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Verfeindete Belgrad-Klubs gedenken gemeinsam Kriegsverbrecher

Vor dem 180. Belgrader Derby wird für den verurteilen Kriegsverbrecher Ratko Mladic eine Gedenkminute abgehalten.

Verfeindete Belgrad-Klubs gedenken gemeinsam Kriegsverbrecher Foto: © IMAGO / Aleksandar Djorovic

Es gibt im internationalen Fußball wenige größere Rivalitäten als jene zwischen Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad.

Das hat die beiden Vereine am Sonntag nicht davon abgehalten, vor dem 180. Belgrader Derby gemeinsam eine Schweigeminute für den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic abzuhalten.

Zudem wird von den Roter-Stern-Ultras, den "Delije", ein riesiges Tifo mit Mladics Konterfrei enthüllt. Auf den sozialen Kanälen des serbischen Meisters wird diese Aktion groß abgefeiert.

Mladic wird in Serbien als Nationalheld verehrt

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Mladic wurde auch auf den Rängen mit einer riesigen Choreo gedacht
Foto: ©IMAGO / Aleksandar Djorovic

Mladic wurden zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs (1992-1995) vorgeworfen. Darunter das Massaker von Srebrenica, welches über 8.000 bosnischen Muslimen binnen weniger Tage das Leben kostete.

2017 wurde Mladic nach jahrelangen Verhandlungen vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag (Niederlande) in zehn von elf Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Vergangene Woche starb Mladic 84-jährig im Gefängnis.

Sein Leichnam wurde mittlerweile nach Belgrad überstellt, wo er am Montag für dreieinhalb Stunden in der St.-Lukas-Kirche in der serbischen Hauptstadt aufgebahrt wird. Danach wird Mladic laut Serbiens Justizminister Nenad Vujic "mit vollen staatlichen Ehren" beigesetzt.

Arnautovic mit erstem Einsatz seit Längerem

Fußball gespielt wurde übrigens auch. Roter Stern gewinnt mit 2:1 und übernimmt mit sechs Siegen aus sechs Spielen die Tabellenführung.

Muhammed Cham ist bei Roter Stern bis zur 83. Minute im Einsatz. Marko Arnautovic wird nach drei Ligaspielen ohne Einsatz diesmal nach 68 Minuten eingetauscht.

Bei Partizan bleibt Erik Kojzek 90 Minuten auf der Bank.

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