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Nach Derby: Partizan erhebt schwere Vorwürfe gegen Verband

Partizan Belgrad schießt gegen den Schiedsrichter und erhebt Vorwürfe gegen den Verband.

Nach Derby: Partizan erhebt schwere Vorwürfe gegen Verband Foto: © IMAGO / Starsport

Das Belgrader Derby zwischen Roter Stern und Partizan gilt als einer der brisantesten Spiele im Fußball. Das 180. Duell der beiden Klubs (2:1 für Roter Stern) sorgte noch mehr für Schlagzeilen. Beide Teams gedachten vor dem Spiel einen verurteilten Kriegsverbrecher >>>

Nach dem Match zeigt man sich aufseiten Partizans empört über die Leistung des Schiedsrichters und gibt dafür ein öffentliches Statement heraus.

Vorwürfe zur Besetzung

"Der Fußballklub Partizan hat sich aus Prinzip und im Sinne eines großen Klubs lange Zeit öffentlicher Reaktionen enthalten, damit diese nicht als Druck auf die Schiedsrichter oder als Rechtfertigung für eine Niederlage beziehungsweise verlorene Punkte interpretiert werden", heißt es einleitend.

Das letzte Derby könne aber nicht länger ohne Reaktion bleiben. "Da bestimmte Klubs öffentlich festlegen, wer ihnen genehm ist, wer ihnen nicht genehm ist und wer Spiele von ihnen pfeifen soll, und da der Fußballverband Serbiens (FSS) eine solche Praxis nicht nur toleriert, sondern sie offenbar sogar unterstützt, wird der Fußballklub Partizan darauf bestehen, dass Nenad Minaković künftig keine Spiele des FK Partizan mehr leitet. Gleiches gilt für den ersten Assistenten Nikola Borović und den VAR-Schiedsrichter Momčilo Marković", gibt es gleich Vorwürfe gegen den Fußballverband und eine klare Forderung.

Man unterstellt dem Unparteiischen danach fehlende Objektivität: "Allein diese Saison hat gezeigt, dass es Schiedsrichter gibt, die Fehler machen, weil sie es nicht wissen oder es nicht besser können. Das trifft auf Nenad Minaković und seine Assistenten aus dem gestrigen Spiel nicht zu. Es ist offensichtlich, dass er tendenziös und mit Vorsatz entschieden hat."

Elfmeter als Kritikpunkt

Partizan schreibt von einem "skandalösen Elfmeter nach Eingriff aus dem VAR-Raum, obwohl die Aufnahmen eindeutig zeigten, dass es keinen Kontakt gab, der eine solche Entscheidung rechtfertigen würde".

Weiters ist von unterschiedlichen Maßstäben bei der Beurteilung von Fouls zu lesen. "Besonders unverständlich ist die Rolle des Schiedsrichterassistenten Nikola Borović, der sich in einer Position befand, um offensichtliche Situationen zu erkennen, jedoch die Fahne nicht hob, obwohl er es hätte tun müssen. Wenn ein Schiedsrichterassistent selbst dann nicht reagiert, wenn sich ein Vergehen direkt vor seinen Augen ereignet, stellt sich die Frage, worin seine Rolle überhaupt besteht", geht der Klub auch gegen einen Assistenten vor.

Auch der VAR bekommt eine Ansage: "Der VAR fand einen Grund, beim Elfmeter einzugreifen, fand jedoch keinen Grund, bei dem brutalen Tackling einzugreifen, bei dem ein Partizan-Spieler verletzt wurde."

Partizan will ausländische Schiris für Topspiele

Das Vertrauen in den Verband und das serbische Schiedsrichterwesen sei nicht mehr vorhanden. Deshalb gibt es eine klare Forderung der Belgrader für künftige Derbys: "Der Fußballklub Partizan fordert, dass die größten Spiele in Serbien von ausländischen Schiedsrichtern geleitet werden."

Die Vorfälle im Match gegen Roter Stern beschreibt der Verein abschließend als "Verhöhnung der sportlichen Fairness".

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