"Ohne Leibchen ist was für den Strand" – Ilzer scherzt über Prass
Alex Prass trifft und fliegt danach wegen seines Torjubels mit Gelb-Rot vom Platz. TSG-Coach Christian Ilzer nimmt den kuriosen Ausschluss mit Humor.
Die TSG Hoffenheim feiert mit einem 3:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen den dritten Pflichtspielsieg in Folge (zum Spielbericht >>>).
Im Mittelpunkt steht dabei ÖFB-Legionär Alexander Prass, der zunächst mit seinem Treffer zum 2:0 glänzt, sich anschließend aber mit einer unnötigen Aktion selbst aus dem Spiel nimmt.
Weil der 25-Jährige beim Torjubel sein Trikot auszieht und dafür seine zweite Gelbe Karte sieht, wird er Hoffenheim am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei Werder Bremen fehlen. Trainer Christian Ilzer nimmt den Platzverweis nach dem Schlusspfiff bei "DAZN" allerdings mit Humor.
Ilzer scherzt über Prass-Aussetzer
"Er hat eine fantastische Woche gespielt, ist am Sonntag in die Mannschaft gerückt und hat auf einer für ihn bei der TSG doch ungewohnten Position ein herausragendes Spiel gemacht", lobt Ilzer die jüngsten Leistungen seines Schützlings.
Auch in der Europa League gegen Lyon unter der Woche habe Prass ein "Top-Spiel" gemacht. Gegen Leverkusen habe der ÖFB-Legionär ebenfalls alles investiert und mit seinem Treffer den Deckel draufgemacht.
Dass er sich anschließend das Trikot vom Leib reißt, kann der österreichische Trainer trotzdem nicht gutheißen: "Aus der Emotion heraus, dann sowas zu vergessen, soll nicht passieren. Aber der Sieg überwiegt und er wird uns leider gegen Werder fehlen."
Gleichzeitig nimmt der 49-Jährige die kuriose Szene gelassen zur Kenntnis: "Ohne Leibchen zu gehen ist was für den Strand. Am Fußballplatz soll man Tore schießen und sich einen anderen Jubel überlegen", scherzt der Österreicher.
Auch Baumann nimmt die Szene mit Humor
Ganz ohne Konsequenzen wird die Aktion für Prass allerdings nicht bleiben. "Die Mannschaft regelt die Strafe. Das ist klar", kündigt Ilzer an.
Auch TSG-Kapitän Oliver Baumann nimmt den Platzverweis mit einem Augenzwinkern. Für Prass werde es jedenfalls "teuer für die Mannschaftskasse".
Entschuldigung via Instagram
Prass selbst meldete sich im Anschluss an das Spiel via Instagram zu Wort und entschuldigte sich für den Platzverweis.
"Ich entschuldige mich für die Rote Karte. Manchmal kochen Emotionen im Spiel über, aber das ist Fußball. Ich nehme es als Lektion und werde sicher daraus lernen."
Prass im Pokal spielberechtigt
Der Erfolg gegen Leverkusen tut Hoffenheim jedenfalls sichtlich gut. Lange Zeit zum Durchatmen bleibt der Ilzer-Elf allerdings nicht.
Bereits am Mittwoch steht im Sechzehntelfinale des DFB-Pokals das Auswärtsspiel beim Zweitligisten Holstein Kiel auf dem Programm. Dort ist Prass trotz seines Platzverweises in der Bundesliga spielberechtigt.
Am kommenden Samstag geht es für die Sinsheimer dann in der deutschen Bundesliga bei Werder Bremen weiter. In dieser Partie muss Ilzer auf den ÖFB-Kicker verzichten.