Frankfurt: "Team und Trainer haben versagt"

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Die Champions-League-Träume von Eintracht Frankfurt lösen sich immer mehr in Luft auf.

Das Team von Adi Hütter leistet sich ausgerechnet gegen Absteiger Schalke eine bittere 3:4-Pleite und bleibt in der Tabelle mit 57 Punkten Fünfter, Wolfsburg (60) und Dortmund (58) können mit einem Remis bzw. einem Sieg am Sonntag ihre Tickets für die Königsklasse buchen.

"Wenn eine Mannschaft, die schon abgestiegen ist, den Sieg mehr will als eine, die in die Champions League kommen kann, ist das sehr sehr ernüchternd", spart Frankfurts Sebastian Rode bei "Sky" nicht mit Selbstkritik. Der Mittelfeldspieler nimmt seine Mitspieler, aber auch Coach Hütter in die Pflicht. "Es ist die gesamte Mannschaft samt Trainer, die versagt hat. Dafür gibt es keine Entschuldigung."

Auch bei Hütter sitzt der Frust tief: "Wir haben das alle zusammen vergeigt. An dieser Niederlage haben wir unglaublich zu knabbern." Gleichwohl erinnerte der Vorarlberger an die lange Zeit starke Saison seiner Mannschaft: "Wir hatten ein Traumziel. Aber wir sind immer noch Fünfter. Hätten wir die Ziele nicht so hoch gesteckt und hätten gesagt, dass wir vielleicht Europa League oder Conference League spielen wollen, dann wäre es super gewesen."

Einbruch nach Hütter-Verkündung: "Ist nicht von der Hand zu weisen"

Nach nur vier Zählern aus den fünf Spielen seit dem angekündigten Abschied von Hütter Richtung Mönchengladbach hat Rode kaum noch Hoffnung auf die Champions League. "Wir hatten die einmalige Chance, in die Champions League zu kommen, und jetzt ist es so gut wie vorbei."

Für den Routinier steht der Leistungseinbruch in den vergangenen Spielen auch in Zusammenhang mit Hütters angekündigtem Abschied. "Ich denke, das ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn wir uns immer wieder eingeredet haben, dass es uns nicht belastet. Im Endeffekt können wir es nicht von der Hand weisen, jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Drei Niederlagen, jetzt gegen Schalke verloren", so Rode. "Dortmund hat auch mit dem Pokalsieg jetzt so viel Rückenwind, dass ich nicht glaube, dass die noch mal Punkte liegen lassen."

Weil neben Hütter auch Sportvorstand Fredi Bobic die Eintracht am Ende der Saison verlässt und zu Hertha BSC wechselt, gab es nach dem Schlusspfiff reichlich Fragen zum Einfluss dieser Personalien auf den Einbruch des Teams. "Das ist aus meiner Sicht sehr, sehr billig. Aber ich weiß, wie das Geschäft funktioniert", kommentiert Bobic genervt, verweist aber gleichzeitig auf die erzielten Erfolge. "Dennoch war es eine Rekordsaison, in der wir souverän in die Europa League einziehen und bisher erst sechs Mal verloren haben."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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