Stöger: "Der Trainer ist die ärmste Sau"

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Seit mittlerweile vier Jahren ist Peter Stöger Trainer des 1. FC Köln, führte die "Geißböcke" in der abgelaufenen Saison erstmals seit 25 Jahren wieder in die Europa League.

Dabei wollte der Wiener nach seiner aktiven Karriere nie auf der Trainerbank sitzen. "Weil ich als Spieler gesehen habe, dass der Trainer die ärmste Sau ist", erklärt Stöger im "Kurier"-Interview.

"Dadurch habe ich mich in der Struktur und der Planung gesehen. Irgendwie ist das immer mehr gekippt. Jetzt bist du als Trainer immer noch die ärmste Sau, aber du kannst direkt etwas bewirken. Das ist spannend und wiegt das ständige Risiko auf."

Stöger fühlt sich geschmeichelt

Der 51-Jährige wurde in der abgelaufenen Saison zum beliebtesten Trainer der deutschen Bundesliga gewählt, wurden von den Medien zwischendurch sogar als Kandidat bei Borussia Dortmund gehandelt.

"Selbst wenn es nur ein Journalist schreibt, fühlst du dich geschmeichelt. Ich hab’ schließlich schon ganz andere Schlagzeilen bekommen. Irgendwann hat’s ja nicht einmal für die Vienna gereicht. Nicht bös’ gemeint, aber man sieht, wie schnell das geht. Ich hab jetzt nicht das Bedürfnis, mir oder irgendjemand anderem zu beweisen, dass ich jetzt woanders hin muss. Dafür ist der Verein zu cool, die Stadt zu cool, und der sportliche Erfolg passt", ist ein Abschied aus Köln für Stöger derzeit kein Thema.

Teamchef-Posten für Stöger kein Thema

Ebenso wie der Teamchef-Posten in Österreich: "Ich sehe mich momentan zu hundert Prozent als Vereinstrainer, weil mir das Spaß macht. Ich weiß, als Trainer ein ganzes Land zu vertreten, ist die höchste Aufgabe. Aber es passt jetzt einfach nicht."

Dafür könnte sich Stöger einen anderen Österreicher als möglichen Koller-Nachfolger vorstellen. "Für den Andi Herzog wär’s genau jetzt richtig. Er hat viel Erfahrung gesammelt in den USA."

Dass Herzog keine Erfahrung als Klub-Trainer hat, sei kein Problem. "Er ist doch im Bereich der Szene unterwegs, die eine Nationalmannschaft ausmacht. Umgekehrt, ein Teamchef, der noch nie mit einer Mannschaft täglich gearbeitet hat und das jetzt auf einmal bei einem Klub tun soll, wäre das doch viel schwieriger."

Textquelle: © LAOLA1.at

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