Das blaue Wunder für Messi

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Der Auftakt in die K.o.-Phase der FIFA Weltmeisterschaft lässt keine Wünsche offen. Frankreich beendet die Titelträume Argentiniens dank einem turbulenten 4:3-Sieg. Der "Man of the Match" Kylian Mbappe wandelt dabei auf den Spuren von Fußball-Legende Pele.

Das 19-jährige Ausnahmetalent von Paris St.-Germain hat den Elfmeter zum 1:0 herausgeholt und mit seinem Doppelpack das Spiel für "Les Bleus" entschieden. "Ich habe mich super gefühlt. Wir sind eine großartige Mannschaft. Wir haben gesagt, zusammen können wir große Dinge erreichen. Ich werde nicht aufhören weiterzuarbeiten", sagt Mbappe nach dem Spiel.

Zu keinem Zeitpunkt ängstlich

Das nicht gewesen zu sein behauptet zumindest Frankreichs Teamchef Didier Deschamps. "Ich hatte überhaupt keine Angst. Es ist wie in meiner Spieler-Karriere, solange der Schiedsrichter nicht abpfeift, kann alles passieren", weiß der 49-Jährige.

"Das zweite Tor für Argentinien war ein Rückschlag. Wir hätten zwar früher durch Antoine (Griezmann, Anm.) ausgleichen können, aber ich hatte keine Angst." Sorgen macht er sich über sein Team keine, egal wer der Gegner sein mag: "Solange man Zeit hat, selbst wenn einem ein erfahrenes Team gegenübersteht, weiß ich, dass das französische Team bereit ist sich dem zu stellen".

"Es war ein großartiges Spiel. Natürlich haben wir auch Fehler gemacht. Wir hätten uns das Spiel vor allem am Ende leichter machen können", analysiert der Weltmeister von 1998. "Ich bin sehr froh für die Spieler. Es war ein sehr emotionales Spiel. Jetzt haben wir eine Woche, um uns auf das Viertelfinale vorzubereiten. Wir arbeiten seit Monaten sehr hart, um für solche Spiele wie heute gewappnet zu sein."

Die Bedeutung dieses Spiels hatte vor Deschamps einen besonderen Reiz. "Ich bin Trainer, weil ich dafür lebe - ein volles Stadion, hocherfahrene Mannschaften. Unser Team ist zwar jünger, aber wir sind auch dort." Dass man das Spiel nach Rückstand drehen konnte, macht Deschamps besonders stolz: "Sie haben sich dem gestellt. Wir haben viel Charakter und es war nicht einfach, als wir geführt haben und dann in Rückstand geraten sind, aber wir haben weiter gekämpft".

Historische Pleite für die "Albiceleste"

Stuttgart-Verteidiger Benjamin Pavard hat seinem Team einen entscheidenden Moral-Schub gegeben. Sein Traumtor zum Ausgleich wird wohl als einer der schönsten Treffer in die Turnier-Bilanz eingehen. "Ich bin immer noch ein bisschen emotional", sagt Pavard nach seinem Kracher. "Ich bin danach quer über den Platz gelaufen, ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich freue mich für mich und das französische Volk".

Weniger glücklich wird Jorge Sampaoli sein. Der Teamchef der Argentinier steht wohl endgültig vor der Ablöse. "Das Ausscheiden ist sehr schmerzhaft, vor allem weil die Spieler einen riesigen Aufwand betrieben haben. Wir haben unser Ziel hier nicht erreicht", sagt der ehemalige Chile-Coach.

Die Niederlage gegen Frankreich hat auch eine historische Komponente: noch nie hat Argentinien ein Spiel nach drei eigenen Toren verloren. "Wir haben heute viele Fehler gemacht, aber ich kann sie so kurz nach dem Spiel noch nicht analysieren. Wir haben das Spiel gedreht, aber wir haben die Führung nicht lange genug gehalten. Wir werden, unabhängig vom heutigen Spiel, weiter daran arbeiten uns zu verbessern."

Lionel Messi blieb abermals blass. Der Barcelona-Superstar hat bei seinem achten WM-K.o.-Spiel immernoch keinen einzigen Treffer erzielt. "Wir haben den besten Spieler der Welt", sagt Sampoali über Messi, "wir haben versucht Situationen zu schaffen, um ihn zur Geltung kommen zu lassen. Wir haben alles versucht, manchmal haben wir es geschafft, manchmal nicht".

Während Argentinien also vor einem Umbruch steht, freut man sich in Frankreich auf das Viertelfinale.

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Uruguay - Portugal 2:1

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Frankreich - Argentinien 4:3

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WM: Das Scheitern des Lionel Messi

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