Deutscher Bundesligist fordert VAR-Aus
Der FC Augsburg unterstützt die Fanszene und fordert eine Abschaffung des VARs.
Der FC Augsburg fordert eine Abschaffung des VARs!
In der anstehenden ersten Runde des DFB-Pokals, die ohne den Einsatz des Video-Assistent-Referees vonstattengeht, wurde seitens vieler Fanszenen Protestaktionen gegen den VAR angekündigt.
Nun bekommen die Fans Unterstützung eines deutschen Bundesligisten. Michael Gregoritschs FC Augsburg bezieht in einem Artikel des "Kicker" klar Stellung.
"Fußball, wie er sein sollte: ohne VAR ..."
"Wir können die Sichtweise der Fans nachvollziehen, weil wir dies in vielen Punkten ähnlich empfinden", so Geschäftsführer Michael Ströll.
Eigentlich wurde der VAR für mehr Gerechtigkeit im Fußball installiert. "In der Praxis verlagern wir das Problem jedoch oftmals von der Diskussion über die Schiedsrichter-Entscheidung zur Diskussion über den Video-Schiedsrichter. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der VAR häufig neue Diskussionen schafft, anstatt alte zu lösen", heißt es weiter.
Von den Fans heißt es: "In der nun startenden ersten Pokalrunde sehen wir den Fußball, wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen. Zu diesem Zustand möchten wir dauerhaft zurückkehren und fordern deshalb die Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball."
"Emotionen bleiben auf der Strecke"
Ein wesentlicher Aspekt für Augsburg: "Die Emotionen bleiben auf der Strecke, wodurch der Grundgedanke dieses wunderbaren Spiels einen erheblichen Schaden nimmt. Das steht für uns nicht in Relation zum diskutablen Mehrwert."
Er warnt: "Wir stehen in Deutschland für Fankultur, Stimmung auf den Rängen und Emotionen in den Stadien. Damit haben wir einen klaren Wettbewerbsvorteil anderen Ligen gegenüber. Diese Aspekte sollten wir schützen und nicht krampfhaft an etwas festhalten, nur um des Festhaltenwillens."
Der Grundgedanke des VARs sei kein schlechter gewesen, es scheitere für Ströll seit nunmehr neun Jahren an der Umsetzung dessen.