Trainer-Clinch: Conte kontert Mourinho

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Nach dem 3:3 zwischen dem FC Chelsea und der AS Roma in der Champions League reagiert "Blues"-Trainer Antonio Conte auf die Sticheleien von Jose Mourinho.

"Ich spreche nicht über Verletzungen. Andere Trainer weinen, wenn ein Spieler verletzt ist", sagte der ManUnited-Coach kürzlich und meinte damit Conte, der sich über die Personalprobleme bei Chelsea beklagte.

"Wenn ich wollte, könnte ich genauso wie andere fünf Minuten weinen: Zlatan Ibrahimovic, Marouane Fellaini, Paul Pogba, Marcos Rojo", legte Mourinho nach.

Nun folgt der Konter von Conte: "Wenn er über mich spricht, dann soll er lieber anfangen, an sein Team zu denken und auf sich selbst zu schauen, nicht auf andere. Mourinho hat das auch schon erlebt. Er soll sich um sein Team kümmern."

Chelsea musste beim 3:3 gegen die Roma einen weiteren Verletzten beklagen, David Luiz musste nach seinem Treffer zum 1:0 kurz nach der Pause verletzt ausgewechselt werden.

"In der Pause sagte mir der Arzt, dass David Schmerzen in seiner Wade hat, Bakayoko hatte Probleme mit seiner Leiste", berichtet Conte. "Uns haben mit Kante, Drinkwater und Moses drei wichtige Spieler gefehlt, das hat uns Probleme bereitet. Aber ich suche keine Ausreden."

Conte stellt eigenes System in Frage

Dass Chelsea trotz 2:0-Führung am Ende nur mit einem Punkt dastand, führte Conte auch auf seine Taktik zurück. Während die offensiv orientierte Roma ihr Kombinationsspiel aufzog, legte Chelsea sein Hauptaugenmerk auf eine konzentrierte Arbeit gegen den Ball und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Conte überraschte mit Verteidiger David Luiz auf der Sechser-Position.

"Ich will ehrlich sein: Ich mochte den Fußball, den wir über weite Strecken gespielt haben, nicht. Ich habe einerseits versucht, die Mannschaft zu schützen, damit sie solider wird und habe habe Luiz ins Mittelfeld gestellt. Andererseits haben wir dadurch unseren Stil komplett verloren", erklärt Conte. "Das hat mir nicht gefallen. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen."

Daher sei das 3:3 letztendlich ein faires Ergebnis. "Wir haben 2:0 geführt, aber wir hatten keine Kontrolle über das Spiel. Als wir zu unserem normalen System zurückgewechselt haben, hatten wir Chancen und haben guten Fußball gespielt. Ich muss meine Spieler loben, sie haben großen Einsatz gezeigt, ansonsten hätten wir das Spiel verloren."


Textquelle: © LAOLA1.at

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