Mittelfinger! Diegos kranke Show

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Es war einerseits unterhaltsam und lustig, gleichzeitig auch der Beweis für den schrittweisen Zerfall einer Fußball-Legende.

Nicht Argentiniens Drama-Aufstieg gegen Nigeria sondern Tribünengast Diego Maradona ist am Tag danach das Gesprächsthema Nummer eins.

Der Ex-Ausnahmekönner spulte seine Show auf der Ehrentribüne ab, nicht unbeachtet von der Öffentlichkeit.

Ein Tänzchen, ein Schläfchen, viel Gebrüll und Gebärden bis hin zum Mittelfinger-Skandal und ärztlicher Betreuung - Diegos kranke Show.

Maradonas irrwitzige "Show" gegen Nigeria in Bildern:

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Ein Tänzchen und viel Poserei

Noch vor Anpfiff sorgte Argentiniens Fußball-Held vergangener Tage für schöne Bilder, als er einen weiblichen nigerianischen Fan zu sich durchließ und auf der Tribüne eine heiße Sohle hinlegte. Das Video eroberte das Netz.

Danach schmückte er sich mit einer überreichten Fan-Fahne mit seinem Konterfeit und posierte damit im Stadion. Gefolgt von in die Höhe gerissenen Armen, um sich wie eine Gottheit von der argentinischen Anhängerschaft feiern zu lassen.

Das waren aber auch schon die positivsten Aktionen Maradonas an diesem denkwürdigen Abend in St. Petersburg.

Von Leuten gestützt, bei Messi-Tor in Ekstase

Das ganze Gezappel nahm eine eigene Dynamik, Maradona war überdreht, suchte immer wieder die Nähe zur Brüstung und musste dabei meist von zwei Leuten gestützt werden, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren oder gar überzukippen.

Der Spielverlauf trug sein Übriges dazu bei. Denn das Zittern und Bangen mit Lionel Messi und Co. ging nicht spurlos an ihm vorbei. Nach dem 1:0 gestikulierte er noch wild, schrie Messis Namen und feierte, als wäre der Aufstieg bereits fixiert.

Davon erschöpft legte er jedoch noch vor der Halbzeitpause ein Nickerchen ein, um wieder voller übertriebener Energie die zweite Halbzeit zu zelebrieren.

Mittelfinger-Eklat als trauriger Höhepunkt

Löste das 1:1 durch Nigeria noch Unwohlsein bei Maradona aus, war nach Marcos Rojos spielentscheidendem 2:1 die Welt eigentlich wieder in Ordnung.

Die Argentinien-Ikone tobte, aber aus der Freude wurde gleichzeitig auch Ärger - damit löste er einen Eklat aus.

Über dem Geländer hängend, zeigte er immer wieder provokant beide Mittelfinger in Richtung des Spielfelds und ließ sich auch von seiner Gefolgschaft nicht beruhigen.

Dem Zusammenbruch nahe wurde er von der Tribüne in den Innenraum geschliffen, wo er ärztlich behandelt werden musste. Mittlerweile gab die "Hand Gottes" Entwarnung.

Der Schlusspunkt eines denkwürdigen Abends - leider im negativen Sinn. Denn das Denkmal der Fußball-Ikone bröckelt mit Aktionen wie diesen immer mehr.




Textquelle: © LAOLA1.at

Argentinien-Drama: Diego Maradona braucht ärztliche Hilfe

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