Abo-Boom! Die Tifosi kommen zurück

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Es geht wieder bergauf in Italiens Serie A. Nach vielen Jahren des Zuschauer-Rückgangs – oder zumindest der Stagnation – haben die Tifosi offenbar wieder die Liebe zum Stadionbesuch entdeckt.

Die Verkaufszahlen von Saison-Abos zeigen in diesem Sommer ein klares Plus. Die „Gazzetta dello Sport“ schreibt in ihrem Bericht darüber gar von einem Boom.

Während in der vergangenen Saison 251.895 Dauerkarten verkauft wurden, sind es diesmal 282.683. Das ergibt ein Plus von über 10 Prozent.

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Zugeständnisse an die Ultras

Dieser Umstand hat nicht nur damit zu tun, dass einige Spitzenklubs in der abgelaufenen Transferzeit richtig gute Arbeit geleistet und hochkarätige Neuverpflichtungen präsentiert haben. Auch der Stadionbesuch selbst wird für aktive Fans wieder attraktiv, nachdem rund ein Jahrzehnt lang praktisch alles unternommen wurde, um den Ultras das Leben möglichst schwer zu machen.

Ab sofort dürfen – nach vorheriger Anmeldung – wieder Megafone und Trommeln in die Fankurven mitgebracht werden. Und die „Tessera del Tifoso“, ein für den Erwerb von Abos und Auswärtskarten notwendiger Fan-Ausweis, wurde für die kommenden drei Jahre abgeschafft.

Milan als großer Gewinner

Der größte Gewinner der Abo-Verkäufe ist der AC Milan. Nachdem Silvio Berlusconi den Klub verkauft und die neuen Eigentümer am Transfermarkt kräftig investiert haben, wurden die verkauften Abos verdoppelt. Über 31.000 Fans haben ein Saisonticket.

Stadtrivale Inter hat zwar noch keine Zahlen veröffentlicht, Schätzungen zufolge steht er den „Rossoneri“ aber nicht viel nach. Juventus hat 29.200 Abos aufgelegt, am 19. August waren schon alle ausverkauft.

Plus in Rom

In Rom wirkt sich die Entfernung der baulichen Trennung des Fanblocks, eine Schikane gegen die Roma- und Lazio-Fans lange mit Boykotten protestiert haben, positiv aus. Trotz des Karriereendes von Francesco Totti freut sich die Roma über ein Plus und hat die 20.000er-Marke geknackt.

Lazio soll die Zahl seiner Abonnenten mit 10.000 verdoppelt haben. Nachdem der Hauptstadt-Klub eine starke Saison hinter sich hat und in Anbetracht der katastrophalen Außendarstellung des vergangenen Sommers ist das keine große Überraschung. Am ersten Abo-Verkaufstag der Vorsaison hatten sich genau elf Personen für den Kauf entschieden, Klub-Boss Claudio Lotito wurde bei ihnen daraufhin persönlich vorstellig.

Probleme in Florenz

Bergauf geht es unter anderem auch bei Atalanta, Udinese, Torino und freilich bei den Aufsteigern SPAL, Benevento sowie Hellas Verona.

Einzig die Fiorentina jammert. Nachdem die Anhängerschaft mit der Familie Della Valle, die den Klub besitzt, im Clinch liegt und durch den Verkauf so ziemlich aller Leistungsträger nicht gerade Euphorie entfacht hat, wurden 3.000 Abos weniger verkauft. Es haben sich allerdings immer noch 17.000 Anhänger der „Viola“ für eine Dauerkarte entschieden.

Textquelle: © LAOLA1.at

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