DFB bestätigt Löw als Teamchef

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Die Zukunft von Joachim Löw als Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist geklärt.

Der 58-Jährige hat sich dazu entschieden, als DFB-Teamchef weiterzumachen. Sein Vertrag wurde erst vor der WM in Russland bis 2022 verlängert.

Der DFB hatte Löw trotz des Ausscheidens des Weltmeisters als Gruppenletzter in der Vorrunde sein Vertrauen ausgesprochen. Löw hatte seine Zukunft nach dem Aus in Russland offen gelassen und sich Bedenkzeit erbeten.

Keine überstürzten Taten

In einem persönlichen Gespräch hat Löw der Spitze des DFB bestätigt, dass er seine Tätigkeit fortsetzen und den Neuaufbau der Mannschaft im Hinblick auf kommende Aufgaben gestalten möchte.

Zuvor hat die WM-Delegation der Deutschen rund um DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFL-Präsident Reinhard Rauball, Vizepräsident Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius, Vizepräsident Peter Peters und Oliver Bierhoff in Frankfurt einen "offenen Austausch" über die WM in Russland geführt.

In diesem Gespräch habe die Delegation das Vertrauen gegenüber Jogi Löw noch einmal bestätigt, Löw habe seinerseits deutlich gemacht, dass er trotz der Enttäuschung weiterhin die Motivation und Energie verspüre, die Mannschaft auf kommende Aufgaben vorzubereiten. Eine oberflächliche und überstürzte Bewertung mache wenig Sinn, lautete die übereinstimmende Meinung.

"Auch meine Enttäuschung ist nach wie vor riesig. Aber ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten. Ich werde gemeinsam mit meinem Team analysieren, Gespräche führen und zum Start der neuen Saison die richtigen Schlüsse ziehen. Das alles braucht Zeit, wird aber alles rechtzeitig bis zum Start in die neue Länderspielsaison im September geschehen", sagt Löw.

"Volle Engergie" bei Löw

Löw, in Österreich Trainer des FC Tirol und Austria Wiens, arbeitet seit 2004 beim DFB. Er war zunächst Assistent von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Nach der WM 2006 in Deutschland übernahm er den Chefposten.

"Mich freut es sehr, dass es mit Jogi Löw an der Spitze unserer Nationalmannschaft weitergeht. Wir haben gestern lange zusammengesessen, und ich habe bei ihm die volle Energie gespürt weiterzumachen", sagte Bierhoff. "Nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit müssen wir nun einen Neuaufbau starten und werden uns jetzt konkret Gedanken darüber sowie über weiterführende strukturelle Veränderungen machen."

Bei allen Turnieren bis zum Misserfolg in Russland führte Löw das DFB-Team mindestens ins Halbfinale. Die Krönung war der WM-Titel 2014 in Brasilien. Löw hatte nach dem Aus in Kasan "tiefgehende Maßnahmen" angekündigt. Diese muss er nun in Angriff nehmen. Am 6. September steht in München gegen Frankreich im Rahmen der neuen Nations League das erste Länderspiel nach dem WM-Desaster an.

Textquelle: © LAOLA1.at

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