Hakan Calhanoglu für vier Monate gesperrt

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Der internationale Sportgerichtshof CAS hat Leverkusen-Regisseur Hakan Calhanoglu für vier Monate gesperrt.

Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen dem 22-Jährigen und dem türkischen Klub Tranbzonspor. Die Türken hatten während Calhanoglus Zeit beim Karlsruher SC eine Wechselzusage erhalten, der Mittelfeldspieler entschied sich aber für einen Transfer zum Hamburger SV.

Damit ist die Rückrunde für Calhanoglu, der in 15 Bundesliga-Spielen dieser Saison sechs Tore erzielte und fünf vorbereitete, gelaufen.

Vater verhandelte mit Trabzonspor

Der CAS wirft dem Spieler Vertragsbruch vor. Das Urteil ist nicht anfechtbar.

Wie der "Express" berichtet, wurden im Jahr 2011, als Calhanoglu 17 Jahre alt und damit noch nicht geschäftsfähig ist, türkische Klubs auf ihn aufmerksam. Trabzonspor nimmt Kontakt mit seinem Vater Hüseyin auf und es kommt zu einem Treffen zwischen dem Verein und Vater Calhanoglu.

Als Hakan davon etwas mitbekommt, versucht er den Deal zu stoppen, gleichzeitig soll Trabzonspor Hüseyin mit einem Handgeld von 100.000 Euro geködert haben. Bei Vertragsunterzeichung würde er noch einmal 100.000 Euro erhalten, heißt es. Calhanoglus Vater unterschreibt ein Verhandlungsprotokoll.

Völler: "Schwerer Schlag"

Es kommt aber nie zum Transfer. 2012 wechselt Calhanoglu zum HSV und leiht ihn nach Karlsruhe zurück. 2013 spielt er bei den Hanseaten groß auf und wechselt für 14,5 Millionen Euro nach Leverkusen.

Hinter den Kulissen klagt Trabzonspor bei der FIFA wegen Vertragsbruch und bekommt Recht, nach einer Berufung wird eine Sperre aber aufgehoben und der Fall landet beim CAS, der nun die Strafe ausgesprochen hat.

"Tut mir unendlich leid"

"Wir bedauern natürlich diese für uns in keiner Weise nachvollziehbare Entscheidung. Sie ist ein schwerer Schlag für Hakan, aber auch für uns", sagt Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

Calhanoglu gab sich im Interview des Kölner "Express" (Freitag) kämpferisch. "Diese Angelegenheit wird mich nur noch stärker machen." Das Schlimmste sei für ihn, dass sein Club in Mitleidenschaft gezogen werde. "Das macht mich traurig. Ich habe Schuldgefühle, es tut mir unendlich leid."

Er habe 2011 zufällig mitbekommen, "dass sich mein Vater in Darmstadt in einem Restaurant mit Vertretern von Trabzonspor trifft". Sein Vater habe zu ihm gesagt, er müsse den Vertrag unterschreiben. "In unserer Kultur hat der Vater das Sagen. Es gehört sich nicht, ihm keinen Respekt entgegen zu bringen", meinte Calhanoglu. "Ich war 17 Jahre alt und war mir der Tragweite nicht bewusst. Ich hatte doch nur Fußball im Kopf."

Textquelle: © LAOLA1.at

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