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"Nicht realistisch!" Holland hakt WM ab

Arjen Robben spricht das aus, was sich jeder denkt:

Foto: © getty

Vizeweltmeister 2010, Halbfinalist 2014 - 2018 werden die Niederlande die Weltmeisterschaft mit ziemlicher Sicherheit verpassen.

Die "Oranje" benötigen im abschließenden Quali-Spiel gegen den direkten Konkurrenten Schweden einen Sieg mit sieben Toren Differenz, um die Skandinavier in Gruppe A noch abzufangen und das Ticket für Russland 2018 zu lösen.

"Natürlich müssen wir bis zur letzten Minute daran glauben, aber ich muss wohl besser sagen, was jeder denkt. Es ist nicht realistisch, zu denken, dass wir Schweden mit einem solchen Ergebnis schlagen können. Die Leute sollten den Taschenrechner lieber zu Hause lassen", sagt Arjen Robben.

Robben: "Das bereitet mir Schmerzen"

Die Niederländer müssen ihren WM-Traum trotz des 3:1-Siegs gegen Weißrussland am Samstag begragen, nachdem Schweden Luxemburg mit 8:0 abgefertigt hat.

"Das bereitet mir Schmerzen, aber leider ist es Teil des Sports", meint Robben nach seinem 95. und vielleicht vorletzten Länderspiel. Seine Zukunft im Nationalteam ließ der Kapitän aber noch offen. "Zuerst Schweden und dann sehen wir weiter", sagt der 33-jährige Robben, der mit seinen Teamkollegen auch schon bei der EM im Vorjahr nur Zuschauer gewesen war.

Schweden hat Chance auf Platz 1

Die derzeit auf einem Play-off-Platz liegenden Schweden können sich in der Gruppe sogar noch den ersten Platz und damit das fixe WM-Ticket sichern. Denn der aktuelle Spitzenreiter Frankreich liegt nach dem wenig überzeugenden 1:0 in Bulgarien weiter nur einen Punkt vor ihnen. Auf die "Equipe Tricolore" wartet zum Abschluss mit dem Heimspiel gegen Weißrussland allerdings keine allzu schwierige Aufgabe.

Mit einem vermeintlich noch viel leichteren Gegner hatte Portugal am Samstag lange Probleme, erst der eingewechselte Cristiano Ronaldo brachte sein Team gegen Andorra auf die Siegerstraße. Die Portugiesen gewannen schließlich glanzlos 2:0.

Im Endspiel um den Gruppensieg benötigen sie am Dienstag zu Hause gegen die in bisher neun Partien makellose Schweiz einen Sieg, um die Eidgenossen noch von der Spitze der Gruppe B zu stoßen. Aber auch der Zweite dieses Pools hat zumindest schon eines der acht Play-off-Tickets sicher.

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