Werner: "Man geht, wenn es am schönsten ist"
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Aber auch Werner zeigt sich emotional: "Das Ganze hat ein Ende, aber man geht, wenn es am schönsten ist, und das ist doch immer der beste Abschluss", resümiert er. Als Werner nach seinem zweiten Treffer ausgewechselt wird, umarmt er Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann und alle Betreuer auf der Ersatzbank innig. "Natürlich ging ihm das nahe", erzählt der Coach. Werner, für den die Londoner 53 Millionen Euro Ablöse lockermachten, habe als Mensch "das Herz am rechten Fleck".
Werners Zahlen sind tatsächlich beeindruckend: In der Bundesliga markiert der deutsche Nationalstürmer insgesamt 91 Tore, fast ein Drittel davon in dieser letzten Saison bei den Leipzigern. Seine 28 Treffer hätten in den vergangenen 40 Spielzeiten im deutschen Oberhaus 34 Mal zur Torjäger-Kanone gereicht - diesmal war aber wieder einmal Bayern Münchens Robert Lewandowski (34) besser.
Werner knackt Heynckes Rekord
Einen Rekord aber schnappt sich in dieser Corona-Saison allerdings nicht der Pole, sondern Werner. Mit den Toren in Augsburg markierte der Teamkollege der Österreicher Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Hannes Wolf 17 Auswärtstreffer in einem Jahr - das war laut Liga-Angaben bisher nur Weltmeister Heynckes 1973/74 gelungen. "Ein gebührendes Ende für seine erfolgreiche Ära bei RB Leipzig", sagt Sturmpartner Emil Forsberg zum Auftritt Werners.
Seit Mario Gomez in der Spielzeit 2010/11 sind keinem deutschen Spieler in der Bundesliga 28 oder mehr Tore gelungen. Werner will in London aber noch besser werden. "Natürlich fällt es einem schwer, so eine Wohlfühloase, wie ich sie in Leipzig über Jahre hatte, aufzugeben, aber man kommt in einer Karriere nur weiter, wenn man auch mal den nächsten Schritt wagt", so der Angreifer.