Gladbach-Goalie Sommer als heiße Transferaktie

Gladbach-Goalie Sommer als heiße Transferaktie Foto: © getty
 

Die Schweiz verlässt die EURO nach dem Viertelfinaleinzug erhobenen Hauptes. Der Achtelfinal-Sieg im Elfmeterschießen gegen Weltmeister Frankreich und das bittere Aus im Penalty-Krimi gegen Spanien im Viertelfinale haben einige Spieler der Eidgenossen ins internationale Rampenlicht gestellt.

Gladbachs Tormann Yann Sommer ist so ein Spieler, der nun zur heißen Transfer-Aktie werden kann. Der 32-Jährige verbuchte bei der EURO zehn Paraden, er hielt gegen die Franzosen den Elfmeter von Mbappe und zeigte als "Nati-Goalie" eine starke Leistung.

"Yann war der konstanteste Schweizer und das auf einem Top-Niveau! Bis jetzt war er für mich internationale Klasse. Mit den letzten zwei Spielen bei der EM hat er sich teilweise in die Weltklasse verschoben", analysiert der ehemalige Schweizer Nationalteam-Torhüter und Ex-Gladbach-Goalie Jörg Stiel.

Der 53-Jährige, aktuell Tormann-Trainer bei Grasshopper Zürich, meint im Gespräch mit dem "Blick" weiter: "Natürlich würde ich ihn gerne weiter bei Borussia Mönchengladbach sehen, jedoch hat er mit diesen Leistungen wahrscheinlich auch Begehrlichkeiten auf dem Transfermarkt geweckt. Für mich könnte Yann problemlos bei Mannschaften wie Real oder auch Barça spielen. Wer auf diesem Niveau gegen die besten Spieler der besten Ligen besteht und sie wie gestern fast zur Verzweiflung bringt, kann bei den ganz grossen Mannschaften dieser Welt spielen."

Der "nur" 1,83 Meter große Sommer ist noch bis 2023 an Gladbach gebunden, wo gerade der Vorarlberger Adi Hütter als neuer Cheftrainer seine Arbeit aufgenommen hat.

Goalie-Legende Andoni Zubizarreta - von 2010 bis 2015 Sportdirektor beim FC Barcelona - erklärt in der "NZZ" unter anderem: "Ich kenne Sommer gut. Nach dem Handbuch des modernen Fussballs, laut dem die Torhüter am besten zwei Meter groß sind, fehlen ihm vielleicht ein paar Zentimeter. Dafür versteht er das Spiel. Er macht grossartige Paraden und er antizipiert auch viel. Das fällt oft nicht so auf, er löst jedoch viele Probleme für eine Mannschaft. Und er hat diese Persönlichkeit: Hauptdarsteller zu sein, wenn es zur Sache geht."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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