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Bitter! Austria-Frauen verlieren CL-Playoff-Hinspiel

Die Wienerinnen verlieren das Hinspiel des Champions-League-Playoffs beim norwegischen Meister. Im Rückspiel ist für die Austria aber noch alles offen.

Bitter! Austria-Frauen verlieren CL-Playoff-Hinspiel Foto: © GEPA

Für die Frauen des FK Austria Wien ist der Traum von der erstmaligen Teilnahme an der UEFA Women's Champions League weiterhin am Leben.

Die amtierenden Double-Siegerinnen müssen sich am Dienstag im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde beim norwegischen Meister SK Brann mit 1:2 geschlagen geben. Damit ist vor dem Rückspiel in Wien noch alles offen.

Der Sieger des Duells nach Hin- und Rückspiel zieht in die Ligaphase der Champions League ein. Der Verlierer darf sich immerhin über einen Platz in der Qualirunde zum Europa Cup freuen.

Austria startet stark – Brann geht in Führung

Die Mannschaft von Trainer Stefan Kenesei erwischt in Bergen den besseren Start. Mit aggressivem Angriffspressing bereitet die Austria den Norwegerinnen in der Anfangsviertelstunde große Probleme. Einzig der letzte Pass fehlt den Gästen zunächst.

Ein Abschluss von Patricia Pfanner aus gut 20 Metern wird in der 8. Minute noch entscheidend von Josefine Birkelund abgeblockt.

Danach zieht sich die Austria etwas zurück und lässt Brann zu mehreren Eckbällen kommen. Das wird in Minute 22 bestraft: Nea Lehtola zirkelt einen Corner mit ihrem starken linken Fuß direkt auf das Tor. Jasmin Pal verschätzt sich im dichten Getümmel und muss den Ball passieren lassen.

Pfattner schlägt postwendend zurück

Die Austria reagiert allerdings sofort. Nach einem Freistoß von Modesta Uka kommt Brenna Lovera mit dem Oberarm an den Ball, ehe Carina Wenninger zum Abschluss kommen kann. Die Wienerinnen fordern Elfmeter, die rumänische Schiedsrichterin Ionela Alina Pesu lässt jedoch weiterspielen. Einen VAR gibt es nicht.

Nur eine Minute später fällt dann trotzdem der Ausgleich.

Uka bringt einen Eckball gefährlich an die erste Stange, Brann kann nicht entscheidend klären und Elisa Pfattner kommt aus dem Rückraum zum Abschluss. Aus rund zwölf Metern trifft die Italienerin wuchtig ins kurze Eck - 112 km/h hat ihr Halbvolley-Hammer (26.).

Kurz vor der Pause hat Brann dann die große Chance auf die neuerliche Führung. Lehtola flankt nach einer kurz ausgeführten Ecke diesmal mit dem rechten Fuß mustergültig in die Mitte, wo Amalie Eikeland völlig frei zum Kopfball kommt. Die Norwegerin setzt den Ball aus rund fünf Metern aber deutlich neben das Tor.

Brann nach der Pause stärker

Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Gastgeberinnen zunehmend die Kontrolle. Die erfahrene Austria-Defensive um Kapitänin Carina Wenninger, Virginia Kirchberger und Katharina Schiechtl lässt sich immer weiter zurückfallen.

In der 60. Minute bekommt Brann schließlich einen etwas schmeichelhaften Elfmeter zugesprochen. Lotta Cordes zupft an Lauren Davidsons Trikot, die Schottin geht zu Boden – Pesu zeigt sofort auf den Punkt.

Davidson tritt selbst an, scheitert zunächst an der stark parierenden Jasmin Pal im linken unteren Eck. Den Nachschuss verwertet die Gefoulte allerdings selbst und bringt Brann in der 62. Minute erneut in Führung.

Ausgleich gelingt nicht mehr

Die Wienerinnen wirken in der Folge müde und können offensiv kaum noch für Entlastung sorgen. Nach Ballgewinnen geht das Leder häufig schnell wieder verloren.

Die beste Chance auf den neuerlichen Ausgleich hat Uka in der 74. Minute. Ihr Schuss aus knapp 20 Metern geht allerdings knapp über das Tor.

In der Nachspielzeit kommen die Norwegerinnen sogar fast noch zum dritten Treffer, doch die eingewechselte Anna Aahjem vergibt kläglich (90+4.).

So bleibt es beim 2:1 für Brann Bergen. Aufgrund der Leistungssteigerung der Gastgeberinnen nach der Pause geht der Sieg durchaus in Ordnung, für die Austria ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel aber weiterhin vielversprechend.

Am kommenden Dienstag (18:00 Uhr) steigt in Wien das entscheidende Rückspiel. Die Austria benötigt einen Heimsieg, um den erstmaligen Einzug in die Champions-League-Ligaphase zu schaffen.

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