Ein Hauch von GAK bei Lazio

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Ein Hauch von GAK bei Lazio

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Wenn der Herr Papa jahrelang als Profifußballer aktiv war, liegt es auf der Hand, für welche Sportart man sich selbst entscheidet. Könnte man meinen. Bei Sergej Milinkovic-Savic war das aber nicht so klar.

Immerhin hat auch die Mama eine tolle Sportler-Karriere hingelegt und war eine bekannte serbische Basketballerin.

„Ich habe mich für den Fussball entschieden, da ich als Kind lieber bei meinem Vater als meiner Mutter zugeschaut habe. Aber ich liebe den Basketball und werfe immer ein paar Körbe, wenn ich die Zeit dazu habe“, sagt der 21-Jährige bei „FIFA.com“.

Der GAK hat den Ausschlag gegeben

Es waren die Spiele von Nikola Milinkovic im Grazer Stadion, die die Entscheidung des Sohnemanns maßgeblich beeinflusst haben. Kein Wunder, wurde der Mittelfeldspieler mit dem GAK doch 2002 Cupsieger und holte 2004 sogar das Double.

Also begann der kleine Sergej selbst bei den Grazer „Roten“ mit dem Kicken. Nach kurzer Zeit schloss er sich dann aber der Jugendakademie in Novi Sad an.

"Mein Vater spielt eine sehr wichtige Rolle in meiner Karriere"

„Mein Vater spielt eine sehr wichtige Rolle in meiner Karriere. Ich profitiere natürlich von seiner Erfahrung im Spitzenfussball. Er gibt mir viele Ratschläge, das ist ein großes Plus für mich“, so der Mittelfeldspieler.

Steiler Aufstieg

Der Youngster ist drauf und dran, die Karriere seines Vaters schon in jungen Jahren in den Schatten zu stellen. Über Vojvodina Novi Sad kam der 1,92 Meter große Kicker im Sommer 2014 nach Belgien zu KRC Genk.

18 Spiele und drei Tore in der Jupiler Pro League reichten, um Lazio Rom zu überzeugen. Neun Millionen Euro legten die Italiener im vergangenen Sommer für den Serben, der in Spanien zur Welt gekommen ist, auf den Tisch.

Dass Milinkovic-Savic im Sommer mit Serbien die U20-WM gewonnen hat und dabei Stammkraft seiner Mannschaft war, hat gewiss auch eine Rolle gespielt. Im Herbst wurde das Talent erstmals ins A-Team einberufen, sein Debüt steht aber noch bevor.

Unmut in Florenz

Längst vergessen ist indes, dass der Wechsel nach Rom nicht ganz friktionsfrei über die Bühne gegangen ist. Denn gleichzeitig mit Lazio hat sich auch die Fiorentina intensiv um den Mittelfeldspieler bemüht.

Er soll bereits in Florenz zur Vertragsunterschrift gewesen sein, ehe er in Tränen ausbrach und seinen Willen, unbedingt zu Lazio zu wollen, kundtat. Sehr zum Unmut der Fiorentina-Verantwortlichen, die Anfang Jänner just auch noch im heimischen Stadio Artemio Franchi den ersten Serie-A-Treffer Milinkovic-Savic‘ mitansehen mussten.

Bei Lazio hat der Neuzugang nämlich rasch einen Stammplatz erobert und steht regelmäßig in der Startelf. Zudem gewinnt kein anderer Spieler der Liga mehr Kopfballduelle als er.

Der Bruder gehört Manchester United

Anders sein Bruder. Vanja Milinkovic-Savic hat irgendwie den Mittelweg aus der Karriere seiner Eltern gewählt. Der 19-Jährige spielt zwar Fußball wie sein Vater, als Tormann allerdings mit den Händen.

Und das macht der junge Mann, der ebenfalls in der GAK-Jugend gespielt hat, richtig gut. So gut, dass im Sommer 2014 Manchester United fast zwei Millionen Euro nach Novi Sad überwies, um den 2,02 Meter großen Keeper zu verpflichten.

Diesen Winter wurde der serbische U20-Internationale nach Polen zu Lechia Gdansk verliehen, dort hat aber der Ex-Rapidler Marko Maric aktuell sein Einserleiberl sicher.

Harald Prantl

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