Hasenhüttls emotionale Rückkehr nach Ingolstadt

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Als Tabellenführer mit RB Leipzig kehrt Ralph Hasenhüttl erstmals an jenen Ort zurück, wo er vor 228 Tagen seinen Abschied erklärte: Ingolstadt.

Der 49-jährige Erfolgstrainer ist vor der emotionalen Rückkehr nicht auf Insider-Informationen angewiesen, da er den Verein noch immer gut kennt.

Auch sein Sohn Patrick, der im zweiten Team der Oberbayern spielt, wurde im Vorfeld nicht ausgefragt: "Wir haben nicht telefoniert, und ich habe ihn auch nicht angehalten, was in Erfahrung zu bringen."

Es werde "schon etwas Besonderes", räumte er ein. Der drei Punkte zurückliegende Titelverteidiger Bayern München empfängt den VfL Wolfsburg.

Hasenhüttl kann verstehen, dass man ihm Abschied übel nimmt

Hasenhüttl erlebt einen Kurzausflug in die Vergangenheit. Denn mit Ingolstadt feierte er seine bisher größten Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und in der Vorsaison den überraschenden Klassenverbleib mit tollem Fußball.

Seinen Abgang zum umstrittenen Millionen-Projekt Leipzig nahmen ihm viele übel. Das kann er verstehen, aber er musste den nächsten Schritt gehen, so Hasenhüttl.

"Es war sicher ein Umbruch, der nicht ganz einfach war. Unsere Philosophie lautete immer: Wenn jemand schnellere Entwicklungsschritte macht als der Verein, setzt man sich zusammen und sucht eine Lösung", sagte der Österreicher dem "Kicker".

Er habe seine Ziele gehabt, die er verfolgen wollte: "Und wie man sieht, war die Entscheidung nicht ganz falsch."

"Wenn wir einen sehr guten Tag haben, ist alles möglich"

Einige Kontakte hat Hasenhüttl noch nach Ingolstadt, man tausche gegenseitige Glückwunsch-SMS nach guten Spielen aus. "Aber momentan nicht. Alles, was man jetzt schreiben würde, hätte den Beigeschmack, dass man was in Erfahrung bringen will. Aber das ist nicht notwendig", betonte er.

Hasenhüttl weiß genau, was den vor der 14. Runde weiter ungeschlagenen Tabellenführer stark macht. Und er weiß, was Ingolstadt ausmacht. Unter dem neuen Coach Maik Walpurgis habe sich das Spiel der Schanzer enorm verbessert. Dennoch trennen beide Teams satte 27 Punkte.

"Ich bin trotzdem von meiner Mannschaft überzeugt, dass wir auch unsere Möglichkeiten bekommen werden", sagte der Nachfolger von Hasenhüttl, der den Sachsen "extreme Qualität in Pressing, Gegenpressing, Präzision und Geschwindigkeit" bescheinigt. Dennoch: "Wenn wir einen sehr guten Tag haben, ist alles möglich."

Leipzig geht als klarer Favorit in das Duell beim Tabellenletzten. Zumal der 2:1-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 mit den ÖFB-Teamspielern Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker eine der besten Saisonleistungen für Hasenhüttl war.

"So gegen eine Spitzenmannschaft aufzutreten, war beeindruckend. Aber uns zeichnet aus, dass wir solche Spiele nicht überbewerten, weil wir wissen, dass in Ingolstadt erneut eine konzentrierte Leistung notwendig sein wird."

Programm deutsche Bundesliga (14. Runde):

Freitag (20.30): Frankfurt (Lindner) - Hoffenheim

Samstag: Bayern München (Alaba) - Wolfsburg, Köln (Trainer Stöger) - Dortmund, Hamburger SV (Gregoritsch) - Augsburg (Hinteregger, Teigl, Danso), Ingolstadt (Hinterseer, Suttner) - RB Leipzig (Trainer Hasenhüttl, Sabitzer, Ilsanker), Freiburg - Darmstadt (alle 15.30), Hertha - Bremen (Junuzovic, Grillitsch, Kainz/18.30)

Sonntag: Mönchengladbach - Mainz (Onisiwo/15.30), Schalke (Schöpf) - Leverkusen (Dragovic, Baumgartlinger Özcan/17.30)


Textquelle: © LAOLA1.at

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