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Dritter Abstieg in Folge? Deutscher Traditionsklub im freien Fall

Die "Spatzen" spielten vor zwei Jahren noch in der 2. Liga. Kann man den Trend nicht stoppen, heißt die Realität in der kommenden Saison Oberliga.

Dritter Abstieg in Folge? Deutscher Traditionsklub im freien Fall Foto: © IMAGO / Lucca Fundel

Der SSV Ulm hat schon bessere Zeiten gesehen: Der deutsche Traditionsverein spielte Ende der 90er-Jahre als Sensationsaufsteiger in der Bundesliga.

Der Klassenerhalt sollte damals nicht gelingen, innerhalb von vier Jahren rauschte man bis in die Oberliga durch.

Kein Sieg, nur drei Punkte

Ereignet sich rund 25 Jahre später ein ähnliches Szenario? Die "Spatzen", bei denen seit Sommer auch Ex-BW-Linz-Kicker Oliver Wähling unter Vertrag steht, spielten in der Saison 2024/25 noch in der 2. Bundesliga, stiegen aber in den letzten beiden Jahren direkt bis in die Regionalliga ab.

Und auch dort läuft es heuer so gar nicht: Nach sieben Spieltagen liegt Ulm mit nur drei Zählern am Tabellenende. Ein Sieg gelang in dieser Regionalliga-Spielzeit noch nicht. Der letzte volle Erfolg in der Liga liegt fünf Monate zurück: Mitte April siegte man, damals noch in der 3. Liga, mit 2:1 gegen den TSV Havelse.

LAOLA1 beleuchtete den SSV Ulm und den TSV Havelse in der Vergangenheit bereits in einem "Tor zur Welt".

Fans schäumen

Gegen den FSV Frankfurt setzte es am Samstag die nächste Niederlage (1:2), die Fans äußerten nach Spielende deutlich ihren Unmut. Ein gellendes Pfeifkonzert und der eine oder andere erhobene Mittelfinger flogen der Mannschaft entgegen, als sie sich dem eigenen Anhang stellte.

Zudem wurde mit "Jungwirth raus"-Rufen lautstark die Trennung von Coach Daniel Jungwirth gefordert. Der Übungsleiter zeigte Verständnis: "Ein großes Dankeschön an unsere Fans, die heute wieder alles gegeben haben - ich kann den Unmut mehr als verstehen, wir sind alle traurig", sagte er. "Ich kann nur sagen, wir hauen alles rein", klang bei ihm auch ein wenig Verzweiflung durch.

"Es geht nur zusammen"

"Man muss verstehen, dass die Fans so reagieren, es geht uns auch so. Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken", meinte Schlussmann Radomir Novakovic gegenüber der "Schwäbischen Zeitung". Die vergangenen Jahre haben im Verein, trotz eines erneuten Umbruchs im Sommer, sichtlich Spuren hinterlassen. Es seien sicher auch psychologische Gründe, die eine Rolle spielen, gestand Novakovic ein.

"Es geht nur zusammen und wir werden alles dafür tun, das auch zu schaffen", rief er die (Durchhalte-)Parole für die kommenden Wochen aus, in denen es nur ein Ziel gibt: sich so rasch wie möglich zu stabilisieren und den dritten Abstieg en suite zu vermeiden.

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