Nach Trickserei: China verschärft Transfer-Regeln

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Über 68 Millionen Euro haben chinesische Klubs im noch bis Ende Februar offenen Transferfenster bisher für Neuzugänge ausgegeben. Damit gaben sich die Vereine der Chinese Super League deutlich sparsamer als noch im vergangenen Winter, als über 400 Millionen Euro in Spielertransfers flossen.

Der Grund für den Ausgaben-Rückgang kann in der im Sommer eingeführten Transfer-Steuer in Höhe von 100% für Transfers über sechs Millionen Euro an den chinesischen Verband zur Nachwuchsförderung ausgemacht werden.

Um dieser Abgabe zu entgehen, griff der von Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt betreute Hauptstadt-Klub Beijing Sinobo Guoan nun tief in die Trickkiste.

Streitfall Bakambu

Mitte Jänner zog der Tabellen-Achte der abgelaufenen Saison die Ausstiegsklausel von Villarreal-Angreifer Cedric Bakambu in Höhe von 40 Millionen Euro, hätte also weitere 34 Millionen Euro an den chinesischen Fußballverband CFA abgeben müssen.

Da in Spanien wechselwillige Spieler ihre Ausstiegsklausel selbst in der La-Liga-Zentrale hinterlegen müssen, behauptete Beijing Guoan, Bakambu hätte das "Gelbe U-Boot" aus "persönlichen Gründen" verlassen und man sei an der Aktivierung der Ausstiegsklausel nicht beteiligt gewesen. Der kongolesische Stürmer sei also zum Zeitpunkt der Verpflichtung vertragslos gewesen und so ablösefrei nach China gewechselt.

Harte Sanktionen drohen

Aufgrund dieses Streitfalls hat der CFA laut "Titan Sports" nun beschlossen, künftig härtere Transferregeln vorzugeben. So muss jeder chinesischer Verein bei einer Spieler-Verpflichtung detaillierte Unterlagen zu den Zahlungsmodalitäten einreichen. Sollte versucht werden, die Regularien zu umgehen, droht jedem Verein, der die Auflagen verletzt, ein Punkteabzug bis zu 15 Zählern. Des Weiteren erhält der missbräuchlich erworbene Spieler so lange keine Spielerlaubnis bis die komplette Ablöse einbezahlt wurde.

Im Falle von Bakambu könnte Beijing Guoan laut "Marca" nun zehn Punkte abgezogen bekommen und Bakambus Spielberechtigung weiter hinausgezögert werden.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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