern sei er auch ruhiger, sachlicher und souveräner geworden, meint Hütter. Mit dem möglichen großen Erfolg könnte demnächst ein weiterer Karriereschritt anstehen.
"Wenn wir etwas erreichen, dann wird mein Ansehen steigen. Und was danach passiert, kommentiere ich jetzt auch gar nicht. Mein Ziel ist es sicher, irgendwann auch den nächsten Schritt zu gehen. Aber mir gefällt es sehr gut in Bern. Fakt ist, dass ich bis 2019 Vertrag habe."