Leverkusen verschießt fünften Elfmeter der Saison

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Der Sieg gegen Werder Bremen (1:1) lag für Neo-Bayer-Coach Tayfun Korkut in der Nachspielzeit auf dem Silbertablett. Ömer Toprak verschoss aber vom Punkt (96.).

"Ich war mir ziemlich sicher, dass ich den reinmache. Leider hat es nicht geklappt", ärgerte sich der Leverkusen-Kapitän.

Sportdirektor Rudi Völler legt nach: "Wenn du so ein Geschenk bekommst und nicht triffst, ist das mit unserer Vorgeschichte einfach unfassbar."

Es war Leverkusens fünfter verschossener Elfmeter in der laufenden Saison.

Verständnis für Pfeifkonzert

Für das Pfeifkonzert der Fans nach dem direkt folgenden Abpfiff zeigte Toprak Verständnis: "Klar, dass sie enttäuscht sind. Ich bin es ja auch."

Korkut hatte sein erstes Spiel für Bayer leidenschaftlich mitgelebt. Er tigerte wild gestikulierend auf und ab, lobte und haderte, jubelte und schimpfte.

Doch nach dem Abpfiff wirkte der Nachfolger von Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt schon sichtlich ernüchtert und behalf sich mit Durchhalteparolen. Solche Geschichten schreibe eben der Fußball, man müsse den Kopf hochhalten und nach vorne schauen.

"Haben nicht die Nerven"

Die Probleme sitzen deutlich tiefer, als dass sie durch eine bloße Änderung auf der Trainer-Position gelöst werden könnten. "Elfmeter sind eben Nervensache. Und die Nerven haben wir im Moment nicht", erklärte Völler. Und Toprak ergänzte: "Dass wir heute das perfekte Spiel machen, konnte niemand erwarten."

Der vermeintliche Start zur Aufholjagd in Richtung Europa blieb aus, und so wurde Korkut nach seinem ersten Spiel gar gefragt, ob er den Blick auch auf die Abstiegszone richte. "Damit beschäftige ich mich überhaupt nicht", entgegnete der 42-Jährige. "Wir schauen überhaupt nicht nach unten."

Bremen feiert Wiedwald und Pizarro

Doch die Europa League ist für Bayer mit Leistungen wie am Freitag nicht mehr zu erreichen. Leverkusen wird sich am Mittwoch bei Atletico Madrid (Hinspiel 2:4) voraussichtlich aus der Champions League verabschieden - und das wohl für mehr als ein Jahr.

Dafür nähert sich Werder dank zweier Helden seinem Ziel Klassenerhalt immer mehr. Neben Tormann Felix Wiedwald, der den Elfer von Toprak parierte, war dies Claudio Pizarro.

Der 38-jährige Peruaner erzielte in seinem 200. Spiel für die Bremer mit dem Bauch das 1:1 (79.). "Er bringt eine Ausstrahlung auf den Platz, vor der jeder Gegner Angst hat", lobte Wiedwald den Torjäger.


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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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