Urkunden-Fälschung: Anzeige gegen Naby Keita

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RB-Leipzig-Star Naby Keita droht Ärger mit der deutschen Justiz.

Dem 22-jährigen Bundesliga-Profi aus Guinea wird vorgeworfen, versucht zu haben, der Verkehrsbehörde einen gefälschten Führerschein vorzulegen, um diesen in eine deutsche Fahrerlaubnis umwandlen zu lassen - und das gleich zwei Mal.

Nun könnte das Mittelfeld-Genie, für das Red Bull Salzburg mittlerweile 37 Millionen Euro erhalten haben soll, bei einer Verurteilung eine deftige Strafe ausfassen. Eine sechstellige Summe steht im Raum.

Plumper Fälschungsversuch

Die Tat soll bereits vor knapp einem Jahr erfolgt sein. Am 2. Dezember 2016 soll Keita in die Führerschein-Stelle in Leipzig marschiert sein, um seinen angeblichen guineischen Führerschein "in eine deutsche Fahrerlaubnis umschreiben zu lassen", wie Gerichts-Sprecher Stefan Blaschke gegenüber der "Bild" erklärt.

Die Papiere sollen aber so schlecht gefälscht gewesen sein, dass die Behörden-Mitarbeiter Verdacht schöpften.

Bereits am 19. Jänner soll der künftige Liverpooler einen weiteren Versuch zu Erlangung einer deutschen Fahrerlaubnis gestartet haben. "Auch diesmal legte er eine afrikanische Lizenz vor, wollte diese umschreiben lassen", erklärt Blaschke.

Nachdem beide Dokumente von Spezialisten als Total-Fälschungen identifiziert wurden, kam es schließlich zur Anzeige gegen Keita.

Droht Mega-Strafe?

Diese könnte dem zweifachen Saison-Torschützen teuer zu stehen kommen. Es soll sich "um eine Strafe im sechsstelligen Bereich handeln", lässt der Gerichs-Sprecher das Ausmaß offen.

BVB-Star Marco Reus zahlte für ein ähnliches Vergehen 2014 bereits 540.000 Euro. Er fuhr ohne Führerschein durch Dortmunds Straßen.

Keita hat noch eine Woche Zeit die Strafe anzunehmen, sollte er das nicht tun muss er sich vor dem Amtgericht verantworten.

Doch auch wenn er das Strafmaß akzeptiert, dürfte der "Rote Bulle" noch nicht aus dem Schneider sein. Es sollen außerdem noch Ermittlungen wegen unerlaubten Fahrens ohne Genehmigung gegen ihn anlaufen.

Leipzig schützt Keita

Sein Klub RB Leipzig geht hingegen von keiner vorsätzlichen Straftat aus.

"Dieser Vorgang ist uns bekannt. Wir gehen nach eingehenden Gesprächen nicht davon aus, dass es sich um eine Fälschung handelt. Der Anwalt von Naby ist eingeschaltet und wartet nun auf Akteneinsicht", vermeldet RB-Sprecher Florian Scholz.


Textquelle: © LAOLA1.at

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