FC Chelsea: Familie verhindert Stadion-Neubau

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Der FC Chelsea muss möglicherweise auf den geplanten Neubau seiner Stamford Bridge verzichten. Eine unweit des Stadions lebende Familie beruft sich auf ihr "Recht auf Licht".

Eigentlich war der Bau einer neuen Heimstätte für die "Blues" bereits beschlossene Sache. Doch die Familie Crosthwaite, deren Anwesen nur wenige Meter von der Stamford Bridge entfernt liegt, erließ im Mai eine einstweilige Verfügung, da sie überzeugt sind, dass die neue Arena einen permanenten Schatten auf ihr Heim werfen wird.

Selbst eine Entschädigung im sechsstelligen Bereich bringt die Familie nicht davon ab, auf ihr "Recht auf Licht" zu bestehen. Ihre Anwälte erklären, dass sie keineswegs gegen den Neubau des Stadions sind, doch sie wollen durchsetzen, dass die Osttribüne "gekürzt oder umgestaltet wird, um keine Störungen zu verursachen."

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So soll das neue Stadion des FC Chelsea aussehen. (© Herzog & de Meuron)

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Was unternimmt Chelsea?

Andere Hausbesitzer, die ebenfalls Tageslicht einbüßen müssen, konnte der Klub mit einer Entschädigung befrieden. In einer Befragung haben sich 97,5 Prozent der Anwohner für die neue Sportstätte ausgesprochen.

Der Abramovich-Klub bat zunächst den Gemeinderat mit der Familie zu sprechen, doch diese wohnt seit einem halben Jahrhundert an der Konfliktstelle und besteht auf ihrem Recht.

Die einstweilige Verfügung kann jedoch umgangen werden, wenn die Gemeinde das Projekt für einen essentiellen Fortschritt hält. Daher propagiert der Verein, dass das Gebiet durch die verbesserte Infrastruktur und die vielen Besucher, ökonomisch und sozial stark vom Neubau profitieren würde. In diesem Szenario würde die Gemeinde das Grundstück erwerben und an den Klub verpachten.

Sollte der Rat dem Vorgehen zustimmen, ist davon auszugehen, dass die Familie Crosthwaite weitere Rechtsberatung in Anspruch nehmen und sich der Fall weiter in die Länge ziehen wird.


Textquelle: © LAOLA1.at

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