Das zeichnet ÖFB-Kandidat Matteo Palma aus
Ein Udinese-Insider beschreibt den jungen Innenverteidiger, der Kontakt zum ÖFB hatte. Ob er tatsächlich für Österreich auflaufen wird, ist aber unklar.
von Markus Meisl
Die meisten österreichischen Fußballfans dürften Matteo Palma (18) von Udinese Calcio nicht wirklich auf ihrem Zettel für das ÖFB-Team gehabt haben.
Der Innenverteidiger hat aber einen italienisch-österreichischen Vater und könnte damit theoretisch für Österreich auflaufen.
Palma selbst verriet kürzlich, dass er neben Deutschland und Italien auch Kontakt zum ÖFB hatte >>>
Im Nachwuchs spielte er in der U15 für Italien, zwischen der U16 und U18 lief er für den DFB auf.
Entscheidung mit dem Herzen
"Ich denke, seine Entscheidung wird zwischen Deutschland und Italien fallen. Er hat bereits für Deutschland in der U16 und U18 gespielt, aber er hat noch Zeit, seine endgültige Entscheidung zu treffen", verrät Alessandro Vescini gegenüber LAOLA1. Der Journalist von "DAZN" beschäftigt sich intensiv mit Udinese Calcio.
Die Italiener versuchen, Palma zu einem Wechsel zu bewegen. "Es ist eine persönliche Angelegenheit und auch eine familiäre Entscheidung. Deshalb denke ich, dass er am Ende mit seinem Herzen entscheiden wird", so Vescini.
Kommt aus gutem Haus
Über den Verteidiger verliert er nur positive Worte: "Als Spieler ist er noch sehr jung, aber er verfügt bereits über die körperlichen Voraussetzungen und die Persönlichkeit, um auf diesem Niveau bestehen zu können."
"Als Mensch ist er sehr freundlich, noch ein junger Kerl, bodenständig und kommt aus einer großartigen Familie. Das sind Dinge, die einem Spieler während seiner gesamten Karriere helfen können", meint der Udinese-Insider.
Das Vertrauen in den Spieler ist groß. Bereits zwölf Spiele hat er für die Profis bestritten, 2023 wechselte Palma aus der Jugend von Hertha BSC zu Udinese Calcio. In den letzten drei Jahren wurde er entsprechend vom Verein ausgebildet.
Die Österreich-Connection in Udine
"Ich denke, dass er langfristig in der Serie A spielen kann. Jetzt muss er zunächst lernen und sich an dieses Niveau anpassen", so Vescini.
Ob der Innenverteidiger eines Tages den Sprung in ein A-Team schafft, bleibt abzuwarten. Das Potential besteht auf jeden Fall. Berechtigt wäre er auch für Österreich. Mit Neuzugang David Alaba hat er jetzt auch einen österreichischen Kollegen, auch Coach Kosta Runjaic ist Deutsch-Österreicher und gebürtiger Wiener.
Mit Sandi Lovric (28) hat er allerdings auch einen Mitspieler, der sich gegen den ÖFB entschieden hat. Nach Nachwuchsländerspielen für Österreich ist der gebürtige Lienzer jetzt A-Nationalspieler Sloweniens.