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Ljubicic über LASK-Zeit: "War wirklich großartig für mich"

In einem ausführlichen Interview blickt Marin Ljubicic auf seine Karriere zurück. Besonders positiv hat er seine Anfangszeit beim LASK in Erinnerung.

Ljubicic über LASK-Zeit: "War wirklich großartig für mich" Foto: © IMAGO / Matthias Koch

Im Sommer 2022 wechselte Marin Ljubicic leihweise von Hajduk Split zum LASK. Der Transfer des kroatischen Angreifers sollte sich als Erfolgsgeschichte erweisen.

Mit 35 Toren und sieben Vorlagen im Gepäck zog er im Winter 2025 zu Union Berlin weiter. Nach seinem Leih-Engagement bei Fortuna Düsseldorf ist er in dieser Saison wieder fester Bestandteil des deutschen Bundesligisten.

In einem Interview auf dem hauseigenen YouTube-Kanal von Union Berlin hat der 24-jährige Kroate auch seine Zeit beim LASK Revue passieren lassen.

Der Entschluss, seinen Jugendklub leihweise zu verlassen, fiel am Tag des Pokalfinales: "Ich war wirklich sauer, weil ich zu diesem Zeitpunkt vier Tore erzielt und einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft geleistet habe. Wir spielten gegen Rijeka und hatten noch einen Wechsel frei. Ich war der Einzige, der sich aufwärmte, aber der Trainer wechselte mich nicht ein. Danach habe ich für mich gesagt, jetzt gehe ich. Ich kann das hier nicht mehr. Also habe ich um eine Leihe gebeten."

Ljubicic: "Habe gemerkt, dass ich dort der Richtige bin"

Beim LASK spürte er von Beginn an das Vertrauen des Vereins. "Vom ersten Tag an habe ich gemerkt, dass ich dort der Richtige bin. Ich habe in den Freundschaftsspielen begonnen, dann im ÖFB-Cup, und es lief einfach. Alles, was ich wollte, hat geklappt. Es war wirklich eine großartige Zeit für mich."

Doch mit der Roten Karte im Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried nach einer Tätlichkeit erlebte er einen "totalen Tiefschlag". Er hatte in diesem Moment das Gefühl, er "hätte den Verein, die Spieler, einfach alle im Stich gelassen".

Mit seinem Siegtreffer gegen den SC Austria Lustenau nahm seine Zeit in Linz wieder eine positive Wendung, und das obwohl er zum Leidwesen seiner Freunde aus Split, die zur Stadioneröffnung extra angereist waren, nicht in der Startelf stand.

Doch es sollte doch noch ein erfolgreicher Abend für den kroatischen Stürmer werden: "Ich kam rein, es stand 0:0. Ich habe auf der Bank ehrlich gesagt darauf gehofft, dass es beim 0:0 bleibt, damit ich reinkommen und in der 94. Minute einen Elfmeter schießen kann. Normalerweise waren ein paar Spieler vor mir dran, den Elfmeter zu schießen. Aber in diesem war es mir egal, selbst wenn es Cristiano Ronaldo gewesen wäre. Der gehört mir. Das ist mein Ball."

Zulj riet ihm zu Union-Wechsel

Mit diesem Selbstvertrauen verwandelte er auch den Elfmeter. "Und ja, ich habe getroffen und auf sie (Anm.: Freunde) gezeigt. Sie haben mich umarmt. Es war ein unglaubliches Gefühl", erinnert sich der 24-jährige Kroate. Auch die Tatsache, dass er "der erste Torschütze in diesem Stadion" sei, bedeute ihm viel.

Als die Anfrage von Union Berlin hereinkam, holte er sich Rat von Robert Zulj, der selbst für die "Eisernen" aktiv war. "Ich habe mich hauptsächlich mit Robert darüber unterhalten, weil wir uns in Linz wirklich sehr nahe standen. Und als ihm von Union erzählte, meinte er: 'Das ist so ziemlich der beste Schritt, den du machen kannst.' Denn Berlin als Stadt und Union als Verein - das ist genau das Niveau, auf dem ich mich bewiesen kann. Er hat nur Positives über den Verein und die Fans gesagt."

Nach seiner Leihe wusste Ljubicic, dass er sich in der aktuellen Spielzeit von Beginn an beweisen müsse. Das sei ihm laut eigener Einschätzung bisher auch gut gelungen. Ob sein Kapitel bei Union Berlin ähnlich erfolgreich wird wie jenes beim LASK, bleibt abzuwarten. Aktuell hält der 24-jährige Kroate wettbewerbsübergreifend bei zwei Toren und einer Vorlage.

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