Lob für Gerhard Stuber
Während Schmid in seiner Jugend immer als spielmachender Zehner galt und vor allem seine technische Finesse im Vordergrund stand, entwickelte sich der kleine Rechtsfuß in den letzten paar Jahren zu einem dauerlaufenden Achter, der sich um keinen Meter zu schade ist und im Pressing auch dort hingeht, wo es weh tut.
Angefangen hat diese Entwicklung bereits beim FC Red Bull Salzburg, wo Schmid nach seinem Wechsel von seinem Jugendverein Sturm Graz allerdings nie wirklich glücklich wurde. So richtig feingeschliffen wurde der Steirer erst im Lavanttal. "Am meisten verbessert habe ich mich in der Defensive. Wir haben 90 Minuten durchgepresst. Nicht zuletzt dadurch sind meine Ausdauerwerte aktuell sehr gut. Ansonsten ist es für einen jungen Fußballer am wichtigsten, zu spielen. Dann folgt die fußballerische Entwicklung von alleine", findet auch der 20-Jährige selbst.
Vor allem Gerhard Struber, der Schmid bereits beim FC Liefering coachte, holte nochmal einiges aus ihm heraus. "Wenn du ein Pressing wie unter Gerhard Struber spielst, dann macht jeder Spieler einen Schritt. Ich habe in der Jugend immer auf der Zehn gespielt und jetzt auf der Acht. Das ist ein ganz anderer Job, da musst du unheimlich viel Laufarbeit leisten. Das war vorher nicht so", erklärt der Grazer seine Entwicklung unter Struber, der bekanntlich mittlerweile beim FC Barnsley aktiv ist.
(Text wird unter Video fortgesetzt)
"Pressing in Deutschland schwerer"
In Bremen, wo sich Schmid bereits eine eigene Wohnung eingerichet hat, gilt das Mittelfeld-Juwel als große Hoffnung nach einer völlig verkorksten Saison. Auf der Acht ist Werder mit Davy Klaassen und Maximilian Eggestein aktuell zwar gut besetzt, dennoch dürfte Schmid ob seiner Flexibilät auf viele Einsätze kommen.
Die Umstellung auf die deutsche Bundesliga verschafft dem 20-Jährigen allerdings Respekt. Trotz seiner Stärke im Pressing glaubt Schmid, dass er sich vor allem im Spiel gegen den Ball noch weiter verbessern muss, um im deutschen Oberhaus mithalten zu können.
"Gegen den Ball tue ich mich schwerer als in den Jahren zuvor. Ich habe drei Jahre im Red-Bull-Kosmos gespielt und beim WAC mit Struber auch einen Trainer von Red Bull Salzburg bekommen. Ich habe also immer Pressing gespielt. Mit der irrsinnig hohen Qualität und dem Tempo in Deutschland ist es schwerer, nur Pressing zu spielen. Deshalb ist das Spiel gegen den Ball die größte Umstellung", prognostiziert der ÖFB-U21-Teamkicker.