Rooney: Eine Heimkehr, die kein Rückschritt ist

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13 Jahre im Rot von Manchester United – doch das Blau des FC Everton ist nie aus dem Herzen von Wayne Rooney gewichen.

Seine Rückkehr zum Jugendverein ist besiegelt, beim "anderen Klub aus Liverpool" wird der 31-Jährige Nachfolger seines Nachfolgers – Romelu Lukaku wird in Kürze für eine beachtliche Ablösesumme die umgekehrte Richtung einschlagen und zu den "Red Devils" wechseln.

"Ich habe die letzten 13 Jahre daheim mit meinen Kindern Everton-Pyjamas getragen, aber das musste ich geheimhalten", gibt der Stürmer zu.

Doch der Weg zurück will für Rooney kein Schritt zurück sein. Der Wechsel hat nicht nur nostalgische Gründe.

"Ich komme nicht nur zurück, weil es das Team ist, das ich schon immer supportet habe. Ich komme zurück, weil ich das Gefühl habe, dass sich der Klub vorwärts bewegen und entwickeln kann."

Everton macht die Taschen auf

Tatsächlich gibt Everton in diesem Sommer viel Geld aus, um die Mannschaft nach den punktemäßig klar verpassten Europacup-Plätzen auf die nächste Ebene zu hieven.

Mit jeweils knapp um die 30 Millionen Euro haben die "Toffees" allein für Innenverteidiger Michael Keane (Burnley), Torhüter Jordan Pickford (Sunderland) und Davy Klaassen (Ajax Amsterdam) ein dickes Minus in der Transferbilanz produziert. Die Ablösesumme für Rooney ist nicht bekannt.



Sollte Lukaku tatsächlich für die mittlerweile dreistellige kolportierte Summe wechseln - noch ist die offizielle Bestätigung ausständig - könnte sich das immer noch ändern.

Rooney wird jedenfalls Bestandteil einer Truppe, die fast überraschen muss: "Ich glaube wirklich, dass wir das Potenzial haben, in der Liga Erfolg zu haben - und dann gibt es noch die Cups. Wir können sicher einen dieser Cups gewinnen", sagt er.

Schwer einholbare Marken

559 Pflichtspiele, 253 Tore und 145 Assists – eine Bilanz, die den englischen Rekordtorschützen bei Manchester United zur Legende gemacht hat. Auch bei seinem nunmehrigen Ex-Klub macht ihn das zum treffsichersten Spieler der Geschichte.

Außerdem war er fixe Größe in einer Ära, in der der Verein fünf englische Titel holte – und damit den FC Liverpool als Rekordmeister ablöste – einmal den FA-Cup, einmal die Champions League und zuletzt auch die Europa League gewinnen konnte.

Genug der Meilensteine, um mit entsprechender Dankbarkeit verabschiedet zu werden.

Schöne Erinnerungen

"Wer könnte seinen Bilderbuch-Einstand mit einem Hattrick gegen Fenerbahce, den spektakulären Overhead-Kick gegen City und die zahllosen, spielentscheidenden Auftritte hier vergessen?", erinnert Ed Woodward, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von United.


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(Text wird unterhalb fortgesetzt)


"Es wird Jahrzehnte brauchen, bis jemand an seine Statistiken herankommt. Und ich bin dankbar für die Art, wie er die Mannschaft seit seiner Ernennung zum Kapitän vor drei Jahren angeführt hat", fügt er hinzu.

Statistiken, die in den letzten Jahren seines Wirkens in Old Trafford aber einen Knick nach unten erfahren haben – und mit ihnen die Bedeutung des Kapitäns für den Erfolg.

Kein langsamer Abtritt

"Es ist nie einfach, einen großartigen Spieler zu sehen, der weniger Fußball spielen darf, als er will. Daher konnte ich nicht im Weg stehen, als er danach gefragt hat, zu Everton zurückzudürfen", sagt Jose Mourinho über den Abgang der Führungsfigur.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich schon immer ein Bewunderer von ihm war", trennt sich der Trainer schweren Herzens von Rooney.

Trotz aller Bewunderung reichte es unter dem Portugiesen 2016/17 nur 15-mal für die Startelf.

So ist der Weg zu Everton wirklich als persönlicher Entwicklungsschritt, noch nicht als erstes Indiz eines langsamen Abtritts von Rooney zu werten.



Textquelle: © LAOLA1.at

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